<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674</id><updated>2012-02-06T01:52:13.271-08:00</updated><category term='Stadtteil'/><title type='text'>Kiezschreiber</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>163</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-8203818370764841955</id><published>2012-02-06T01:50:00.000-08:00</published><updated>2012-02-06T01:52:13.278-08:00</updated><title type='text'>Die siebziger Jahre</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Die Sechziger waren das Jahrzehnt der Befreiung. In den siebziger Jahren kam dieses neue Lebensgefühl überall in der Provinz an und wurde in Form von langen Haaren, bunten Klamotten und Popmusik Teil des Alltags. Für die Generation der „68er“ gab es in den Siebzigern nur drei Wege: Drogen, Extremismus oder SPD. Auf diese Weise endeten viele ihrer Vertreter tragisch in terroristischen Vereinigungen, rot-grünen Bundesregierungen oder schlicht auf dem Friedhof. Wir Kinder der Siebziger trugen den ideologischen Ballast der älteren Generation nicht mit uns, wir genossen ein kleines bisschen Revolution mit einem Kassettenrekorder in unserem Kinderzimmer. Wenn wir die Sex Pistols oder die Ramones hörten, hätten wir die ganze Welt in Stücke schlagen können – und dennoch waren wir am nächsten Morgen doch wieder pünktlich um 7:40 Uhr zur Mathematikstunde mit Herrn Kaschuba in der Schule.&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-8203818370764841955?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/8203818370764841955/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/02/die-siebziger-jahre.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/8203818370764841955'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/8203818370764841955'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/02/die-siebziger-jahre.html' title='Die siebziger Jahre'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-6588557101102017956</id><published>2012-02-05T07:07:00.001-08:00</published><updated>2012-02-05T07:07:22.976-08:00</updated><title type='text'>Wenn man den Dienst an der Waffe verweigert ...</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Während meiner Zivildienstzeit hatte ich im Altersheim einmal einen Patienten zu pflegen, der im zweiten Weltkrieg als Scharfschütze eines Spezialkommandos der Waffen-SS an der Ostfront eingesetzt war. Er hat 95 Menschen ermordet und jede Nacht sah er in seinen Träumen die Gesichter der jungen Männer wieder, die er ins Fadenkreuz genommen hatte, um danach in eben diese Gesichter eine Kugel abzufeuern und sie beim Sterben zu betrachten. Das hat er mir damals in einer ruhigen Stunde erzählt. Der alte Mann ist dann auch relativ bald gestorben. Meine Pflege war mit Sicherheit eine Erlösung für ihn.&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-6588557101102017956?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/6588557101102017956/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/02/wenn-man-den-dienst-der-waffe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6588557101102017956'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6588557101102017956'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/02/wenn-man-den-dienst-der-waffe.html' title='Wenn man den Dienst an der Waffe verweigert ...'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-2209401172850103521</id><published>2012-02-04T09:21:00.001-08:00</published><updated>2012-02-04T13:58:56.142-08:00</updated><title type='text'>Aus einem Interview zu meinem neuen Roman</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Ich habe mit zwölf Jahren angefangen, Geld zu verdienen. Und ich rede nicht davon, dass ich mein Zimmer aufgeräumt und dafür Extra-Taschengeld bekommen hätte. Für eine Firma, die Reagenzgläser hergestellt hat, habe ich zu Hause Prospekte zusammengelegt, in einen Umschlag gesteckt, die Adresse aufgeklebt und einen Drucksache-Stempel draufgedonnert. Fertig! 8 Pfennige pro Umschlag. Das gab fast 3 DM pro Stunde, wenn man nicht rumgetrödelt hat. Den handschriftlichen Arbeitsvertrag habe ich heute noch. Meine Mutter hat als Putzfrau gearbeitet und uns Kinder durchgebracht, Taschengeld gab es keins. Tagsüber, wenn wir aus der Schule kamen, haben wir an der Würstchenbude zu Mittag gegessen oder im Supermarkt eine Tüte Chips gekauft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich mit vierzehn Jahren kräftig genug war, habe ich im Baumarkt als Aushilfe gearbeitet. In der Zeit fing es auch an, dass ich mir Sachen, auf die ich Bock hatte, einfach geklaut habe. Das waren vor allem Schallplatten und Bücher: Police, Zappa, Kafka, Bernhard. Meine Schwester hat auch geklaut, manchmal waren wir im Team unterwegs. Als sie einmal erwischt wurde und mit der Polizei nach Hause gebracht wurde, hat meine Mutter ihr richtig die Fresse poliert. Man darf sich eben nicht erwischen lassen. Mich haben sie jedenfalls nie erwischt, später habe ich mit Dope sogar richtig Asche gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten kein Auto und sind nie in den Urlaub gefahren. Trotzdem würde ich heute sagen, dass ich eine glückliche Kindheit hatte. Man kannte ja die Alternative gar nicht, denn bei uns im Kiez lebten alle so. Wir Kinder waren frei und sind den ganzen Nachmittag herumgezogen. Ich erinnere mich an ein Feuer, dass wir auf einem leerstehenden Grundstück mit alten Autoreifen gemacht haben – da kam sogar die Feuerwehr! Im Nachhinein kann ich sagen: Man wird nicht nur hart im nehmen, sondern auch hart im geben. Deswegen kann ich mit den ganzen androgynen Waschlappen der heutigen Jugend nicht viel anfangen, für die das angesagte Wet-Gel wichtiger ist als eine klare Position. Ich weiß, wer meine Freunde sind und wer meine Feinde.“ &lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-2209401172850103521?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/2209401172850103521/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/02/aus-einem-interview-zu-meinem-neuen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/2209401172850103521'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/2209401172850103521'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/02/aus-einem-interview-zu-meinem-neuen.html' title='Aus einem Interview zu meinem neuen Roman'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-279637044024015509</id><published>2012-02-04T00:42:00.000-08:00</published><updated>2012-02-04T00:53:31.655-08:00</updated><title type='text'>Gentrifizierung als Tierfabel</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Wenn so eine Scheiße wie im Prenzlauer Berg in  der Natur passieren würde, hätte niemand dafür Verständnis. Stell dir vor, du kaufst ein Stück Wald. Und dann beschließt du einfach, alle Kaninchen mit einem Arschtritt von deinem Grundstück zu befördern. Und nachdem alle Kaninchen weg sind, siedelst du Nerze in diesem Wald an. Jeder würde dich für total bescheuert, herzlos und was weiß ich noch alles halten, wenn du so was machen würdest. Die Tierschützer würden demonstrieren, Greenpeace hätte dich von morgens bis abends in der Mangel und bei Facebook hättest du das Image von Josef Ackermann. Jedem Juchtenkäfer wird heute mehr Respekt entgegengebracht als einem Menschen.&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-279637044024015509?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/279637044024015509/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/02/gentrifizierung-als-tierfabel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/279637044024015509'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/279637044024015509'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/02/gentrifizierung-als-tierfabel.html' title='Gentrifizierung als Tierfabel'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-4187164175022585816</id><published>2012-02-02T07:06:00.000-08:00</published><updated>2012-02-02T07:07:46.847-08:00</updated><title type='text'>Vom Schloss Bellevue nach Moabit</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Laut der von Google Maps berechneten Route ist das Schloss Bellevue (Spreeweg 1) von der Justizvollzugsanstalt Moabit (Alt-Moabit 12) genau einen Kilometer entfernt, die Fahrzeit – etwa in einem Audi Q3, um hier ein beliebiges Beispiel zu nennen – beträgt zwei Minuten. Die Strecke wäre aber sicher auch zu Fuß einfach zu bewältigen, wenn man so ganz ohne Sponsoren und Hilfsmittel auskommen müsste. Ein kleiner Schritt für einen Präsidenten, aber ein großer Schritt für die Republik. Ich erinnere mich an eine Wohnungsbesichtigung im Februar 1992 in Moabit, als der Vermieter mit der frohen Botschaft aufwartete, vom Balkon aus könne man die Herren Honecker und Mielke im Knast beim Hofgang beobachten. Möglicherweise bekommen die Anwohner ja bald wieder was zu sehen? Ich würde mich jedenfalls für sie freuen und käme auch gerne mal mit einem Piccolöchen zu Besuch …&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-4187164175022585816?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/4187164175022585816/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/02/vom-schloss-bellevue-nach-moabit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4187164175022585816'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4187164175022585816'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/02/vom-schloss-bellevue-nach-moabit.html' title='Vom Schloss Bellevue nach Moabit'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-7933984788803369866</id><published>2012-02-01T16:22:00.001-08:00</published><updated>2012-02-02T00:31:01.541-08:00</updated><title type='text'>Tankstellennightlife</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Woran erkennt man den Nicht-Berliner? An der nachmitternächtlichen Bestellung bei meiner Tanke. Da steigt ein blondgeföhnter Wichtigtuer aus dem Taxi, lässt den Motor laufen und bestellt beim Nachtaugust doch tatsächlich sechs kleine Flaschen Bier. Damit hat er sich schon als Laie geoutet. Dit is’n Sechsaträja, Mann! Der Profi-Tankstellenmensch erkennt sofort die Situation und sagt frech, so viele kleine Biere hätte er nicht und verkauft dem Ahnungslosen daraufhin sechs große Einzelflaschen zu je 1,90. Bevor er noch ins Taxi gestiegen ist, hört er schon das Gelächter des zahnlosen Alkoholikers hinter mir in der Warteschlange und den Kommentar: „Wees nich, wat’n Sixpack is. Den hammse doch in Kasachstan großjezogen.“ Und schon sind gefühlte dreißig Grad minus vergessen.&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-7933984788803369866?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/7933984788803369866/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/02/tankstellennightlife.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7933984788803369866'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7933984788803369866'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/02/tankstellennightlife.html' title='Tankstellennightlife'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3793847663219785907</id><published>2012-01-31T06:30:00.000-08:00</published><updated>2012-01-31T06:30:24.039-08:00</updated><title type='text'>Konservative Prognosen - gestern und heute</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;"Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung."&lt;br /&gt;(Wilhelm II. über die Zukunft der Mobilität)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Das Web 2.0 wird bald Geschichte sein." &lt;br /&gt;(Ansgar Heveling, CDU, über die Zukunft der Netzkultur)&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3793847663219785907?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3793847663219785907/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/konservative-prognosen-gestern-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3793847663219785907'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3793847663219785907'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/konservative-prognosen-gestern-und.html' title='Konservative Prognosen - gestern und heute'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5584320335410437897</id><published>2012-01-30T13:22:00.000-08:00</published><updated>2012-01-31T23:43:10.147-08:00</updated><title type='text'>In Memoriam FDP</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Nach den neuesten Berliner Umfragen sind die Piraten bei 14 Prozent und die FDP wird mittlerweile unter den Sonstigen subsumiert. Am Ende wird man sagen, der neoliberale Hardliner Guido Westerwelle und seine Entourage haben die altehrwürdige Partei in den Abgrund und den politischen Bankrott geführt. Ironischerweise ist die Partei des erklärten Marktradikalismus Opfer des kapitalistischen Systems geworden, die Partei des Wettbewerbs ist im Wettbewerb der Parteien gescheitert. Sie hat ihren Kunden schlechte Produkte wie Steuersenkungen oder Hasspredigten gegen Hartz IV-Empfänger andrehen wollen und Artikel ins Schaufenster gestellt, die sich als Ladenhüter erwiesen: Brüderle, Niebel, Rösler. Die Kundschaft hat folgerichtig das Geschäft gemieden und sich der Konkurrenz zugewandt. Jetzt machen andere die Geschäfte – so knallhart und brutal ist eben das demokratische Business, liebe Freundinnen und Freunde der Kapitalfraktion. Man kann sein Vermögen auch leichtfertig im großen Casino des Bürgervertrauens verspielen. Aber keine Angst: Eure Wählerstimmen sind nicht weg, sie hat nur ein anderer.&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5584320335410437897?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5584320335410437897/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/in-memoriam-fdp_30.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5584320335410437897'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5584320335410437897'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/in-memoriam-fdp_30.html' title='In Memoriam FDP'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3836370982145232638</id><published>2012-01-30T06:09:00.000-08:00</published><updated>2012-01-30T14:52:41.993-08:00</updated><title type='text'>Die Tragik der Schleckers</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Es freut mich persönlich ungemein, dass die Drogeriekette Schlecker, die ich seit Jahren boykottiere, endlich pleite gegangen ist. Sehr gut finde ich auch, dass die Familie Schlecker bankrott gegangen ist. Das waren schlimme Ausbeuterschweine, denen ich ein hartes Schicksal gönne - wenn möglich als Beschäftigte im Einzelhandel. Dazu muss man nichts mehr sagen, eine Billigkette weniger. Eindeutig übertrieben finde ich aber, welch üble Scherze das Schicksal mit den Namen der Gescheiterten treibt. Nicht nur, dass der Unternehmensgründer A. Schlecker heißt, nein, er muss seinen Sohn auch noch Lars Schlecker nennen, womit natürlich jeglichen Wortspielen, bei denen vorzugsweise das anfängliche L wegzulassen sei, Tür und Tor geöffnet wird. Hier sei den herumalbernden Schicksalsgöttern einmal ins Poesiealbum geschrieben, dass man mit Namen keine Witze machen soll. Hat nicht auch der finsterste Ausbeuter einen letzten Fetzen Würde verdient, mit der er seine moralische Blöße bedecken kann? Und die Graffitikünstler, die vor das Schlecker-Schild immer noch ein A und ein R gesprayt haben, sollten sich ebenfalls was schämen ...&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3836370982145232638?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3836370982145232638/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/die-tragik-der-schlecker.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3836370982145232638'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3836370982145232638'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/die-tragik-der-schlecker.html' title='Die Tragik der Schleckers'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5850072233521036990</id><published>2012-01-26T14:45:00.000-08:00</published><updated>2012-01-26T15:07:23.022-08:00</updated><title type='text'>Zukunftsangst</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;So ist die Zukunft, so ist das 21. Jahrhundert: Eine Rückrufaktion von Herstellern künstlicher weiblicher Brüste läuft gerade, über 500.000 Frauen sind weltweit davon betroffen. Es ist die erste Tittenrückrufaktion der Geschichte - alle müssen zurück in die Werkstatt. Und diese Story ist deswegen so deprimierend, weil man früher dachte, im 21. Jahrhundert gäbe es so kluge und nützliche Erfindungen wie zum Beispiel einen Dienstroboter, der einem die ganze Drecksarbeit abnehmen kann. Wir haben viel zu lange viel zu logisch gedacht. Und dann bekommt man in der Realität nicht nur völlig falsche Brüste präsentiert, sondern auch noch einen Sondermüllskandal erster Klasse. An diesem Punkt kommt die Zukunft nicht gerade gut weg, wenn man eine Weile darüber nachdenkt - vor allem aus Sicht der Frauen ....&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5850072233521036990?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5850072233521036990/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/zukunftsangst.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5850072233521036990'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5850072233521036990'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/zukunftsangst.html' title='Zukunftsangst'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-4419860157451018606</id><published>2012-01-20T08:41:00.000-08:00</published><updated>2012-01-20T08:41:29.947-08:00</updated><title type='text'>20 Jahre Mykonos und das Berliner Fell</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Was unterscheidet den echten Berliner eigentlich von anderen Menschen, insbesondere in der vielbeschworenen und oft gescholtenen Provinz? Es ist sein dickes Fell. Den Berliner schockt nichts, er hat alles schon mal gesehen und kann zu jeder erzählten Geschichte eine wahnwitzige Steigerung aus seiner eigenen Biographie besteuern. Als Zugereister habe ich mich natürlich gefragt, wie man dieses dicke Fell bekommt. Die Antwort: Weil in dieser Stadt einfach so viel passiert, dass sich das Leben förmlich mit Anekdoten und Dramen vollsaugt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines meiner Erweckungserlebnisse in dieser Hinsicht war der Terroranschlag auf das Restaurant „Mykonos“, der im Sommer 1992, also vor zwanzig Jahren, in der West-Berliner City verübt wurde. Wie es der Zufall wollte, war ich sechs Wochen zuvor aus Kreuzberg ins gegenüberliegende Haus gezogen. An diesem Abend war ich gerade noch an der Tankstelle gewesen, um Dosenbier und Zigaretten zu holen. In meinem Wohnzimmer lief dröhnend laut Frank Zappa, so dass ich zunächst gar nicht mitbekommen hatte, was passiert ist. Ich erinnere mich, dass ich am Kühlschrank stand, um Nachschub zu holen, als aus dem griechischen Lokal Männer heraus gerannt kamen und in einen schwarzen Mercedes S-Klasse sprangen. Ich blieb am Fenster stehen und wartete mit einem Bier in der Hand. Kurze Zeit später versuchten zwei eintreffende Streifenpolizisten, die Augenzeugen am Weglaufen zu hindern. Dann hörte ich die ersten Sirenen. Es war ein komisches Gefühl, denn normalerweise hört man ja, wie sich das Geräusch nähert und dann wieder verschwindet. Diese Sirenen näherten sich und blieben vor meinem Fenster – Zappa nix dagegen. Bald darauf stand die ganze Straße voller Rettungs- und Polizeifahrzeuge, und nach etwa einer Stunde Sirenengeheul und blechernem Funkgeplapper trugen Sanitäter die ersten Opfer hinaus. Am nächsten Morgen klingelte die Kripo um acht Uhr bei mir, sie verhörte alle Anwohner. Zwei Stunden später stand der Reporter der „Berliner Morgenpost“ vor der Tür, er interviewte und fotografierte mich. Und so landete ich als „Der Augenzeuge“ in der Samstagsausgabe und wurde in meinem Viertel für einige Tage zum Promi. Auf dem Weg zur Post lief zum Beispiel ein Ehepaar an mir vorüber, kaum wähnte man mich außer Hörweite, fragte die Frau: „Ist er das nicht?“ Ihr Mann antwortete: „Doch“. Und im Supermarkt starrte mich eine ältere Frau richtig fassungslos an, als sie mich erkannte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Tag nach dem Blutbad waren etliche Fernsehteams und andere Journalisten unten auf der Straße, das Haus war von den Medien regelrecht belagert. Die gegenüberliegende Straßenseite wurde abgesperrt und militärisch bewacht, vermutlich Bundesgrenzschutz. Ein Überlebender wurde von einer Horde Reporter verfolgt. Er schob sein Fahrrad langsam den Gehweg entlang und redete, die Meute lief wie ein Rudel junger Hunde um ihn herum. Im Laufe des Tages wurden Kränze und schwarz umrandete Bilder gebracht, eine Solidaritätsdemonstration fand statt und über Megaphon verlasen die Kurden, deren Politiker vom iranischen Geheimdienst ermordet worden waren, ihre Texte. Eine Freundin (aus der Provinz) hat mich in der Zeit noch auf den Paranoia-Trip geschickt, der Geheimdienst würde sicher auch noch die Zeugen des Attentats liquidieren und mein Name würde mit Foto und Adresse ja schön fett in der Presse stehen, herzlichen Glückwunsch auch. Was soll ich sagen? Inzwischen bin ich ein echter Berliner geworden. Wenn mir morgen jemand erzählen würde, er käme gerade vom Mars, würde ich nur ungerührt antworten: „Bin ick letzte Woche ooch jewesn, war jané so dolle.“&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-4419860157451018606?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/4419860157451018606/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/20-jahre-mykonos-und-das-berliner-fell.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4419860157451018606'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4419860157451018606'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/20-jahre-mykonos-und-das-berliner-fell.html' title='20 Jahre Mykonos und das Berliner Fell'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5062753322564183465</id><published>2012-01-17T00:30:00.001-08:00</published><updated>2012-01-17T12:52:56.625-08:00</updated><title type='text'>Frauen und Politik</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Machen wir uns nichts vor: Wenn Frauen ein Arbeitsfeld erobern, heißt das, dieses Feld ist gesellschaftlich unbedeutend geworden. Als die Männer bemerkt haben, dass man an den Finanzmärkten besser verdient als in den Arztpraxen, wanderten die männlichen Alphatiere in die Banken und Unternehmensberatungen. Seit die Frauen massiv in den Arztberuf drängen, sinken in diesem Bereich die Verdienstmöglichkeiten. Aus der Bildung verabschieden sich die Männer auch, interessanterweise von unten nach oben, in nennenswerter Zahl besetzen sie noch die Lehrstühle der Universitäten, in Kindergarten und Grundschule sind sie schon lange verschwunden. Und jetzt: Politik. Ich sehe es mit einem lachenden und einem weinenden Auge, dass die Politik immer weiblicher wird, denn der soziale Fortschritt der Gleichstellung läutet das Ende der Demokratie ein. Die Männer/Macher in den Konzernen sitzen schon jetzt am längeren Hebel – wäre es anders, wären diese Menschen woanders.&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5062753322564183465?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5062753322564183465/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/frauen-und-politik.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5062753322564183465'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5062753322564183465'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/frauen-und-politik.html' title='Frauen und Politik'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-7295421830173807610</id><published>2012-01-14T08:14:00.001-08:00</published><updated>2012-01-14T08:14:57.374-08:00</updated><title type='text'>„Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte“</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Seit 1973 veranstaltet die renommierte Körber-Stiftung, für die ich in aller Bescheidenheit auch schon als Juror fungiert habe, gemeinsam mit dem Bundespräsidenten einen jährlichen Geschichtswettbewerb, an dem sich junge Leute beteiligen sollen. Mehr als 125.000 Schülerinnen und Schüler haben bereits an diesem Wettbewerb teilgenommen, es ist laut Wikipedia „die größte Laienforschungsbewegung Deutschlands“. Das aktuelle Thema lautet: „Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte“. Eine kluge und weitsichtige Entscheidung, wie wir inzwischen wissen. Der aktuelle Bundespräsident hat Ende letzten Jahres die Preisträger des Geschichtswettbewerbs ausgezeichnet, es aber leider seitdem verabsäumt, auch die persönlichen Konsequenzen aus seinen diversen Skandalen zu ziehen, um den Grad der Würdelosigkeit seines Verhaltens nicht ins Unermessliche steigen zu lassen. Gib dir einen Ruck, Wulff, und geh endlich! Du hast so ein schönes Haus in Niedersachsen …&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-7295421830173807610?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/7295421830173807610/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/argernis-aufsehen-emporung-skandale-in.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7295421830173807610'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7295421830173807610'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/argernis-aufsehen-emporung-skandale-in.html' title='„Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte“'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-7074706012825775339</id><published>2012-01-04T03:43:00.000-08:00</published><updated>2012-01-17T01:59:20.941-08:00</updated><title type='text'>Unvergessliches Treffen</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Es war im Intercity von Köln nach Berlin. Günter hatte bereits seinen reservierten Fensterplatz am Tisch eingenommen, als Tom den Großraumwagen betrat. Tom ließ seinen Blick über die Sitzreihen wandern. Dann sah er Günter, der gerade ein Notizbuch und einen Stift aus seiner Jacke kramte. &lt;br /&gt;„Ach, hallo. Günter. Bist du das?“&lt;br /&gt;Günter blickte hoch. „Tom? Na, das ist ja eine Überraschung.“&lt;br /&gt;„Ist hier noch frei?“&lt;br /&gt;„Klar. Setz dich.“&lt;br /&gt;Tom setzte sich auf den freien Fensterplatz direkt gegenüber.&lt;br /&gt;„Günter Schurack, Schillergymnasium. Das ist dreißig Jahre her, oder?“ Tom grinste breit, während er das iPhone vor sich auf dem Tisch platzierte.&lt;br /&gt;„Genau. Tom Burckhardt. Du hast dich nicht viel verändert. Nur die Haare sind ein bisschen kürzer.“&lt;br /&gt;Sie lachten beide. Früher hatte Tom lange Haare gehabt, nun trug er sie kurz und mit gewaltigen Geheimratsecken.&lt;br /&gt;„Wo geht’s denn hin?“ fragte Tom.&lt;br /&gt;„Nach Bielefeld, auf eine Tagung,“ antwortete Günter.&lt;br /&gt;„Was machst du da?“&lt;br /&gt;„Ich halte einen Vortrag.“&lt;br /&gt;„Einen Vortrag?“ fragte Tom erstaunt. „Bist du Wissenschafter?“&lt;br /&gt;Günter lächelte. „Ich bin Betriebswirt.“&lt;br /&gt;Tom riss die Augen auf und lachte einmal kurz. „Ist nicht dein Ernst? Betriebswirt?“ Dann grinste er. „Passt aber irgendwie. Warst du damals nicht in der Jungen Union?“&lt;br /&gt;„Ja“, sagte Günter. „Und du warst doch damals der große Revoluzzer in den Achtzigern.“&lt;br /&gt;„Stimmt“, Tom schüttelte lachend den Kopf. „Ich habe mir nichts gefallen lassen.“&lt;br /&gt;„Was machst du denn heute so?“&lt;br /&gt;„Ich habe eine kleine Agentur in Berlin. Wir sind ein paar Leute, aber es läuft total super.“&lt;br /&gt;Günter grinste. „Sag bloß, du machst Werbung. Reklame für den Konsumterror der Großkonzerne?“&lt;br /&gt;Tom zuckte leicht mit den Schultern. „Es ist keine Werbung, wir machen Krisen-PR. Wir entwickeln Strategien und Argumentationen für unsere Kunden. Ich mache Kommunikation, das ist es im Kern. Und wir haben jede Menge Kunden aus dem Bereich Erneuerbare Energien.“&lt;br /&gt;„Nicht schlecht“. Günter nickte anerkennend. „Berlin ist bestimmt aufregend.“&lt;br /&gt;„Ach, weißt du, wenn man den ganzen Tag am rödeln ist und zwei kleine Kinder hat, beschränkt sich die Aufregung auf den Straßenverkehr und die Steuererklärung.“&lt;br /&gt;Günter lachte. „Bist du verheiratet?“ &lt;br /&gt;„Ja. Ich weiß, es klingt spießig. Aber wir haben eine richtig fette Hochzeit auf der Finca meiner Frau gefeiert. Ist schon zehn Jahre her. Auf Mallorca. Hast du auch Familie?“ Tom zeigte Günter ein Bild auf seinem Telefon. Eine kurzhaarige Frau und zwei kleine Mädchen standen vor einem üppig geschmückten Weihnachtsbaum.&lt;br /&gt;Günter schüttelte den Kopf. „Nein. Ich bin Single.“&lt;br /&gt;„Lebst ganz für die Wissenschaft, was? An welcher Uni bist du denn?“&lt;br /&gt;„Duisburg. Aber ich wohne in Bonn.“&lt;br /&gt;„Als Professor verdient man sicher nicht schlecht, oder?“ fragte Tom.&lt;br /&gt;„Ich bin Privatdozent. Im Moment lebe ich von den Lehrveranstaltungen, die ich mache.“ Günter schob Tom eine Visitenkarte über den Tisch. „Hier. In unserem Alter hat man ja so was.“&lt;br /&gt;Tom lachte und gab Günter seine Karte. Dann betrachteten beide für einen kurzen Augenblick die Visitenkarten des Anderen.&lt;br /&gt;„Kollwitzplatz“, sagte Günter und nickte mit einem spöttischen Grinsen zu. „Das ist im Prenzlauer Berg, oder? Ziemlich angesagter und teurer Flecken. Deine Agentur muss ja gut laufen, wenn du dir dort die Miete leisten kannst.“&lt;br /&gt;„Ja, dort wohnt die digitale Boheme, wie man so sagt. Und, ehrlich gesagt, haben wir das Loft sogar gekauft. War schweineteuer, aber es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn du nachts an deinem Schreibtisch sitzt und über die Stadt schaust.“ Tom räkelte sich behaglich in seinem Sitz.&lt;br /&gt;Günter schaute ihn ernst an. „Das hätte ich nicht gedacht. Geschäftsmann, verheirateter Familienvater, Grundeigentümer und Autofahrer. Eigentlich musst du jetzt nur noch einen Baum pflanzen, dann hast du den ganzen bürgerlichen Kanon abgearbeitet.“&lt;br /&gt;Tom wurde nun auch ernst. „Das brauche ich nicht mehr, ich habe letztes Jahr tausend Euro für ein Wiederaufforstungsprojekt in Vietnam gespendet. Und du? Immer noch ein strammer Antikommunist und Parteisoldat? Bist du noch für die bürgerliche Sache unterwegs? Ist aus dem Helmut-Kohl-Fan jetzt ein Merkel-Vasall und Westerwelle-Knecht geworden?“&lt;br /&gt;„Ich lebe jedenfalls bescheiden und fahre auch nicht Auto. Und was heißt hier bürgerlich? Du lebst doch bürgerlicher als ich!“&lt;br /&gt;Tom lachte verächtlich. „Was soll denn das heißen? Als du noch gegen die 35-Stunden-Woche und für die NATO-Aufrüstung gekämpft hast, habe ich mich bei den Grünen für Umweltschutz und gegen Atomkraft engagiert. Ich habe am Ende Recht behalten.“&lt;br /&gt;„Aus dir ist ein bürgerlicher Bettvorleger geworden, der systematisch alles verraten hat, woran er mal geglaubt und wofür er mal gekämpft hat. Du spielst hier den Salonbolschewisten mit deinem ganzen Apple-Wichtigtuer-Scheißdreck und deiner Jack-Wolfskin-Kacke.“ Günter war auf einmal wütend und laut geworden.&lt;br /&gt;Tom sah ihn erschrocken an. Dann schwiegen beide eine Weile.&lt;br /&gt;In leisem drohendem Tonfall fuhr Günter fort: „Du hast am Ende nicht Recht behalten. Du nicht! Ich bin mir treu geblieben und du bist ein Verräter. Wofür der ganze Kampf? Wozu hast du das alles gemacht, die ganze Provokation, die Parolen, die du überall hingeschmiert und gebrüllt hast, wenn du am Ende doch alle deine Ziele verraten hast? Du bist der schlimmste Verräter, den man sich vorstellen kann. Du hast nicht andere verraten, du hast dich selbst verraten. Du bist als Bonzensohn auf die Welt gekommen und jetzt bist du selbst ein Bonze geworden. Du bist nicht besser als jeder andere Unternehmer, der seinen Profit auf dem Rücken seiner Angestellten macht. Und von deinem reichen Papa habe ich in der Zeitung gelesen, der hat mit seinen Hedge-Fonds Millionen verdient. Ihr Grünen seit doch die neuen Spießer! Vor dreißig Jahren hast du Leute wie mich bekämpft, weil ich für dich der Inbegriff des Spießertums war. Jetzt wählst du selbst die Spießerpartei von heute. Ihr Besserverdienenden rümpft die Nase über Leute, die zu Aldi oder Kik gehen, während ihr eure bürgerliche Scheiße im Biomarkt kauft oder bei Manufaktum. Dabei kapiert ihr gar nicht, dass viele von uns sich die teuren Sachen gar nicht leisten können und eben politisch unkorrekt einkaufen müssen. Ihr pseudolinken Klugscheißer haltet anderen gerne Vorträge über Klimawandel und fliegt danach für zwei Wochen zum Skiurlaub nach Davos. Arme Leute haben eine bessere Ökobilanz als ihr, weil sie sich die Umweltverschmutzung gar nicht leisten können. Die reden allerdings auch nicht so geschwollen daher wie ihr hochnäsigen Wichtigtuer.“&lt;br /&gt;Dann hielt der Zug in Bielefeld und Günter stieg aus.&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-7074706012825775339?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/7074706012825775339/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/unvergessliches-treffen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7074706012825775339'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7074706012825775339'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2012/01/unvergessliches-treffen.html' title='Unvergessliches Treffen'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3393249184091734537</id><published>2011-12-16T01:50:00.000-08:00</published><updated>2012-01-03T09:21:09.068-08:00</updated><title type='text'>Restgedanken 2011</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Einer der großen Unterschiede zwischen Stadt und Land sind die Sterne. Du gehst nachts nach Hause, die Laternen sind längst ausgeschaltet worden, und siehst die Sterne. In Berlin hast du nur den diffusen Widerschein der Stadt, in deinem Dorf blickst auf die winzigen Lichter über dir. Je kleiner die Häuser, desto größer der Himmel. Und selbst wenn du noch nicht einmal weißt, welches dieser Lichter da oben der gottverdammte Scheiß-Polarstern ist, gibt dir der Himmel in dieser Nacht ein gutes Gefühl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Politik ist nicht die Suche nach der Wahrheit, sondern die Suche nach der Mehrheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man sich oft den Kopf kratzt, bildet sich Grind, den man dann wieder wegkratzen muss. So haben auch alte Menschen eine Beschäftigung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Erde ist sehr schön – bis auf die Teile, die mit Menschen in Berührung gekommen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Moral und gesunder Menschenverstand haben als Leitsterne keine Bedeutung mehr. Wer die heutige Welt verstehen will, muss entweder Jurist oder Betriebswirt sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß auch nicht, wann man erwachsen wird. Wahrscheinlich habe ich den Zeitpunkt verpasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Schriftsteller sitzt meist allein in seinem Zimmer und schreibt auf, was er eigentlich sagen wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedes Leben sagt auch etwas über seine Zeit aus. Deswegen kann auch jedes Leben erzählt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieso muss alles einen Grund haben? Die Sachen, die man grundlos tut oder mitnimmt, sind oft die besten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich könnte mich als Schriftsteller bezeichnen, aber für das Finanzamt ist mein Schreiben nur Liebhaberei und Zeitvertreib. Von Beruf bin ich also gar nichts, ich mache nichts, ich bin ein Tunichtgut, Taugenichts, ein Faulenzer, ein ungewollter Ruhepol in unruhigen Zeiten, eine irritierende Bewegungslosigkeit als permanente Provokation, jemand der seine Existenz nicht hinreichend erklären kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der neueste Modetrend: Perfekt zum Abhängen sind nicht nur Jogging-Hosen, sondern auch die ganzen bequemen Trekkingsachen. Die Begriffe sind ohnehin nur Tarnung, in Wirklichkeit geht es um die totale Entspannung. Frankie says: Relax!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer „alternativlos“ sagt, ist zu faul zum denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit Wochen plagt mich ein hartnäckiger Husten, täglich produziere ich literweise Auswurf, aber keine Texte. Ein Zeichen? Wenn ja: von wem und wozu? Will das Universum an mir seinen Sarkasmus beweisen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verzweifelt anders sein wollen – die Tragik unserer Epoche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die enorme Menge an Wissen, die wir jeden Tag vergessen. Dazu produzieren Maschinen riesige Mengen an Informationen, die keiner braucht. Die phantastische Welt des dritten Jahrtausends!&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3393249184091734537?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3393249184091734537/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/12/restgedanken-2011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3393249184091734537'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3393249184091734537'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/12/restgedanken-2011.html' title='Restgedanken 2011'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1470492107640420790</id><published>2011-12-12T22:25:00.001-08:00</published><updated>2011-12-13T01:38:41.955-08:00</updated><title type='text'>Ein wertvoller Hinweis</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Mein Tagestipp: Gut frühstücken! Frühstücken Sie heute einmal richtig und mit Bedacht. So sollte zum Beispiel Obst nicht fehlen: Trauben, Mandarinenstückchen und Erdbeeren. Dazu winzige ofenwarme Croissants und Sesamcracker mit geschmolzenem Emmentaler. Frisches Weißbrot, Salami in dünnen Schreiben, Ziegenkäse, Quark und Marmelade. Kaffee, etwas Tee, Mangolassi als kühlen und köstlichen Kontrapunkt. Dann Hähnchenschenkel, nicht zu pikant gewürzt. Cross gebackene Nachos mit Avocadodip, Frikadellchen mit Cornichons, dazu diese kleinen Partybrötchen mit Sesam, Kümmel oder Mohn drauf. Ferner ein Gläschen Sekt - und warum nicht auch mal das Thema Champagner ins Spiel bringen? An dieser Stelle soll man seine Weitsicht lobpreisen, am Tisch links und rechts vom Computer genug Platz gelassen zu haben, denn hier soll nicht nur in wenigen Stunden die notwendige Fron des Tages geleistet werden, der unermüdlich zu verrichtende Dienst am Leser gleichsam geschultert und das später unter Tränen der Demut zu verzehrende und nur allzu kärglich mit einem Nebelhauch von geliehener Margarine dekorierte Brot verdient werden, sondern hier stehen nun auch die silbern schimmernden Platten mit Schinken aus Parma und Prag, aus Bayonne und Graubünden, stoßweiße dicke französische Landbrotscheiben auf klobigen Brettern, Roggenbrot, kleinere Speck- und Zwiebelbrote. Natürlich ein Rührei mit frischem Paprika und Kräutern. Würste aller Art, gebratene und gekochte Wurst, Aufschnitt oder Aufstrich. Ein Fässchen mit gesalzener Butter. Käsekuchen und Schokoladeneis mit Sahne. Weizenbier und Obstler. Die Morgenzeitung. Das Sofa. Der Schlaf. Der heutige Tipp: Starten Sie richtig in den Tag!&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1470492107640420790?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1470492107640420790/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/12/ein-wertvoller-hinweis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1470492107640420790'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1470492107640420790'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/12/ein-wertvoller-hinweis.html' title='Ein wertvoller Hinweis'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1367396714719533308</id><published>2011-11-30T08:54:00.000-08:00</published><updated>2012-01-04T01:23:37.331-08:00</updated><title type='text'>Auf Wiedersehen</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Die Sonne ist längst untergegangen und mein letzter Arbeitstag als Kiezschreiber im Brunnenviertel endet nun. Drei Jahre, von Dezember 2008 bis November 2011, habe ich als Schriftsteller und Journalist Kurzgeschichten, Glossen, Reportagen, Pressemitteilungen, Weihnachtsmärchen, Gedichte und sogar einen Roman geschrieben. Sie sind auf der Homepage des Quartiersmanagements Brunnenviertel-Brunnenstraße, im Magazin „Brunnen ¼“, im Newsletter, von meinem Verlag und in diesem Blog veröffentlicht worden. Ab morgen bin ich wieder einer der glücklichen Arbeitslosen in dieser wunderbaren Stadt. Wer in der heutigen geldgetriebenen, sinnentleerten, hochgradig absurden und zukunftslosen Leistungsgesellschaft nicht benötigt wird, hat alles richtig gemacht. Ich werde auch weiterhin über den Wedding und seine Menschen schreiben und engagiere mich ehrenamtlich in der Gründungsinitiative für eine Bürgerstiftung im Wedding. Wer Lust hat, kann mich und einige andere Stiftungsgründer an unserem Stand auf dem Weihnachtsmarkt besuchen, der am 11. Dezember auf dem Leopoldplatz im Wedding stattfindet. Dort stellen wir unseren Kunstkalender 2012 und meinen Kriminalroman vor – um großzügige Spenden für unsere Stiftungsarbeit wird gebeten! &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1367396714719533308?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1367396714719533308/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/11/auf-wiedersehen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1367396714719533308'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1367396714719533308'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/11/auf-wiedersehen.html' title='Auf Wiedersehen'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-729014639361490946</id><published>2011-11-30T07:14:00.000-08:00</published><updated>2011-11-30T09:05:27.957-08:00</updated><title type='text'>Wilmersdorfer Witwen</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Sie haben die Kaltschnäuzigkeit von gestandenen Frontsoldaten: Wilmersdorfer Witwen. Zwei Exemplare sitzen heute am Nachbartisch, als ich bei meinem Stammgriechen gebratene Auberginenscheiben mit Zaziki an einer Variation von Braugerste und Hopfen genieße. Da geht es zunächst um das Enkelkind der einen Dame, das Hartz IV bekommt, mit dem Geld aber nicht auskommt, weil es alkoholkrank ist. Leider habe ich nicht ganz mitbekommen, ob der Enkel depressiv wurde, nachdem er die Arbeit verloren hat, ob die Depressionen Ursache des Arbeitsplatzverlustes sind oder der Alkohol beides verursacht hat bzw. beides lindern kann. Jedenfalls säuft die eigene Tochter (und Mutter jenes 31-jährigen „Kindes“) wesentlich mehr, nämlich zwei Flaschen Wein am Tag. Dann erzählt die andere von ihrem Bruder, der kürzlich auf dem OP-Tisch verblutet ist, weil der Arzt beim Versuch einer Tumorentfernung zu tief geschnitten habe. Nach pietätvollem, etwa zehnsekündigen Schweigen bemerkt ihr Gegenüber: „Die Kartoffeln schmecken gut.“ Hardcore. Dann geht es weiter: In einer Schublade des verstorbenen Bruders fand sich ein Tagebuch, aus dem hervorging, dass er Anfang der siebziger Jahre nicht nur eine Affäre mit einer anderen Frau hatte, sondern auch noch Vater eines unehelichen Kindes geworden ist. Diese andere Frau hat ihn jahrelang erpresst. Nun beratschlagen die Witwen, ob man den unbekannten und inzwischen vierzigjährigen Spross der Familie ausfindig machen und über die wahre Vaterschaft informieren soll. Bei meinem Griechen werden die besten Geschichten erzählt! Ich frage mich, wozu ich überhaupt im langweiligen „Spiegel“ blättere, der sich doch nur wieder mit Panikmache rund um das Thema Geld beschäftigt. Da halte ich es doch mit Gerhard Polt, der im Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ gerade ein sehr kluges Interview gegeben hat: „Ich hab um gar keine Währung Angst (…), es wird immer Leute geben, die wissen, wie man einen guten Wein oder ein leckeres Schnitzel macht.“ Darum geht es im Leben wirklich: Familie und Freunde, Essen und Trinken, Lebensfreude und Gesundheit.&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-729014639361490946?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/729014639361490946/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/11/wilmersdorfer-witwen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/729014639361490946'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/729014639361490946'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/11/wilmersdorfer-witwen.html' title='Wilmersdorfer Witwen'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-4158042434653432357</id><published>2011-11-19T09:13:00.000-08:00</published><updated>2011-11-19T09:34:49.188-08:00</updated><title type='text'>Minimal-invasiver Lebensstil: der dritte Weg?</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Marek Smrz vertrat in der linken Szene das von ihm entwickelte Theorem des minimal-invasiven Lebensstils. Das hieß: so geringe Eingriffe in die Umwelt wie möglich, Drosselung des persönlichen Verbrauchs und der Aktivitäten. Smrz lehnte beispielsweise Fahrräder ab – über Autos wurde hier schon gar nicht mehr diskutiert -, weil sie ebenfalls industriell aus Metall und Kunststoff hergestellt wurden. Man solle alles zu Fuß erledigen, für unabwendbare Reisen nehme man die öffentlichen Transportmittel. In den strengen Grenzen dieses Konzepts gab es natürlich nur sehr geringe Möglichkeiten für eine Erwerbstätigkeit, beispielsweise in einer selbstverwalteten Werkstatt im eigenen Kiez. Außerdem ließ sich seine Idee wunderbar mit den Boykottlisten verbinden, an denen in linken Kreisen akribisch gearbeitet wurde. Wenn man den Kapitalismus ins Herz treffen wollte, durfte man nicht moralisch argumentieren, sondern musste auf die Brieftasche der Konzerne zielen. Also: keine amerikanischen Produkte, weil man damit den US-Imperialismus und Angriffskriege unterstützt, kein Ikea-Plunder, weil man damit den skandinavischen Faschismus unterstützt, Fairtrade-Zeugs kaufen usw. – wem das alles zu kompliziert wurde, ging einfach nach Kreuzberg in die LPG am Mehringdamm einkaufen, dann war sicher alles im Einkaufskorb allerschwerstens pc. &lt;br /&gt;Smrz setzte sein Theorem des minimal-invasiven Lebensstils, mit dem der expansive Konzernkapitalismus im Übrigen seiner zerstörerischen Dynamik beraubt werden sollte, in erster Linie im heimischen Bett um. „Wenn man es sich recht überlegt, ist doch jede Stunde, die man gefaulenzt hat, auf das Sinnvollste verwendet worden. All die Zeitschätze, die er dem Imperium der Vernunft vorenthalten und freudig verschwendet hatte. Keine Minute mochte er missen, die er auf dem Bett liegend oder aus dem Fenster starrend in den Augen anderer vergeudete. All die Traumfetzen der zahllosen Nickerchen, all die zufriedenen Grunzer der Behaglichkeit nach einem guten Essen, all das gedankenverlorene Dösen vor dem Fernseher, all die gemütlichen Zeiten der Müdigkeit und der Melancholie. Der süße Zauber vollkommener Untätigkeit ...“ zitierte er Rondo Delaforce, den großen Denker des Müßiggangs, aus dessen Frühwerk „Die singende Fleischwurst“.&lt;br /&gt;Mardo kannte das alles, schließlich hatten sie gemeinsam bei einigen Krügen „Gambrinus“ in den „Prager Hopfenstuben“ auf der Karl-Marx-Allee den Grundstein für das philosophische Werk von Marek Smrz gelegt. Die Mischung aus Gelassenheit und Gerissenheit, aus portugiesischem Lebensgenuss und tschechischer Lebensklugheit – dieser Delaforce musste mit Mardo verwandt sein. Vielleicht lebte er sogar in dieser Stadt? Ruhe war sein Schlüssel zum Glück. Mardo glaubte nicht daran, dass die Menschen, die nach Managementratgebern lebten, wirklich ein glückliches und sorgenfreies Leben führten. Es war wie in dem Märchen vom Hasen und vom Igel. Mardo hatte wie Smrz früh beschlossen, sich der Fraktion der Igel anzuschließen. Der echte Berliner hat Zeit und lässt sich nicht von der Hektik der Kleinstadt anstecken.&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;(Aus den ersten Vorarbeiten zum zweiten Mardo-Krimi)&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-4158042434653432357?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/4158042434653432357/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/11/minimal-invasiver-lebensstil-der-dritte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4158042434653432357'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4158042434653432357'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/11/minimal-invasiver-lebensstil-der-dritte.html' title='Minimal-invasiver Lebensstil: der dritte Weg?'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5068356347933703340</id><published>2011-11-17T00:00:00.000-08:00</published><updated>2011-11-17T03:29:58.610-08:00</updated><title type='text'>Staatlich geförderter Naziterror</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Es ist schon sehr aufschlussreich, aus welchen Rattenlöchern die Faschos in der Abenddämmerung des Kapitalismus gekrochen kommen. Jetzt kommt die ganze widerliche Jauche innerhalb und außerhalb des Staatsapparats zum Vorschein. Zum Glück machen die Konservativen einen Krisengipfel ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht-Christen und Nicht-Deutsche sind offenbar Freiwild für die staatlich geförderten Terrorbanden, für die Gestapo-Ratten des "Verfassungsschutzes". Muslime sind eben potenzielle Täter, keine Opfer. Wo die demokratische Verfassung selbst von ihren Hütern mit Füßen getreten wird, kann es nur eine Konsequenz geben: Widerstand.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5068356347933703340?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5068356347933703340/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/11/staatlich-geforderter-naziterror.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5068356347933703340'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5068356347933703340'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/11/staatlich-geforderter-naziterror.html' title='Staatlich geförderter Naziterror'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3572491838301297673</id><published>2011-10-31T11:03:00.001-07:00</published><updated>2011-11-30T07:18:21.158-08:00</updated><title type='text'>Rede des Igels an den Hasen</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;Als man den Typ, der den Reißverschluss erfunden hat, fragte, wie er auf die Idee gekommen ist, hat er gesagt: Er hatte es satt, immer diese vielen Knöpfe auf und wieder zu zu fummeln. Früher hatten die Hosen in Amerika, wo der Erfinder des Reißverschlusses gewohnt hat, nämlich Knöpfe wie heute an einer Levis. Wahrscheinlich war er gerade besoffen, als er sich über diesen umständlichen Hosenstall geärgert hat, und hat dann einfach einen neuen Hosenstall erfunden. Letztlich war also die Faulheit sein Motiv. Er wollte einen Hosenstall haben, der einfach und schnell zu bedienen ist. Die Faulheit ist ein großer Motivator, sie hat uns nicht nur den Reißverschluss gebracht. Ein Lob auf die ruhmreiche Faulheit! Fortschritt bis zum völligen Stillstand! In der Sekunde, in der wir auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen, haben wir die Ewigkeit jenseits der Bewegung erreicht.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3572491838301297673?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3572491838301297673/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/10/rede-des-igels-den-hasen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3572491838301297673'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3572491838301297673'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/10/rede-des-igels-den-hasen.html' title='Rede des Igels an den Hasen'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-250416600976964637</id><published>2011-10-12T09:22:00.001-07:00</published><updated>2011-10-12T09:25:33.349-07:00</updated><title type='text'>Weißer Wedding</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;Es ist soweit! Der große Kiezroman des Kiezschreibers ist ab Mitternacht weltweit im Handel, seit Tagen campieren die Fans auf dem Bürgersteig vor Hugendubel und Dussmann. Mit einer einzigen Veröffentlichung wird das Brunnenviertel in Mitte, ehemals Wedding, ins literarische Universum katapultiert. 270 Seiten prall gefüllt mit Berliner Lokalkolorit und der schillernden Vielfalt des hiesigen Milieus, mit Prenzlauer Berg und Mauerpark, arm und reich, jung und alt. Unvergessliche Momente sind dem Leser gewiss! Der Roman ist beim renommierten Regionalkrimiverlag Emons erschienen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Zur Handlung von "Weißer Wedding":&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;Was wusste der Journalist Roth, bevor man ihn betäubt und gefesselt auf die Bahngleise legte? Wieso macht sein Tod seine früheren Redaktionskollegen so nervös? Und welche Rolle spielen der Bundesnachrichtendienst und eine terroristische Vereinigung in diesem Zusammenhang? Bald geistern USB-Sticks mit brisanten Informationen durch die Hauptstadt, und alle Fäden laufen im Brunnenviertel zusammen, einem sogenannten sozialen Brennpunkt im Wedding. Jan Mardo, Migrantensohn mit Detektivlizenz, tritt an, um die Ehre seines Kiezes zu retten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;Viel Vergnügen wünscht Ihnen&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;Der Kiezschreiber vom Brunnenviertel&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-250416600976964637?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/250416600976964637/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/10/weier-wedding_12.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/250416600976964637'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/250416600976964637'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/10/weier-wedding_12.html' title='Weißer Wedding'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3022166276246405578</id><published>2011-10-05T01:22:00.001-07:00</published><updated>2011-10-05T01:31:44.753-07:00</updated><title type='text'>Neuanfang</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;Wenn wir uns die Welt für einen Augenblick als großes Monopoly-Spiel vorstellen – und nach der morgendlichen Zeitungslektüre über „die Märkte“, ihre Macht und die gesellschaftliche und historische Bedeutung ihrer nervösen Zuckungen liegt diese Vorstellung nicht fern -, dann sind wir jetzt in einem Stadium angelangt, in dem die Sieger dieses Spiels feststehen. Okay, Mister Gates usw., Ihr habt gewonnen! Herzlichen Glückwunsch! Kinder würden jetzt ein neues Spiel anfangen. Wir Erwachsenen verharren aber in der aktuellen Vermögensverteilung: Alles Geld, alle Grundstücke, Häuser und Hotels haben die Gewinner, die Verlierer haben nur ihre Schuldscheine. Soll das nun das Ende sein? Dann macht dieses Spiel keinen Spaß mehr – und das werden die Gewinner immer stärker zu spüren bekommen. Die Menschen möchten eine neue Runde spielen oder ein anderes Spiel. Da sind sie glücklicherweise wie die Kinder. Aber wie fangen wir eine neue Runde oder ein neues Spiel an? Konrad Adenauer hatte in den 1950er Jahren eine gute Idee. Er fand, dass das Volksvermögen ungleich verteilt war. Die einen hatten im Krieg alles verloren, die anderen waren verschont geblieben. Das hatte nichts mit Leistung, sondern mit Glück im Bombenhagel zu tun. Also hat er den Reichen eine Hälfte ihres Vermögens genommen und es, verteilt über 30 Jahre, den Armen gegeben („Lastenausgleichsgesetz“). Der Mann war CDU-Politiker! Ich möchte nicht wissen, wie hoch die Vermögensabgabe bei einem SPD-Kanzler ausgefallen wäre. Ich denke, jeder der ein Vermögen über 10 Millionen Euro hat, kann mindestens die Hälfte davon abgeben. Er ist dann immer noch reich genug. Und wir können noch einmal von vorne anfangen. Jedes Kind erhält gleich viel Geld und los geht’s.&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;Und falls die aktuellen Gewinner das doof finden, denken wir uns einfach ein ganz neues Spiel aus. Wer nicht mitspielen will, darf in die Schweiz und kann dort seine buntbedruckten Papierbündel und wertlosen Aktienpakete bewachen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3022166276246405578?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3022166276246405578/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/10/neuanfang.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3022166276246405578'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3022166276246405578'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/10/neuanfang.html' title='Neuanfang'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-6756516535824612064</id><published>2011-09-22T15:05:00.000-07:00</published><updated>2011-09-22T15:05:15.742-07:00</updated><title type='text'>Ein Kiez im Jenseits</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Friedhof Grunewald-Forst&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Wer der idyllischen Havelchaussee durch den Grunewald oder am Ufer des Flusses folgt, erreicht bald das Schildhorn. Die Landzunge ragt weit in die Havel hinein und bietet einen wunderbaren Ausblick über die Gewässer westlich der Hauptstadt. Wer jedoch den außergewöhnlichsten Friedhof Berlins besuchen will, der biegt vorher in den Schildhornweg ein. Nach kurzer Zeit steht man vor dem Eingangstor zum Friedhof Grunewald-Forst.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Ein Friedhof mitten im Wald? Kilometer entfernt von den belebten Straßen der Stadt? Die Geschichte des Ortes ist ungewöhnlich und beginnt im Kaiserreich. Damals weigerten sich die Kirchengemeinden, Selbstmörder auf ihren Friedhöfen beerdigen zu lassen. Sie mussten in ungeweihter Erde bestattet werden. Da in der Bucht der Schildhorn-Halbinsel häufig Wasserleichen angetrieben wurden – darunter viele Selbstmörder, die wegen ungewollter Schwangerschaften oder Spielschulden „ins Wasser gingen“ – legte die Forstbehörde in unmittelbarer Nähe den Friedhof an. Bald sprach sich die Lichtung im Grunewald als Bestattungsort herum, Angehörige von Selbstmördern baten um eine Grabstelle, mancher Lebensmüde tötete sich gleich vor Ort, um den Hinterbliebenen die Mühe demütigender Amtsgänge zu ersparen.&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Der seit 1878/79 genutzte Friedhof hat heute eine ordentliche Friedhofsmauer, ein rustikales Eingangsportal und eine Leichenhalle. Beim Spaziergang durch die Reihen fallen viele Grabsteine ins Auge. Da sind die kyrillischen Kreuze einiger russischer Offiziere, die gemeinsam den Freitod wählten, als sie 1918 von der Ermordung des Zaren erfuhren. Bis 1927 wurde der Friedhof ausschließlich für die Beerdigung von Selbstmördern genutzt, danach wurde diese Beschränkung aufgehoben. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurden hier zivile Opfer in Einzelgräbern und einem Sammelgrab bestattet. Der Berliner Heimatforscher und Ehrenbürger Willi Wohlberedt wurde hier auf eigenen Wunsch beerdigt. Die Gräber der Kleinkinder sind neueren Datums und berühren den Betrachter, auf einem Grabstein ist ein Teddybär eingemeiselt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Ganz versteckt in einer Ecke findet sich der heimliche Höhepunkt des Rundgangs. Das Grab von Christa Päffgen wird sehr oft von Fans aus aller Welt besucht. Eine Rotweinflasche mit einer Rose im Hals, Kerzen, Briefe – die letzte Ruhestätte der Sängerin und Schauspielerin erinnert an Jim Morrisons Grab in Paris. Bekannt wurde sie unter dem Namen „Nico“ als Sängerin der Band „The Velvet Underground“ und als Muse von Andy Warhol. Sie drehte mit Federico Fellini „La Dolce Vita“, Bob Dylan produzierte ihre erste Single. Sie kannte alle Größen des damaligen Rockuniversums, ihre Musik beeinflusste Bands wie Joy Division und später die Gothic-Szene. Sie starb, wenige Monate vor ihrem fünfzigstem Geburtstag, 1988 auf Ibiza. Auf dem Friedhof Grunewald-Forst ist sie gemeinsam mit ihrer Mutter beerdigt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;o:p&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus 218 (ab Messedamm/ZOB/ICC), Haltestellen: Schildhorn (direkt an der Havel) oder Havelweg (näher am Friedhof).&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-6756516535824612064?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/6756516535824612064/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/09/ein-kiez-im-jenseits.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6756516535824612064'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6756516535824612064'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/09/ein-kiez-im-jenseits.html' title='Ein Kiez im Jenseits'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-9096216854038681464</id><published>2011-09-13T08:37:00.000-07:00</published><updated>2011-09-13T08:43:41.295-07:00</updated><title type='text'>Wahlergebnis</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;Die Medien werden fünf Tage vor der Berliner Wahl auf ein interessantes Phänomen aufmerksam: Focus und Stern berichten von der neuen Kraft, in einer Umfrage der Berliner Mottenpost (Springer!) werden sie mit 27 Prozent stärkste Partei. Wem die Künast-Grünen zu spießig und wem die Linken zu ostig sind, wer seine Stimme nicht ungültig machen oder einer Splitterpartei wie der FDP geben will (wo sie laut Westerwelle im Gulli landet – der Spruch ist allerdings von 2009), der hat als nichtbürgerlicher Demokrat plötzlich eine Alternative: Die Piraten. Kostenloser Nahverkehr, bedingungsloses Grundeinkommen, freie Wahl der Rauschmittel – da opfere ich als Autor auch gerne mein Urheberrecht, denn auf dieser Basis kann ich&amp;nbsp;in meinem Kiez überleben. Da hilft auch nicht das Totschlagargument des Establishments, alle politischen Themen seien doch schon besetzt. Klar! Na und? Das waren sie sicher auch schon vor 200 Jahren, da hätte man die olle Tante SPD erst gar nicht gründen brauchen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;In den Achtzigern und Neunzigern habe ich die Grünen gewählt, in den Nuller Jahren die Linken – genutzt hat es nüscht. Bekommen habe ich Hartz IV und deutsche Kriegsverbrechen, das Ende des sozialen Wohnungsbaus und die massive Verdrängung der Innenstadtbevölkerung durch eine Handvoll renditegeiler Kapitalisten. Über dem Hauptquartier des Kiezschreibers weht jetzt die schwarze Flagge mit dem bleichen Schädel eines Immobilienhais und den gekreuzten Knochen eines Rechtsanwalts und eines Baustadtrats. Ich habe Briefwahl gemacht und die Unterlagen bereits in den Briefkasten geworfen – jetzt warte ich auf den Sonntag. Mögen die neuen Abgeordneten der Piratenpartei eine Reißzwecke im Arsch des gelangweilten Mandarins Wowereit sein! &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-9096216854038681464?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/9096216854038681464/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/09/wahlergebnis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/9096216854038681464'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/9096216854038681464'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/09/wahlergebnis.html' title='Wahlergebnis'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-8158580241407653323</id><published>2011-09-12T11:47:00.001-07:00</published><updated>2011-09-12T11:49:09.799-07:00</updated><title type='text'>Reiseziel Brunnenviertel</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Reiseziel Brunnenviertel – das ist das Thema des neuen Kiezmagazins „brunnen ¼“, das seit heute überall im Brunnenviertel kostenlos zu haben ist. Als Redakteur des Magazins ist es meine letzte Ausgabe, meine Zeit als Kiezschreiber neigt sich dem Ende zu. Hier noch ein weiterer Tipp für einen Spaziergang im Kiez:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Gartenplatz&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Es ist ein kühler Morgen und dennoch haben sich bereits tausende Menschen an diesem Ort versammelt. Männer und Frauen, Angehörige aller Stände warten auf das große Ereignis. Die Straßen sind voll, die Menschen lehnen sich neugierig und erwartungsvoll aus ihren Fenstern. Fliegende Händler verkaufen Branntwein und kleine Leckereien. Soldaten des Königs bahnen sich an diesem 2.März 1837 einen Weg durch die Menge, um die Verurteilte zum Richtplatz zu führen. Die Hinrichtungsstätte der preußischen Hauptstadt besteht aus einem zwei Meter hohen quadratischen Steinkubus, auf den eine Treppe führt. Auf diesem Fundament steht der dreifüßige Galgen, an dem das Urteil vollstreckt werden soll. Im Volksmund wurde er »Schindberg« oder »Teufels Lustgarten« genannt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Der Scharfrichter wartet schon. Er hat es nicht weit, denn er wohnt in der Scharfrichterei, die unmittelbar neben dem Gerichtsplatz liegt. Hier wohnen die Henker und Scharfrichter, zwischen den Hinrichtungen ist die Abdeckerei, die Beseitigung von Tierleichen, ihr alltägliches Geschäft. Endlich wird die Witwe Meyer, die sich durch Gattenmord eigenhändig und für kurze Zeit in den Witwenstand befördert hat, zum Galgen geführt. Die Menge johlt und schreit. Es ist die letzte öffentliche Hinrichtung in Berlin. Was eine abschreckende Wirkung auf Preußens Untertanen haben sollte, ist längst zu einem Volksfest verkommen. Bis in die späte Nacht wird gefeiert, zehn Tage lässt man ihren Leichnam von Schaulustigen begaffen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Wer heute den Gartenplatz in Berlin-Mitte aufsucht, findet eine friedliche grüne Oase mit Kinderspielplatz und Parkbänken vor. Dort, wo zahllose Menschen gerädert und geköpft, aufgehängt und verbrannt wurden, erhebt sich die katholische Kirche St. Sebastian, 1890 bis 1893 erbaut, majestätisch in den Himmel. Die „alte Scharfrichterei“ musste dem Stettiner Bahnhof, dem heutigen Nordbahnhof, weichen. Nur wenige Schritte vom Gartenplatz entfernt ist übrigens die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Ein bedrückender Ort der Erinnerung, der in keiner Berlin-Tour fehlen sollte. Falls Sie Ihren Besuch um Mitternacht machen, gehen Sie ruhig zur alten Richtstätte auf dem Gartenplatz. Mit ein wenig Glück können Sie durch die Kirchenfenster ein Licht sehen, das unruhig flackert. Es ist die alte Witwe Meyer, die in der Gruft unter der Kirche keine Ruhe findet. Der Ort ihres schaurigen Ablebens hat sich seither so verändert, dass sie mit einer Laterne ihre Grabstätte sucht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial;"&gt;Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln: S-Bahn: S 1, S 2, S 25 (Haltestelle: Nordbahnhof)), U-Bahn: U 8 ( Haltestelle &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Voltastraße), Tram: M 10 (Haltestelle: Gedenkstätte Berliner Mauer), Bus 247(Haltestelle: Gartenplatz)&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-8158580241407653323?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/8158580241407653323/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/09/reiseziel-brunnenviertel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/8158580241407653323'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/8158580241407653323'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/09/reiseziel-brunnenviertel.html' title='Reiseziel Brunnenviertel'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3661994566029349832</id><published>2011-08-25T02:45:00.000-07:00</published><updated>2011-08-25T02:49:12.921-07:00</updated><title type='text'>Vor der Wahl</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;Wenn wir in Berlin oder anderswo eine politische Wahl haben, dann geht es für uns Wähler nicht ins KaDeWE, sondern zu Kik. Wir müssen uns mit dem Sortiment zufrieden geben, das uns angeboten wird. Viel ist es nicht. Was wähle ich denn dieses Mal? Das Herz schlägt links, der Verstand hat längst resigniert. Schließlich warte ich seit 30 Jahren darauf, dass der Kapitalismus an seinen inneren Widersprüchen zerbricht. Die Linken? Waren gerade zwei Legislaturperioden an der Macht, gemerkt habe ich nix. SPD und Grüne gehören politisch zur Mitte, wie ihre Kollegen von der CDU und der FDP. Die „Partei für Soziale Gerechtigkeit“ (PSG)? Immerhin sprechen sie in einem Fernsehwerbespot von Revolution. Hoffentlich nicht wieder nur so ein Wahlkampfversprechen. Auf ihrer Homepage werben sie für das Recht auf Arbeit – finde ich nicht gut. Andererseits setzen sie sich für den anstrengungslosen Wohlstand eines allgemeinen und bedingungslosen Grundeinkommens ein, mit dem ich seit Jahr und Tag liebäugele. Ich habe allerdings keine Ahnung, was die „IV. Internationale“ sein soll. Da habe ich wohl die ersten drei Teile verpasst. Gibt’s bestimmt bald als DVD in der praktischen Geschenkbox, so wie Matrix. Die&amp;nbsp;Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands &lt;/span&gt;&lt;span style="mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;(APPD)? Hat sich gerade ganz humorlos gespalten –typisch links. Die DKP? Die war schon in meiner Kindheit extrem uncool. Ist „Die Partei“ der Titanic-Redaktion eine echte linke Alternative? Oder wähle ich damit nicht den Zynismus? Die Piratenpartei erscheint auf den ersten Blick sympathisch, will aber meinen Urheberrechten als Autor ans Leder. Wie das endet, kenne ich von den Kollegen aus der Musikbranche. Ich könnte natürlich auch in den Kreis, in dem ein Kreuz platziert werden soll, ein Anarcho-A reinmalen. Oder ich lass den Wahlzettel heimlich in der Hosentasche verschwinden und stecke ein Gedicht in den Umschlag. Wahl ist Qual. Heißt wählen aber umgekehrt nicht auch quälen? Nur mal so ein Gedanke: Wenn wir jetzt einfach&amp;nbsp;alle die „Bürgerrechtsbewegung Solidarität“ wählen? Da wäre echt was los. Die wollen den Kapitalismus abschaffen, aber die D-Mark wieder einführen. „Globale Zusammenbruchskrise außer Kontrolle“, heißt es auf der entsprechenden Homepage. Sie planen schwimmende Atomkraftwerke, mit denen das Meerwasser entsalzt werden soll. Damit verhindert man künftige Kriege um Trinkwasser. Ferner setzt sich diese Partei für einen Tunnel ein, der Sibirien und Alaska miteinander verbinden soll. Solche ungewöhnlichen Beispiele für politische Kreativität suche ich in den Parteiprogrammen des Establishments vergeblich. Und der Klimawandel sei im übrigen ein groß angelegter Schwindel der Ökologiebewegung, um an die Macht zu kommen. Das Wetter ist nämlich gar nicht so schlecht! Ich sage ja: Wir stehen im Kik und sollen uns&amp;nbsp;was aussuchen. Danke für nichts.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3661994566029349832?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3661994566029349832/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/08/vor-der-wahl.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3661994566029349832'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3661994566029349832'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/08/vor-der-wahl.html' title='Vor der Wahl'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-862672541047792844</id><published>2011-08-20T01:22:00.000-07:00</published><updated>2011-08-20T01:29:16.283-07:00</updated><title type='text'>Parerga und Paralipomena</title><content type='html'>&lt;br /&gt;Mein genetischer Auftrag heißt: Leben. Von Arbeit hat keiner was gesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Altern Atome eigentlich? Oder leben die kleinen Biester ewig?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Sackhaar“ ist kein schöner Nachname&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während Herr S. mir eine Geschichte erzählt, beobachte ich fasziniert, wie ein grünes geflügeltes Insekt seinen Kragen entlang läuft, unbemerkt seine Gesichtsbacke überquert und dann in sein Ohr kriecht – was zu hektischen Zuckungen und Kratzbewegungen seitens des Herrn S. führt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Antworten, die man sich selbst gibt, sind die wertvollsten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit unser Bewusstsein gelernt hat, durch die Zeit zu reisen, springen wir permanent weg aus der Gegenwart.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Stadt sollte ein Jahr lang alles umgekehrt sein: Die Putzfrau, die nur albanisch und kein Wort deutsch versteht, wird Bürgermeisterin; der alte Bürgermeister hält mit seiner Harke die Parks sauber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir werden gentechnisch veränderte Schmetterlinge entwickeln, die sich von unserem Müll ernähren. Die Zukunft wird schön.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Thema: Hemden. Warum wollen Holzfäller eigentlich immer aussehen wie Grunge-Musiker oder Lesben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er stammte aus einem entzückenden kleinen Resistenzstädtchen in der rheinischen Provinz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein graues Haar&lt;br /&gt;Ist wunderbar.&lt;br /&gt;Auch tausend Stück&lt;br /&gt;Sind noch ein Glück.&lt;br /&gt;Dann bist du weiß –&lt;br /&gt;So ein Scheiß!&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-862672541047792844?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/862672541047792844/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/08/parerga-und-paralipomena.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/862672541047792844'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/862672541047792844'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/08/parerga-und-paralipomena.html' title='Parerga und Paralipomena'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-2149230317186871933</id><published>2011-07-20T00:19:00.001-07:00</published><updated>2011-07-20T09:32:02.800-07:00</updated><title type='text'>Warum sollen die Schwaben sterben?</title><content type='html'>In den letzten Wochen haben Graffiti wie „Tötet Schwaben“ und „Yuppies abschlachten“ für Bestürzung gesorgt. Was ist los im Prenzlauer Berg? Schlägt der Zorn bald in Gewalt um? Es gibt m.E. zwei Gründe für die Wut, mit der die Gentrifizierung der ehemaligen Ost-Berliner Innenstadt (Ur-Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain) begleitet wird. Zum einen ist es die Konkurrenz zwischen „Alt-Zugereisten“ und „Neu-Zugereisten“: Der typische „Alt-Zugereiste“ kommt aus den westdeutschen Bundesländern, er hat bewusst die Provinz mit der Großstadt vertauscht und hat bestimmte Erwartungen an das Metropolenleben. Der „Neu-Zugereiste“ aus der (wiederum überwiegend westdeutschen) Provinz bedroht die vom „Alt-Zugereisten“ mühsam erworbene Distinktion zwischen altem Landleben und neuem Stadtleben. Der „Neu-Zugereiste“ schleppt quasi den Dreck aus der Provinz in den edlen Salon der selbsternannten Bohème. Die Provinz, der man entflohen ist, rückt mit jedem neuen Möbelwagen, der seinen Ikea-Plunder auf den Bürgersteig ergießt, wieder näher. Niemand personifiziert diese Angst vor dem Rollback des Provinzlebens mehr als der Schwabe, weil er mit seinen angeblichen Eigenschaften als Prototyp des deutschen Spießers gilt: geizig und ehrgeizig, ordnungsliebend und gesetzestreu. Hier kommen wir zum zweiten Punkt für die antischwäbischen Ressentiments: Viele der „Alt-Zugereisten“ sind Linksalternative, Linksautonome oder Linksradikale. Ein echter Linker braucht aber ein repressives Milieu, einen Gegner, an dem er sich als Opfer von Ausbeutung, Unterdrückung, sozialer Ungerechtigkeit etc. abarbeiten kann. Ein solches repressives Milieu lässt sich leicht schaffen, in dem man nicht nur den Staat und die Wirtschaft zum Feindbild erklärt, sondern auch eine bestimmte Bevölkerungsgruppe, die sich durch ihren schrecklichen Dialekt und ihre merkwürdigen Essgewohnheiten sehr leicht identifizieren und isolieren lässt. „Der Schwabe“ wird zum Feind um die Ecke, wenn der große Satan mit seinen Wasserwerfern und Luxuslimousinen sich mal wieder nicht im Kiez blicken lässt. Darüber hinaus ist die Debatte für mich ein Zeichen, dass die Dynamik, mit der die Innenstadtbevölkerung ausgetauscht wird, für viele Bewohner die Schmerzgrenze erreicht hat. Knapp 150.000 Menschen sind im vergangenen Jahr nach Berlin gezogen, etwas weniger haben die Stadt wieder verlassen. Dazu die zentrifugalen Verdrängungsprozesse innerhalb der Stadt, in deren Folge die Unterschicht aus dem Zentrum in die Peripherie abgeschoben wird. Der Zorn der Graffiti-Sprayer und ihrer Sympathisanten ist ein Symptom dieser Entwicklung, deren Tempo viele Berliner schlicht überfordert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-2149230317186871933?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/2149230317186871933/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/07/warum-sollen-die-schwaben-sterben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/2149230317186871933'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/2149230317186871933'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/07/warum-sollen-die-schwaben-sterben.html' title='Warum sollen die Schwaben sterben?'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-7580129800319550558</id><published>2011-07-11T10:17:00.000-07:00</published><updated>2011-07-11T10:57:58.830-07:00</updated><title type='text'>Sindelfingen ist schlimmer als Vietnam</title><content type='html'>Eigentlich ist die Gentrifizierung ein Kompliment für Menschen wie mich. Wegen kreativer Köpfe wie mir, so lese ich allenthalben, ziehen irgendwelche Schwaben aus der Provinz nach Berlin und geben eine Mörderkohle für schicke Eigentumswohnungen aus. Sie haben ja auch Recht: Was für eine Stadt! Da gibt es Schriftsteller und Kunstmaler, Musiker und Schauspieler. Alle unter dreißig wollen was mit Medien machen, alle über dreißig haben demnächst eine Vernissage in New York oder machen eine Lesereise für das Goethe-Institut. Total aufregend, wie man nicht müde wird, nach hause zu mailen. Aber dann scheint man irgendwann genug von seinem neuen Berlin-Dasein zu haben, die postmaterielle Metropolenexistenz bekommt erste Risse und spätestens mit den Kindern kommen die erlernten Verhaltensmuster der Vergangenheit – finsterster Schwarzwald mit Kehrwoche und gesetzlich garantierter Nachtruhe – wieder zum Vorschein. Dann müssen im Prenzlauer Berg die angesagten Clubs ihre Türen für immer schließen. Sie waren zu laut. Wer hätte das vor zehn Jahren gedacht? Dann kotzt einen der anstrengungslose Wohlstand des Studentenpärchens in der Nachbarwohnung an oder die spätrömische Dekadenz einer Partygesellschaft, die im Haus gegenüber bis in die frühen Morgenstunden lacht und tanzt. Graffiti sind kein Ausdruck von künstlerischer Freiheit, sondern eine akute Wertminderung der eigenen Immobilieninvestition. Man will die ganzen Typen nicht mehr sehen, die ihren No-Name-Dreck bei Aldi kaufen. Man will auch Aldi nicht mehr, aber alle fünf Meter muss die Grundversorgung des Neubürgers mit Latte macchiato und Sechskornbrötchen durch Neueröffnungen von Geschäften gesichert werden. Schließlich hat man mal so ein Buch von einem dieser sogenannten Schriftsteller gelesen. War gar nicht so doll. Und der Autor hat nach Schnaps gestunken – auch Intellektuelle sollten mal über Hygiene nachdenken. Die Bilder auf der Ausstellung letztes Jahr – jetzt mal im Ernst: Wer kauft so einen Scheiß? Eines Tages sind dann die Zugereisten unter sich. Der Hölle im eigenen Kopf entkommt niemand, Sindelfingen ist schlimmer als Vietnam.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-7580129800319550558?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/7580129800319550558/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/07/gentry-2011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7580129800319550558'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7580129800319550558'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/07/gentry-2011.html' title='Sindelfingen ist schlimmer als Vietnam'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-638474409065799441</id><published>2011-06-29T10:50:00.001-07:00</published><updated>2011-06-29T10:50:13.536-07:00</updated><title type='text'>Bimbes für Hellas</title><content type='html'>Fassen wir mal zusammen: Der deutsche Steuerzahler blecht für die griechischen Staatsschulden in der Größenordnung einer schönen allgemeinen Einkommensteuersenkung. Das Geld bekommen aber eigentlich nicht die Griechen, sondern die Leute, bei denen die Griechen Schulden haben. Der durchschnittliche Deutsche hat nix davon und der durchschnittliche Grieche bekommt sogar Gehaltskürzungen plus Steuererhöhungen aufgebrummt. Wo landet also das ganze Geld? Bei den Banken. Die bekanntlich die Ursache der gesamten Wirtschafts- und Finanzkrise seit drei Jahren sind. Nicht bei den Leuten, die das Geld gleich in den nächsten Laden tragen und die guten alten Wertschöpfungsketten so richtig in Schwung bringen, sondern bei den Leuten, die mit dem Geld die Rohstoff- und Lebensmittelpreise spekulativ in die Höhe treiben, landen die mühsam erarbeiteten Milliarden. Also jetzt mal im Ernst: Wie lange schauen wir uns dieses destruktive Spektakel einer durchgedrehten Kaste von Zockern noch an und wann verstaatlichen wir endlich das Finanzsystem?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-638474409065799441?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/638474409065799441/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/06/bimbes-fur-hellas.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/638474409065799441'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/638474409065799441'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/06/bimbes-fur-hellas.html' title='Bimbes für Hellas'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3969002505254492989</id><published>2011-06-29T08:45:00.000-07:00</published><updated>2011-06-29T09:05:25.976-07:00</updated><title type='text'>Informationen zum Berufsbild des Autors, Teil 2</title><content type='html'>Was sich auf dem Schreibtisch eines Autors typischerweise befindet:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Kochlöffel, der mir als Rückenkratzer dient&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Modell des Millenium-Falken aus Star Wars&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein klobiges schwarzes Riesenhandy mit Schnur&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein sogenannter Ghetto-Blaster&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Ablagekorb, der vor zehn Jahren mal ein System hatte – jetzt schlicht voll&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine leere Heinz Baked Beans-Dose, in der Bleistifte und Kugelschreiber aus mehreren Epochen und Hotelzimmern zueinander gefunden haben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Notizheft&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zahnstocher&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Schere&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Locher, obwohl mir das Lochen längst vergangen ist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch mehr Stifte, teilweise leer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Flaschenöffner und ein Korkenzieher&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine kleine flache Vase voller Büroklammern&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Notebook&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ephemere Erscheinungen wie Notizzettel, Rechnungen, Ansichtskarten und Korken&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Mein Schreibtisch hat keine Schubladen. Das diszipliniert unheimlich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3969002505254492989?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3969002505254492989/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/06/informationen-zum-berufsbild-des-autors_29.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3969002505254492989'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3969002505254492989'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/06/informationen-zum-berufsbild-des-autors_29.html' title='Informationen zum Berufsbild des Autors, Teil 2'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5556301714170524728</id><published>2011-06-28T08:17:00.000-07:00</published><updated>2011-07-11T07:47:37.757-07:00</updated><title type='text'>Informationen zum Berufsbild des Autors</title><content type='html'>Oft werde ich gefragt, ob die Arbeit als Autor nicht eine sehr einsame sei. Entsprechende Anfragen aus den Redaktionen des In- und Auslandes beantworte ich gewöhnlich mit einer Liste meiner Mitarbeiter:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mundschenk (zuständig für geistige Getränke und liquide Erfrischungen aller Art)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bauknecht (zuständig für stimulierende Inhalate, siehe auch: Alphorn-Rauchen)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vier hawaiianische Mönche, die in ihrem Kräutergarten die Stimulanzien anbauen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Schallplattenunterhalter, der für die musikalische Untermalung meines Kunstschaffens sorgt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei nubische Prinzessinnen, die mich geißeln, wenn mir 15 Minuten nichts Geniales einfällt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Koch für die Hauptmahlzeiten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Köche für die Zwischenmahlzeiten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vier Gravitationsassistenten, die meine Sänfte tragen und ganz grundsätzlich verhindern, dass ich dem Erdmittelpunkt entgegen stürze&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Terminverhinderer (je geringer die Anzahl meiner Termine, desto höher ist sein Lohn)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Taoistischer Priester, der die spirituelle Reinheit und Harmonie meiner Arbeitsumgebung sichert&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Audio-Editor (der meine mündlichen Ergüsse aufzeichnet)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Botschafter (Kontakt zum Verlag und zur Presse)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Archivar (hütet alle Aufzeichnungen seit den ersten Kinderkritzeleien)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laudator (lobpreiset meine intellektuellen Ausdünstungen von früh bis spät)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lordsiegelbewahrer (auch für meinen Hausschlüssel zuständig)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schatzmeister (Hüter der legendären Smaragdgruft)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Generalorganisator (zuständig fürs Personal und die Sicherheit des Wohnturms, in dem ich an einem großen Roman arbeite, der dem faschistoiden Finanzimperialismus die Maske von der leprösen Fratze reißen wird – in fünf oder zehn Jahren)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Best Boy („Mädchen für alles“, sorgt für ein gepflegtes Wohnambiente und geht für mich einkaufen)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5556301714170524728?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5556301714170524728/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/06/informationen-zum-berufsbild-des-autors.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5556301714170524728'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5556301714170524728'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/06/informationen-zum-berufsbild-des-autors.html' title='Informationen zum Berufsbild des Autors'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-866910322051431863</id><published>2011-06-16T01:31:00.001-07:00</published><updated>2011-06-16T01:31:20.153-07:00</updated><title type='text'>Das liebe Geld</title><content type='html'>„Kohle, Zaster, Moneten, Knete, Mäuse, Penunzen, Kies, Schotter, Moos, Groschen, Taler, Bares, Cash, Kröten, Asche, Money, Mammon, Blüten, Peanuts“ heißt es in einem Wörterbuch, man kann es auch als Euro, Dollar, Yen usw. oder schlicht als Zahlungsmittel bezeichnen. Die Rede ist von Geld. Ich glaube, für Geld haben wir im Deutschen mehr Worte als die Eskimos für Schnee.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-866910322051431863?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/866910322051431863/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/06/das-liebe-geld.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/866910322051431863'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/866910322051431863'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/06/das-liebe-geld.html' title='Das liebe Geld'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5866507546771180455</id><published>2011-06-15T23:30:00.001-07:00</published><updated>2011-06-15T23:34:51.465-07:00</updated><title type='text'>Werbewahnwitz</title><content type='html'>Soll ich es „Fundstück der Woche“ nennen? Oder ist es schlicht ein winziges Puzzlestück des Wahnsinns, in dem wir uns längst behaglich eingerichtet haben? Zu danken habe ich aber zunächst den Initiatoren der Internetseite „Schlaglochpate.de“, die wunderbarerweise den Berliner Finanzsenator Nussbaum im Winter 2010 inspiriert haben, zahlungskräftige Paten für tausende Schlaglöcher in der Hauptstadt zu finden. Warum, so fragen wir uns seitdem alle, können wir nicht einfach eine Patenschaft für ein Schlagloch übernehmen? Der Lohn ist uns gewiss: die tiefempfundene und immerwährende Anerkennung der Verkehrsteilnehmer. Außerdem dürfen wir ein Werbelogo unseres Unternehmens auf dem selbstfinanzierten Asphalt anbringen, mit dem das Loch gestopft wird. Kurz und gut: Es handelt sich bei jedem Schlagloch dieser Republik um eine „perfekte Werbeplattform“, wie man uns auf der oben genannten Internetseite vollmundig verspricht. Zudem entlasten wir auf diese Weise den Staat, der mit unseren Steuergeldern gerade in Athen die gröbsten Löcher stopfen muss. Es erinnert mich ein bisschen an Tom Sawyer, der von einem anderen Kind (namens Ben Rogers) einen Apfel will, damit es auch mal den Zaun anstreichen darf. Für wie blöd hält uns die Reklameindustrie eigentlich? Mein alter Freund und Kupferstecher Dirk Bockius hat neulich folgende Werbung für Rasensprenger entdeckt: "Verbraucht 30 Prozent weniger Wasser!" Denken die Werbefuzzis wirklich, dass ihre Verblödungsstrategie inzwischen aufgegangen ist? Sind wir so bescheuert? Eine Bank wirbt mit zweistelligenTraumrenditen für ihre Fonds, im Kleingedruckten wird als Referenzrahmen der Zeitraum „1975 bis 2000“ angegeben. Auf der Seite von „Schlaglochpate.de“ hat sich übrigens bisher noch kein einziger Pate eingefunden. Es besteht also noch Hoffnung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5866507546771180455?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5866507546771180455/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/06/werbewahnwitz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5866507546771180455'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5866507546771180455'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/06/werbewahnwitz.html' title='Werbewahnwitz'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-7261803033914038557</id><published>2011-06-10T00:38:00.000-07:00</published><updated>2011-06-12T09:29:43.595-07:00</updated><title type='text'>Die traurigen Kinder des Mauerparks</title><content type='html'>Wie man hört, soll die „Bürgerwerkstatt Mauerpark“ die letzte Ölung erhalten haben, weil die SPD im Senat keine neuen Fördermittel beschaffen konnte. Ist das notwendig? Muss sich die Bürgerwerkstatt auflösen? Müssen wirklich erst 200.000 Euro überwiesen werden, damit Bürger sich für den Mauerpark interessieren und engagieren? Warum arbeitet die Bürgerwerkstatt nicht einfach ehrenamtlich und ohne staatliche Alimentierung weiter wie all die anderen Bürgerinitiativen und Gruppen auch? Wieso braucht ein gutes Dutzend interessierter Bürger überhaupt so ein sündhaft teures Moderatorenteam und einen so üppig bezahlten Planungsapparat wie die Grün Berlin GmbH? Die Werkstattmitglieder könnten sich kostenlos in einem öffentlichen Gebäude (z.B. Schule oder Jugendzentrum) oder einem Gasthaus treffen, um zu diskutieren. Die „Kieze im Dialog“ als Bürgerwerkstattfortsetzung hat sich doch schon einmal auf dem Kinderbauernhof im Mauerpark getroffen - ohne Catering auf Steuerzahlers Kosten. Da bringt man sich eben seine Stulle und seine Thermoskanne Kaffee selbst mit, ist doch kein Problem. Papier und Stifte sind auch privat finanzierbar - und schon kann es mit der Planung weitergehen. Die Aktiven der Bürgerwerkstatt sind erfahren genug in diesen Dingen, sie müssen nicht warten, bis Vati Stadt sie an die Hand nimmt wie unmündige Kinder. Die Werkstatt sollte lernen, sich selbst zu organisieren. Die Passivität und die Anspruchsmentalität, mit der man jetzt Subventionen „von oben“ abwartet, ohne die angeblich die weiteren Gespräche eines Häufleins Bürger unmöglich sind, empfinde ich als peinlich und unreif. Macht euren Plan und kämpft dafür! Stattdessen wird die ganze Energie der Werkstatt für Arien des Selbstmitleids verschwendet. Statt rumzujammern wie ein altes Waschweib, würde ich die Energie lieber in die weitere Arbeit für den Park stecken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-7261803033914038557?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/7261803033914038557/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/06/die-traurigen-kinder-des-mauerparks.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7261803033914038557'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7261803033914038557'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/06/die-traurigen-kinder-des-mauerparks.html' title='Die traurigen Kinder des Mauerparks'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5142208974015738774</id><published>2011-05-30T22:52:00.000-07:00</published><updated>2011-05-30T23:01:38.488-07:00</updated><title type='text'>Was mir neulich einmal aufgefallen ist</title><content type='html'>Warum haben die Kassiererinnen von Aldi eigentlich immer diese perfekt manikürten Fingernägel? Oft sind es ältere Frauen mit zweifelhaften Frisuren, die in den unternehmenstypischen hässlichen dunkelblauen Kitteln an der Kasse sitzen. Die Gesichter sind müde und leer, aber ihre gepflegten Nägel leuchten in ihrer Farbenpracht und Formenvielfalt, als wäre der Billigdiscounter eine Casting-Show. Was treibt diese Frauen an? Ist es ein stiller und verzweifelter Kampf um so etwas wie Würde? Wie Labormäuse müssen sie in Windeseile ihre Arbeit verrichten. Fliegende Hände, die den endlosen Warenwurm an einem Laserstrahl vorbeiziehen; Hände, die von tausend fremden Augen beobachtet werden. Oder ist es der Stolz der Arbeiterin, die mit ihrem prächtigen Nagelschmuck auf die starken Hände verweist, mit denen sie ihr tägliches Industriebrot verdient? So wie Matrosen sich früher den Bizeps tätowieren ließen? Wenn man sie fragen würde, wüssten sie die Antwort nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5142208974015738774?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5142208974015738774/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/05/was-mir-neulich-einmal-aufgefallen-ist.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5142208974015738774'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5142208974015738774'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/05/was-mir-neulich-einmal-aufgefallen-ist.html' title='Was mir neulich einmal aufgefallen ist'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-9174178653250148894</id><published>2011-05-20T00:59:00.000-07:00</published><updated>2011-05-20T01:00:30.305-07:00</updated><title type='text'>Freitag auf der Schönhauser</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Freitag ab 14 Uhr, wenn die Frauen mit den Zwillingskinderwägen und die Japaner schon wieder weg sind, kommen die Vorstadtboys auf die Schönhauser Allee, in Weiß gekleidet (die Farbe der Kapitulation und der geknechteten Massen), Lehre als Maler oder Gas-Wasser-Scheiße, nach Feierabend schön geduscht und dann mit AXE-Duft die Bürgersteige bevölkern, Sprüche klopfen, Bier saufen, die Flaschen zwischen den parkenden Autos zerschmeissen, Leute mit schwarzen Klamotten als linke Zecke beschimpfen, irgendwann wird es dunkel, sie ziehen durch die Kneipen, testosterongesteuerte Gespräche, in der U-Bahn auf dem Weg nach Hause noch ein paar Touris erschrecken, die letzte Zigarette an der Endstation mit den Jungs. &lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-9174178653250148894?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/9174178653250148894/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/05/freitag-auf-der-schonhauser.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/9174178653250148894'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/9174178653250148894'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/05/freitag-auf-der-schonhauser.html' title='Freitag auf der Schönhauser'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1508165507714934913</id><published>2011-05-16T11:10:00.000-07:00</published><updated>2011-05-16T14:48:43.193-07:00</updated><title type='text'>200000</title><content type='html'>&lt;p&gt;Dieser Tage hat die SPD im Berliner Abgeordnetenhaus ernsthaft zweihunderttausend Euro beantragt, um die Arbeit der „Bürgerwerkstatt Mauerpark-Fertigstellung“ weiterzuführen. Zweihunderttausend Euro? Bei uns im Brunnenviertel werden im Sommer das einzige Gymnasium und die einzige öffentliche Kinder- und Jugendbibliothek geschlossen, das Gebäude wird abgerissen. Und für eine Plauderrunde, der nach Austritt zahlreicher Bürgerinitiativen und Bürger längst die gesellschaftliche Legitimität abhanden gekommen ist, werden in einer Pleite-Kommune wie Berlin sechsstellige Summen durch den Schornstein geblasen? Was soll eigentlich noch Gegenstand der Werkstattgespräche sein, wenn die Grundlagen – jener ominöse Bebauungsplan von Herrn Gothe und das Einverständnis des Grundstückseigentümers – inzwischen weggefallen sind? Die bisherige Arbeit der Werkstatt bezieht sich ja explizit auf den Kompromiss „Baurecht gegen Parkfläche“, der jedoch - spätestens nach Präsentation der prämierten Entwürfe im städtebaulichen Wettbewerb - für die Bürger (in der Werkstatt und im formalen Beteiligungsverfahren) nicht akzeptabel war. Es ist nicht nur ein sinnloser und teurer Vorschlag, der von der SPD gemacht wurde – er ist mir auch von den Zahlen her überhaupt nicht eingängig. Was soll an der Fortführung der Bürgerwerkstatt denn so kostspielig sein? Es sind nur drei weitere Veranstaltungen geplant: zwei Werkstattrunden (17. Mai und 8. Juni 2011) und eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse am 27. Juni 2011 (Quelle: Mail von Moderator Seebauer an alle Werkstattmitglieder vom 31. März 2011). Bezahlt werden müssen das Moderationsteam und Professor Lange, dazu ein paar belegte Brötchen und Mineralwasser. Ich habe selbst zehn Jahre Veranstaltungen (wissenschaftliche Tagungen und Workshops) geplant und durchgeführt, daher kenne ich die ungefähren Kosten ganz gut. Wozu braucht man soviel Geld? Wo fließt das hin? Welche Seilschaften werden mit zweihunderttausend Euro alimentiert, wenn die tatsächliche Veranstaltungsreihe nicht mal ein Zehntel kosten dürfte? Es wäre sicher sinnvoller, das Geld erst nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus im September in die Bürgerbeteiligung – ob in Form einer „Werkstatt“ oder wie auch immer – zu investieren. Ich bin jedenfalls am 15. Mai aus der Bürgerwerkstatt ausgetreten. Für derlei absurdes Theater fehlt mir jegliches Verständnis. Und mein Kreuzchen mache ich im September bei einer Partei, die verantwortlich mit meinem Steuergeld umgehen kann.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1508165507714934913?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1508165507714934913/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/05/200000.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1508165507714934913'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1508165507714934913'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/05/200000.html' title='200000'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-579248499053160615</id><published>2011-03-20T23:16:00.000-07:00</published><updated>2011-03-20T23:17:35.148-07:00</updated><title type='text'>Des Pudels Kern</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Früher bedeutete Arbeit Aufstieg, jetzt ist sie ein Kampf gegen den Abstieg geworden. Seit zwanzig Jahren bewegen wir uns beim Einkommen auf der Stelle. Während in anderen Ländern Wirtschaftswachstum auch zu Wohlstandswachstum führt, begnügen wir uns mit den knochentrockenen Zahlen aus dem Wirtschaftsministerium, die uns jährliches Wachstum vorgaukeln. Vielleicht haben viele deshalb den Spaß an der Arbeit verloren, vielleicht ist das einer der Gründe für die Verbitterung vieler Deutscher? In den ersten vierzig Jahren verbanden sich in der Bundesrepublik Demokratie, Arbeitsleistung und wachsender Wohlstand miteinander. Wohlverhalten in Politik und Wirtschaft wurde also belohnt. Dieser Zusammenhang von Verhalten und Belohnung ist seit zwanzig Jahren zerbrochen. Inzwischen hat es auch der Dümmste gemerkt, dass es nicht mehr Netto vom Brutto gibt. Es geht allenfalls seitwärts, bei kollektiven und individuellen Fehltritten auch sehr schnell abwärts (Insolvenz, Hartz IV). Ist das des Wutbürgers Kern? Und was macht der Wutbürger, wenn dereinst jemand kommt und ihm die lang ersehnte Belohnung verspricht?&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-579248499053160615?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/579248499053160615/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/03/des-pudels-kern.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/579248499053160615'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/579248499053160615'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/03/des-pudels-kern.html' title='Des Pudels Kern'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3431472288336548814</id><published>2011-03-19T10:30:00.000-07:00</published><updated>2011-03-28T06:59:02.400-07:00</updated><title type='text'>Der Mauerpark als Stummfilm</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Manchmal schalte ich beim Fernsehen den Ton aus, denn oft wirkt die Sendung ohne Stimmen, Geräusche und Hintergrundmusik ganz anders. Eine sehr aufschlussreiche Erfahrung, weil unsere Aufmerksamkeit auf Mimik, Gestik oder den Abendhimmel über einer fernen Stadt gelenkt wird. Auch wenn man sich mit Berliner Lokalpolitik befasst, hilft es durchaus, wenn man gelegentlich mal den Ton abstellt und sich darauf konzentriert, was tatsächlich passiert. Schnell wird man feststellen, dass in Berlin sehr viel und vor allem sehr aufgeregt geredet wird. Es geht um das Grundsätzliche, das Große, das Epochale, kurz: es geht um alles - auch wenn es nur um die Schließung eines Postamts geht.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Der Mauerpark ist das beste Beispiel. Gerade haben sich die Stadtindianer, das linksalternativ angehauchte Prärievolk aus dem Prenzlauer Berg, mit der US-Kavallerie unter dem Befehl von General Gothe eine wortreiche und langwierige Redeschlacht in Sachen Bebauung oder nicht geliefert. Nun sind alle Beteiligten erschöpft. Die Vivico hat sich enttäuscht und schmollend in ihr Fort zurückgezogen und beklagt die entstandenen schmerzlichen Verluste (400.000 Ocken, die dem Konzern beim nächsten Jahresgewinn fehlen werden - die Bebauungskritiker sollten sich schämen!). Ein müder und kraftloser Baustadtrat verschiebt die Entscheidung auf das nächste Jahr. Die Bürgerinitiativen, geteilt in verschiedene Stämme mit unterschiedlichen Sitten und Gebräuchen, wirken nach der Auseinandersetzung geradezu konsenssüchtig und wollen sich alle wieder lieb haben. Nach dem Schlachtgetümmel ist überall Ernüchterung eingetreten. Sieger und Verlierer sind nicht auszumachen, nachdem sich der Pulverdampf gelegt hat.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Lassen wir doch den Mauerpark mal als Stummfilm an uns vorüber ziehen. Letztes Jahr um diese Zeit sah er genauso aus wie jetzt. Vorletztes Jahr sah er aus wie letztes Jahr und nächstes Jahr um diese Zeit wird er wieder so aussehen: Flohmarkt und Karaoke, Basketball und Sonnenbad, Mauersegler und Radfahrer. Es ändert sich viel weniger als man denkt. So ist Berlin. Und die Beispiele für diese von lärmender Rhetorik begleitete Lahmarschigkeit sind zahlreich: Bahnhofsviertel in Mitte nicht fertig, Flughafen auch zwanzig Jahre nach der Einheit noch auf Provinzniveau, der Schlossplatz auf der Museumsinsel eine Wiese. Und das ist nur der Bereich Stadtentwicklung. Aber mit seiner großen Schnauze ist der typische Berliner, geblendet vom Glanz seiner angeblichen Wichtigkeit, mindestens auf Weltniveau. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3431472288336548814?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3431472288336548814/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/03/der-mauerpark-als-stummfilm.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3431472288336548814'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3431472288336548814'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/03/der-mauerpark-als-stummfilm.html' title='Der Mauerpark als Stummfilm'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-6885663294353040916</id><published>2011-03-18T05:06:00.000-07:00</published><updated>2011-03-18T05:07:15.743-07:00</updated><title type='text'>Berliner Originale</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der Schlange beim Bäcker steht eine Frau hinter mir und klagt mir alsbald ihr Leid. Sie ist Rentnerin und braucht ein künstliches Hüftgelenk. Zuvor müsse sie aber abnehmen, was ihr schwer falle. Der kurze Dialog mündet in ihrem Statement: „Vor 25 Jahren wollte ich vom Balkon springen, jetzt komme ich nicht mehr über die Brüstung.“ &lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-6885663294353040916?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/6885663294353040916/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/03/berliner-originale.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6885663294353040916'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6885663294353040916'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/03/berliner-originale.html' title='Berliner Originale'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3088910258449197175</id><published>2011-03-18T00:38:00.000-07:00</published><updated>2011-03-18T00:40:05.220-07:00</updated><title type='text'>Chance verpasst</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;Guido Westerwelle bezeichnet sich selbst gerne als „Freiheitsstatue dieser Republik“. In der UN-Abstimmung zu Libyen hätte er in dieser Nacht die Chance gehabt, etwas für die Freiheit zu tun. Gerade in dem Land, in dem Hitlers Armee in blutigen Schlachten gegen die Demokratie gekämpft hat, könnten Deutsche nun die Revolutionäre beim Kampf um Freiheit und Menschenrechte unterstützen. Sie tun es nicht. Stattdessen hat sich Deutschland in der Abstimmung feige enthalten, gemeinsam mit Russen und Chinesen. Ein weiteres Armutszeugnis dieser Regierung, das niemand überrascht haben dürfte. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3088910258449197175?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3088910258449197175/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/03/chance-verpasst.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3088910258449197175'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3088910258449197175'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/03/chance-verpasst.html' title='Chance verpasst'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-2361262306725553863</id><published>2011-03-17T12:28:00.000-07:00</published><updated>2011-03-17T12:30:42.957-07:00</updated><title type='text'>Mut statt Merkelopportunismus</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der erste Schritt ist immer der schwerste. Noch schwerer ist es, den ersten Schritt in einer Gruppe zu machen. Deutschland steht jetzt nicht nur vor der Aufgabe, das atomare Abenteuer zu beenden, sondern als große Industrienation die Möglichkeit eines Lebens nach der Plutoniumsucht zu wagen. Ein mutiger Schritt nach vorne ist gefragt. Und manchmal ist es eben so, dass man sich nicht lange umblicken darf. Natürlich kommen jetzt die Argumente der rückgratlosen Schleimer und Bedenkenträger, der Guttenberg-Facebook-Fangemeinde und der bezahlten Kläffer der Atomindustrie: Die Glühbirnen gehen aus und wir sitzen bei Kerzenschein in der kalten Küche, weil langhaarige Bombenleger uns alle in die kommunistische Steinzeit zurück agitieren und demonstrieren wollen, das alles wird total teuer und wir sind auf diesem Weg ganz alleine. (die Rechten appellieren immer zuerst an die Brieftasche und den drohenden Verlust bürgerlicher Alltagsroutinen, dann an das Herz - schließlich sterben in diesem Augenblick nur irgendwelche Schlitzaugen, Arier erfreuen sich der angeblich sichersten AKW der Welt, drunter haben wir es ja noch nie gemacht)&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Erstens mal sind wir nicht alleine, wenn wir den Mut aufbringen, eine technologische Fehlentwicklung zu beenden (so wie in der Vergangenheit politische Fehlentwicklungen wie Sklaverei oder Monarchie beendet wurden). Etliche Nationen sind bereits ausgestiegen. Und zweitens werden uns in Zukunft viele Länder auf diesem Weg folgen - im übrigen, das sei nur zur Beruhigung der hasenherzigen Brieftaschenfraktion gesagt, wird uns genau dieser Schritt als Weltmarktführer im Bereich nachhaltiger Energien ökonomisch voranbringen. Nach Fukushima wird man uns die von den Rechten so oft belächelten und verhöhnten Windräder und Solarzellen aus den Händen reißen.&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-2361262306725553863?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/2361262306725553863/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/03/mut-statt-merkelopportunismus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/2361262306725553863'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/2361262306725553863'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/03/mut-statt-merkelopportunismus.html' title='Mut statt Merkelopportunismus'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1846841043134826766</id><published>2011-03-17T00:29:00.000-07:00</published><updated>2011-03-17T00:30:26.709-07:00</updated><title type='text'>Die aufgehende Sonne</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;Wir kennen das Phänomen aus unserem Alltag: Die Leute wissen seit Jahren, das eine bestimmte Straße, eine Kurve sehr gefährlich ist. Sie fordern einen Zebrastreifen oder ein Tempolimit an dieser Stelle, aber nichts passiert. Dann stirbt ein Kind bei einem Unfall an genau dieser Stelle - und plötzlich reagieren die Behörden, der Zebrastreifen wird endlich auf den Asphalt gemalt. Als seien wir immer noch Heiden, müssen wir Opfer bringen. Das Unglück muss offensichtlich erst Wirklichkeit werden, bevor wir unserem Verstand trauen. Das gleiche Phänomen lässt sich jetzt in der Atomkraftdebatte beobachten, nachdem in Japan ein AKW explodiert ist. Immer muss etwas Schreckliches passieren, damit unser Denken die Richtung wechseln kann. Jetzt ist es hoffentlich soweit, die energiepolitische Wende zu schaffen. Weg von der Atomenergie, die - angefangen mit der ersten öffentlichen „Präsentation“ in Hiroshima über Tschernobyl bis zum Endpunkt Fukushima - eine Sackgasse gewesen ist, hin zu den Energiequellen unserer Vorfahren: Wind, Wasser, Sonne. Kombiniert mit modernster Technologie haben wir nicht nur eine gefahrlose Energiequelle (die sich viele Menschen sogar in Form von Solarzellen auf die eigenen Dächer schrauben, während doch selbst die Atomkraftfans nicht in der Nähe der Kraftwerke wohnen wollen), sondern werden im Laufe der Zeit auch unabhängig von russischem Gas und arabischem Öl. Japan wird das Land der aufgehenden Sonne genannt, die rote Morgensonne ist das nationale Symbol. Diese Sonne ist auch das Zeichen einer Wende hin zu den natürlichen Energiequellen. Der Wind gehört niemandem, die Sonne scheint, ohne das wir eine Münze einwerfen müssen. Vielleicht geht uns jetzt ein Licht auf? &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1846841043134826766?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1846841043134826766/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/03/die-aufgehende-sonne.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1846841043134826766'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1846841043134826766'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/03/die-aufgehende-sonne.html' title='Die aufgehende Sonne'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3555990437101906271</id><published>2011-03-06T09:05:00.000-08:00</published><updated>2011-05-15T08:11:42.627-07:00</updated><title type='text'>Zwischen Raufasertapete und Schmirgelpapier</title><content type='html'>&lt;p&gt;Wenn es um den wichtigsten Unterschied im historischen Kampf zwischen Kommunismus und Kapitalismus, zwischen Ost und West geht, wird vieles ins Feld geführt: Irgendwelche Wirtschafts- und Sozialordnungen, die von unterschiedlichen Bürokratien ausbaldowert wurden, der Stand der Computerspieltechnik, die Zahl siegreicher schnurrbärtiger Speerwerferinnen oder irgendwelche Scheißargumente, die sowieso keiner hören will. Warum der Osten wirklich verloren hat, wurde mir bei meiner ersten Reise hinter den sogenannten „Eisernen Vorhang“ Anfang der Achtziger deutlich. Wir hatten am Grenzübergang Friedrichstraße 25 DM in Ostgeld tauschen müssen und mit dem Spielgeld ging es dann in Kneipen und Restaurants, um es wieder auszugeben. Und irgendwann hast du einfach zu viel gefressen und gesoffen, dann gehst du auf das erste kommunistische Scheißhaus deines Lebens. Was soll ich sagen? Das Klopapier war einfach nicht zum Aushalten, das ging echt gar nicht. Wenn du die Wahl hast zwischen dreilagigen Analzärtlichkeiten im güldenen Westen und dieser Zonenmischung aus Raufasertapete und Schmirgelpapier, dann fällt dir die Entscheidung zwischen zwei Systemen nicht schwer. Und als die Mauer 1989 fiel, war es nur eine Frage der Zeit, bis alle es begriffen hatten. Der Rest ist Geschichte.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3555990437101906271?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3555990437101906271/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/03/zwischen-raufasertapete-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3555990437101906271'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3555990437101906271'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/03/zwischen-raufasertapete-und.html' title='Zwischen Raufasertapete und Schmirgelpapier'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5859787915728625021</id><published>2011-02-27T02:31:00.000-08:00</published><updated>2011-02-28T08:35:44.379-08:00</updated><title type='text'>Alles wunderbar in Höhle 65</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;Dieser unvergessliche Abend gehörte einem Mann allein: Martin Seebauer. Er nennt sich selbst bescheiden Moderator, in Wirklichkeit ist er eine Mischung aus Dompteur und Magier, ein Entertainer der alten Schule, ein Peter Frankenfeld der Stadtentwicklung. Gleich zu Anfang zauberte er zwei Highlights aus dem Hut, die schon zu Beginn für richtig Stimmung im vollbesetzten Saal sorgten. Für die zahlreich angereisten Pressevertreter hatte er den guten alten Maulkorb der preußischen Zensur mitgebracht, das Fotografieren war verboten. Herr Seebauer ließ zu dieser Frage das Publikum abstimmen, eine Mehrheit fand sich für die Pressefreiheit. Das passte dem Moderator aber nicht, also ließ er noch einmal abstimmen. Diesmal nur die Mitglieder der Bürgerwerkstatt, die den Maulkorberlass auch prompt bestätigten. Die Presse knipste dennoch und einige Spaßvögel holten ihre Handys und Fotoapparate heraus, knipsten ebenfalls und riefen lachend “Beweisfoto, Beweisfoto!” Alsdann wandte sich der Moderator mit einem schalkhaften Lächeln den gewählten Volksvertretern zu. Mitglieder der BVV Mitte und der BVV Pankow, andere Politiker - sie alle hatten eine schriftliche Einladung zur öffentlichen Präsentation des abgeschlossenen städtebaulichen Wettbewerbs erhalten. Nun sollte einzeln von der Bürgerwerkstatt darüber abgestimmt werden, ob sie im Saal geduldet wurden. Ein beschämendes, unwürdiges Spektakel, dass die Politik vehement und zu Recht abbrach. Sieht so die Gastfreundschaft der Bürgerwerkstatt aus? Man sollte doch froh sein, dass sich Politik und Presse, dass sich die Öffentlichkeit für den Mauerpark interessiert. Wer auf diese Weise seine Gäste behandelt, wird bald sehr einsam sein. Und diese Umgangsformen zogen sich nahtlos durch die ganze Veranstaltung durch. Zu Wortbeiträgen der Gäste gab es von Seiten der Werkstattmitglieder Kommentare wie “Halt’s Maul!” und “Halt die Fresse!” Offenbar beginnt nun die jakobinische Schlussphase der Werkstattfraktion. Am Ende kam es zu tumultartigen Szenen. Die Beteiligten brüllten sich in einem Tonfall und einer Lautstärke gegenseitig nieder, die selbst für die bisweilen rauen Umgangsformen in der Bürgerwerkstatt einmalig waren. O-Ton eines “Dialogs” zwischen einer etwa fünfzigjährigen Frau und einem gleichaltrigen Mann: “Heul doch!” - “Heul du doch!” Der Verfasser dieser Zeilen hat lange überlegt, wann er zuletzt einer Auseinandersetzung auf diesem argumentativen Niveau und mit diesem Erlebniswert beiwohnen durfte, und erinnerte sich dabei zurück an seine Grundschultage. Es war einfach groß, es hatte die expressionistische Wucht eines frühen Stummfilms. Momente, eines Dostojewski würdig, wenn Menschen schreiend durch den Saal laufen, sich die Haare raufen oder sich mit beiden Händen das Gesicht halten wie auf Edvard Munchs Bild "Der Schrei".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Die gesamte Bürgerwerkstatt war übrigens laut Vorstellung des Verfahrens vom 15.9.2010 auf sieben Veranstaltungen ausgelegt. Die Präsentation des Jury-Entscheids zum städtebaulichen Wettbewerb am 21.2.2011 war die siebte Veranstaltung und damit der Abschluss des Werkstattzyklus. Auf Wunsch einer Mehrheit der Bürgerwerkstatt soll die Arbeit jedoch fortgesetzt werden, Bezirksbaustadtrat Gothe wird vermutlich weitere Gelder zur Verfügung stellen. Das ist nicht selbstverständlich, schließlich muss er das ja nicht. Es zeigt aber, dass Herr Gothe mit der Arbeit der Werkstatt zufrieden ist. Offensichtlich wird hier ganz in seinem Sinne gearbeitet. So spielen die Großen mit den Kleinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Wie geht es weiter? Nach den Wahlen zum Abgeordnetenhaus im September wird es eine Entscheidung der BVV Mitte zur Bebauung des Mauerparks geben. Der Senat hat es abgelehnt, über die Änderung des Flächennutzungsplans Einfluss auf das Verfahren zu nehmen und überlässt die Entscheidung dem Bezirk. Herr Gothe hat auf einer BVV-Sitzung gesagt, er rechne in Sachen Baubeginn mit 2012. Was gebaut wird, wissen wir seit der denkwürdigen Sitzung vom 21. Februar. Sämtliche gezeigten Entwürfe, die prämierten und die nicht-prämierten, sehen eine massive Bebauung der westlichen Parkhälfte mit Hochhäusern vor. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;P.S.: Sehr aufschlussreich war das Verhalten der Vivico-Gesandten, die in diesem Showprogramm den Grundstückseigentümer aus dem fernen Wien vertraten. Sie schwiegen während der vier Stunden eisern, auf die Bitte zu einem Kommentar ließen sie sich noch nicht einmal zu einem “Nein” herab, sondern schüttelten nur stumm die Köpfe. Erst als der talentierte Mr. Seebauer dem Publikum den Tipp gab, eine konkrete Frage an die Herren von der Zeitsparkasse zu formulieren, gab es einen dürren Hinweis. Man sei Immobilienhändler und könne sich jederzeit auch einen Verkauf des Geländes oder einen Gebietstausch vorstellen. Ein Interesse am Dialog mit den Bürgern sieht anders aus. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5859787915728625021?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5859787915728625021/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/02/alles-wunderbar-in-hohle-65.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5859787915728625021'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5859787915728625021'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/02/alles-wunderbar-in-hohle-65.html' title='Alles wunderbar in Höhle 65'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-948400802900493910</id><published>2011-02-24T15:41:00.000-08:00</published><updated>2011-02-25T14:10:17.358-08:00</updated><title type='text'>+++ breaking news +++</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gaddafi wurde der Doktortitel der Universität Tobruk entzogen, er weigert sich aber immer noch zurückzutreten.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-948400802900493910?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/948400802900493910/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/02/breaking-news.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/948400802900493910'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/948400802900493910'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/02/breaking-news.html' title='+++ breaking news +++'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-2231804743449854638</id><published>2011-02-22T07:45:00.000-08:00</published><updated>2011-02-22T10:22:56.008-08:00</updated><title type='text'>Nachtrag zum Thema "ehemalige Hoffnungsträger der CSU"</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Täter ist endlich geständig und erspart uns die würdelose Prozedur des Schuldnachweises in einer eindeutigen Angelegenheit. Nun denken viele, damit sei die Sache ausgestanden. Sie vergessen, dass Guttenbergs Dissertationsversuch auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht. Er hat sich widerrechtlich geistiges Eigentum angeeignet. Er hat die Urheberrechte zahlreicher Autoren verletzt und damit ihr persönliches Recht an ihrem Erzeugnis, in diesem Falle an einem Text. Wo genau ist der Unterschied zum Ladendiebstahl? Für mich als Laie ist klar, das jede Form von Diebstahl Konsequenzen nach sich ziehen muss. Ob ich jetzt im Supermarkt Kartoffeln mitgehen lasse, ein Auto aufbreche, einem Wissenschaftler die Erfindung klaue oder in anderen Ländern billige Plagiate von Originalprodukten herstelle - immer hat die Tat eine strafrechtliche Relevanz und ist eben kein Kavaliersdelikt. Guttenberg hat über hundert Mal geistiges Eigentum gestohlen, er gilt somit als typischer Fall eines Serientäters (immerhin hat er nach eigenen Aussagen sieben Jahre an dieser "Doktorarbeit" geschrieben, er blickt also als Kleinkrimineller durchaus auf eine bewegte Vergangenheit zurück). Interessanterweise sind es an diesem Punkt, wo es doch eigentlich um Privateigentum, um den Schutz des persönlichen Besitzes vor dem Zugriff Fremder geht, gerade die Konservativen, die sich einer kommunistischen Argumentationslinie bedienen: Eigentum ist Diebstahl, alles gehört allen, jeder hat doch schon mal vom anderen einen Text geklaut. Wie groß muss die Not der Rechten sein?! Wer unsere Rechtsordnung und ihren Schutz des Privateigentums ernst nimmt, wird erst nach der Aburteilung des ehemaligen Dr. Guttenberg wirklich zufrieden sein können. Es sind ja schon einige Strafanzeigen gegen ihn gestellt worden - und spätestens mit dem Urteilsspruch endet seine peinliche Zeit als Bundesverteidigungsminister. FJS 1962 lässt grüßen … Eigentlich ist die Causa Guttenberg schon abgehakt, nächster Halt der seit erfreulich langer Zeit andauernden Arschloch-go-home-Tour (Köhler, Koch, Mubarak e tutti quanti): Gaddafi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-2231804743449854638?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/2231804743449854638/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/02/nachtrag-zum-thema-ehemalige.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/2231804743449854638'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/2231804743449854638'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/02/nachtrag-zum-thema-ehemalige.html' title='Nachtrag zum Thema &quot;ehemalige Hoffnungsträger der CSU&quot;'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1235851824345348082</id><published>2011-02-18T11:08:00.000-08:00</published><updated>2011-02-19T12:57:10.744-08:00</updated><title type='text'>Der Lügenbaron</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt ist er endlich in der CSU angekommen: der Liebling der Konservativen, die bajuwarische Wichsvorlage für notgeile Katholiken: “Doktor zu Googleberg” (blick.ch). Machen wir uns nichts vor, die Beweise sind erdrückend, die Promotionsordnung der Universität Bayreuth und die einschlägigen Gerichtsurteile sprechen eine klare Sprache. Der Bundesverteidigungsminister ist mit runtergelassenen Hosen erwischt worden. Er hat gelogen, betrogen und sein Ehrenwort gebrochen. Und alle Welt weiß das. Da helfen auch weitere Ausflüchte und neue Lügengeschichten nicht mehr weiter. Dass “Dr.” Guttenberg überrascht von den Vorwürfen ist, zeigt nur eins: Er wusste wirklich nichts davon, weil er die Dissertation gar nicht selbst geschrieben hat. Was die Sache noch schlimmer macht. Falls es tatsächlich noch Recht und Gesetz in dieser Bananenrepublik geben sollte, werden dem feinen Freiherrn demnächst die akademischen Schulterstücke herunter gerissen. Degradiert hatte er bisher nur seine Mitarbeiter im Verteidigungsministerium - jetzt ist er selbst dran. Aber er passt damit nahtlos in die Parteigeschichte der CSU, die eine Geschichte der Skandale und dreisten Gesetzesbrüche ist. Von der Spiegel-Affäre eines Franz-Josef Strauß bis zur Zerstörung der Bayrischen Landesbank. Er wird ein guter Ministerpräsident von Bayern werden, in die Alpen-Mafia passt er geschmeidig hinein wie ein geklauter Textbaustein. Auf seiner Homepage lobt sich der Lügenbaron selbst ob seiner “Prinzipienfestigkeit und Grundsatztreue”. Wer so das Maul aufreißt und seine hochmoralische Glaubwürdigkeit wie eine Monstranz vor sich her trägt, darf sich dann aber auch nicht erwischen lassen. Aus Berliner Perspektive bleibt zu sagen: Gutti, go home! &lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1235851824345348082?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1235851824345348082/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/02/der-lugenbaron.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1235851824345348082'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1235851824345348082'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/02/der-lugenbaron.html' title='Der Lügenbaron'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-4795947229746166310</id><published>2011-02-17T22:30:00.000-08:00</published><updated>2011-02-20T09:26:45.969-08:00</updated><title type='text'>Reden und Handeln</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;Es ist naiver Kinderglaube, wenn man einem wandelnden Betonmischer wie Gothe mit Argumenten kommen möchte. In der Politik geht es nun mal nicht um die besseren Argumente, sondern um Macht, die Macht Dinge verändern zu können. Politische Reden, z.B. im Bundestag oder in Talkshows, sind nur Inszenierungen von Politik. Darum folgt den “Sonntagsreden” ja auch nie eine Tat. Das Reden kann man sich also sparen, das gleiche gilt für Unterschriftensammlungen, Demonstrationszüge und Flugblätter. Das stärkt vielleicht den Zusammenhalt der Gruppe, den politischen Gegner beeindruckt es nicht. Man kann also Gothe nicht &lt;em&gt;ausreden&lt;/em&gt;, den Park zu bebauen - man muss es ihm &lt;em&gt;verbieten&lt;/em&gt;. Dazu ist die BVV Mitte und das Abgeordnetenhaus Berlin aufgefordert, die Bevölkerung hat dazu eine glasklare Meinung: Keine Bebauung. Und wenn sich der Bürgerwille auf demokratischem und legalem Wege nicht durchsetzen lässt, ist ziviler Ungehorsam die Folge. Dann haben wir im Mauerpark eine Hochsicherheitsbaustelle mit Polizeischutz und Überwachungskameras wie am Stuttgarter Hauptbahnhof.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-4795947229746166310?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/4795947229746166310/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/02/reden-und-handeln.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4795947229746166310'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4795947229746166310'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/02/reden-und-handeln.html' title='Reden und Handeln'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-8066343814676342218</id><published>2011-02-16T23:03:00.000-08:00</published><updated>2011-02-16T23:22:15.745-08:00</updated><title type='text'>Volksverarschung á la Gothe</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Am Anfang hatte man schon eine dunkle Vorahnung, jetzt weiß man wie der Film ausgehen wird. Das Raubtier macht seine Beute und die Schafe flennen im Chor. Es war ein ausgemachtes Spiel, das im vergangenen Jahr von der vivico und Herrn Gothe begonnen wurde. Der Mauerpark soll endlich verwertet werden (von Flohmärkten, Karaoke-Dilettanten und Frisbee-Spielern haben nämlich weder die Unternehmen noch die Steuereintreiber was), die Kapitalfraktion hat Hunger bekommen und die SPD ist traditionell ganz vorne dabei, wenn es um die Fütterung mit Profiten geht. Dafür ist die Partei in Mitte sogar bereit, in einem Wahljahr wertvolle Stimmen enttäuschter Bürger zu verlieren. Das Bau-Unternehmen und die SPD-Verwaltung gehen Hand in Hand durch den Park - nur der Bürger stört noch ein bisschen. Aber für die lästigen Anwohner, Parknutzer und BI-Aktivisten gibt es Mittel zur Beruhigung und Ablenkung. Es nennt sich Bürgerbeteiligung, früher hätte man es frei nach Schnauze “Volksverarschung” genannt. Den einen bietet man Workshops an, in denen sie Ideen für die Parkgestaltung erarbeiten. Den anderen bietet man an, schriftliche Einwände gegen die Bebauung zu formulieren. Beides sind und waren Beschäftigungstherapien, deren Ergebnisse am Ende kalt lächelnd in den Papierkorb gewandert sind. Den Menschen von der Bürgerwerkstatt hat man das Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs vor den Latz geknallt, den Menschen beim schriftlichen Verfahren erklärt, sämtliche Argumente tausender Bürger seien für die Planung irrelevant - der Bürgerwille wurde in beiden Fällen komplett ignoriert. Das einzige greifbare Ergebnis der ganzen Aktion ist, dass sich die Gegner der Bebauung nun in den Haaren liegen. Sie haben sich in feindliche Fraktionen aufgespalten, die sich in Veranstaltungen und in hasserfüllten öffentlichen Statements gegenseitig beschimpfen und so wertvolle Energie für den Kampf gegen die Bebauung verschwenden. Vivico und Gothe lachen sich doch ins Fäustchen - immerhin haben sie die Spaltung und Schwächung ihrer Gegner erreicht, konnten durch Ablenkungsmanöver Zeit gewinnen und werden bald mit einem Wolfslächeln zur Grundsteinlegung im Mauerpark schreiten. Die Schafe dürfen später den Beton anblöken. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-8066343814676342218?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/8066343814676342218/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/02/volksverarschung-la-gothe.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/8066343814676342218'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/8066343814676342218'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/02/volksverarschung-la-gothe.html' title='Volksverarschung á la Gothe'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5167927474248089695</id><published>2011-02-12T04:04:00.000-08:00</published><updated>2011-02-12T04:05:11.106-08:00</updated><title type='text'>Ein Mann macht Geschichte</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als David Hasselhoff 1989 mit „Looking for Freedom“ einen Welthit landete, fiel die Berliner Mauer. Im Februar 2011 ist „The Hoff“, wie seine Fans ihn nennen, auf Deutschland-Tournee und in der arabischen Welt können die Diktatoren reihenweise ihre Sachen packen. Wirklich nur Zufall? Und was hat der Star aus „Knight Rider“ und „Baywatch“ als nächstes vor?&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5167927474248089695?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5167927474248089695/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/02/ein-mann-macht-geschichte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5167927474248089695'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5167927474248089695'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/02/ein-mann-macht-geschichte.html' title='Ein Mann macht Geschichte'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-2826478348647251194</id><published>2011-01-17T10:38:00.000-08:00</published><updated>2011-01-17T10:40:14.778-08:00</updated><title type='text'>Publikumsbeschimpfung</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;„Ihr jungen Leute, Ihr wisst doch gar nichts vom Leben. Ihr wisst gar nicht wie das ist. Ich hab auf‘m Alex Halsketten aus Klosteinen verkauft. An japanische Touristen. So weit unten war ich! Ich kann Panflöte spielen - wenn Ihr wisst, was ich meine. Macht Ihr euch eigentlich eine Vorstellung, wie Menschen wie ich in den siebziger Jahren aufgewachsen sind? Als ich ein Kind war, gab es nur drei Fernsehprogramme. Am Nachmittag begannen die Übertragungen, um Mitternacht war meistens Schluss. Wir hatten zu Hause ein Schwarz-Weiß-Gerät ohne Fernbedienung. Die Familienkutsche war ein Peugeot 404, ohne Airbag, Sicherheitsgurte und Nackenstützen, ohne Elektronik und Navi, eine Nuckelpinne, die im Vergleich zu heutigen Autos eine echte Todesfalle war. Das Urlaubs-Highlight meiner Kindheit war eine Flugreise nach Mallorca und zwei Wochen im Club Neckermann. Es sollte mein einziger Flug bis zum 18. Geburtstag bleiben. Ich habe am Fernseher "Pong" gezockt, das erste Videospiel der Welt. Links und rechts ein weißer Balken, zwischen denen ein weißes Viereck hin und her hüpfte. Das iPhone, Die Grünen und Hartz IV waren noch nicht erfunden. Und dabei bin ich noch nicht mal im Osten aufgewachsen, das ist ja der Witz! Da kommt man sich vor, als wäre man aus Albanien oder Nepal. Für die Kids von heute sind die Alten aus einem anderen Universum. Aber Ihr werdet euch noch wundern. Wenn das letzte Spongbob-Eis in irgendeinem ultracoolen Projektmeeting gelutscht ist, wenn die letzte Dschungelprüfung von Guido Westerwelle absolviert ist, wenn die letzte Rate deines Klopapierhalters von Manufaktum bezahlt ist, werdet Ihr merken, … werdet Ihr merken … Ja, was eigentlich? Werdet Ihr merken, dass meine Generation längst verschwunden ist.“ &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-2826478348647251194?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/2826478348647251194/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/01/publikumsbeschimpfung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/2826478348647251194'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/2826478348647251194'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/01/publikumsbeschimpfung.html' title='Publikumsbeschimpfung'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-8211818358498474519</id><published>2011-01-17T10:36:00.000-08:00</published><updated>2011-01-17T10:38:03.009-08:00</updated><title type='text'>Dreizehn sein</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;Wenn du dich vom Fußballverein abgemeldet hast&lt;br /&gt;Und jetzt nur noch am PC oder vor der PS hängst&lt;br /&gt;Das ist 13&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn du Zahnklammern trägst&lt;br /&gt;Aber sowieso nicht sprechen willst&lt;br /&gt;Das ist 13&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn du nachts aus dem Haus schleichst&lt;br /&gt;Um mit Kumpels auf einer Baustelle Zigaretten zu rauchen&lt;br /&gt;Das ist 13&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn du die Hintern der Mädels mit deinen Freunden diskutierst&lt;br /&gt;Und nachmittags immer noch Schiffsmodelle zusammen baust&lt;br /&gt;Das ist 13&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn du mit deinem Klapprad unterwegs bist&lt;br /&gt;Und beim Anblick der sonnengebräunten Alphatiere am Baggerseestrand den bohrenden Schmerz mangelnder Coolness für alle Zukunft zu ertragen lernst&lt;br /&gt;Das ist 13 &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-8211818358498474519?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/8211818358498474519/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/01/dreizehn-sein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/8211818358498474519'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/8211818358498474519'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/01/dreizehn-sein.html' title='Dreizehn sein'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-6521233081132521454</id><published>2011-01-17T10:34:00.000-08:00</published><updated>2011-01-17T10:35:34.125-08:00</updated><title type='text'>Joseph Roth</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Joseph Roth hat seinen „Radetzkymarsch“ in „Mampes Gute Stube“ auf dem Ku‘Damm zwischen Joachimsthaler Straße und Gedächtniskirche geschrieben, gelebt hat er oft in einem Hotel am Bahnhof Zoo. In der Kneipe leben, in der Kneipe schreiben …&lt;br /&gt;Derzeit lese ich seine Biographie und stelle natürlich auch Vergleiche an, selbst wenn es albern erscheint. Aber ich habe genug Jahre auf dem Buckel, um nach Parallelen zu suchen (und mich dabei freilich in viele Parallelen hineinträume). Da ist zunächst mal das Alter, das Roth interessant macht. Er hat seinen 45. Geburtstag nicht mehr erlebt, ich kann im Sommer 45 Jahre alt werden. Er trinkt und schreibt, das tue ich auch. Allerdings trinkt er mehr und schreibt besser. Er ist aus einer weit entfernten Provinzkleinstadt in die große Stadt gegangen, arbeitet zugleich als Journalist und Schriftsteller. Gescheiterte Liebe, keine Kinder. Da kommt einiges zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Einzelgänger, der einen großen Freundeskreis hat und im Wirtshaus erst richtig auflebt. Der Alkohol wiederum als Droge der Einzelgänger. Der Wechsel aus Aufnehmen (das Material der Stadt: die Geschichten, die Orte, die Sinneseindrücke) und Äußern (Text). Grundsätzliche und innere Einsamkeit - auch im größten Trubel - als Voraussetzung der Entäußerung. Das Schreiben als einzig mögliche Form der Mitteilung ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon klar, mein Freund! Aber ich bin an einem Punkt, an dem ich mich frage, warum ich anderen Menschen überhaupt Geschichten schreiben soll. Wem hätte ich etwas mitzuteilen? Einsamkeit wird mir immer mehr zum Genuss, zum vollendeten Zustand. Allein, frei, geborgen - ein Tag zu Hause ohne Termine und Gespräche. Das Leben eine Kette schöner Tage, ohne die Arbeit an irgendwelchen nutzlosen Texten, ganz nebenbei Roth altersmäßig passierend, auf dem Weg zu neuen Helden. Wie alt wurden eigentlich Schiller und Pessoa? &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-6521233081132521454?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/6521233081132521454/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/01/joseph-roth-hat-seinen-radetzkymarsch.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6521233081132521454'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6521233081132521454'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/01/joseph-roth-hat-seinen-radetzkymarsch.html' title='Joseph Roth'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1787544010143217787</id><published>2011-01-07T04:35:00.000-08:00</published><updated>2011-01-08T18:17:37.593-08:00</updated><title type='text'>Mach das Radio lauter!</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Liebe Freunde der gepflegten Hörfunkunterhaltung,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;es ist mir eine große Freude, Euch eine Radiosendung direkt aus dem Herzen des Brunnenviertels anzukündigen. Der Sender "Alex" (Voltastraße 5) überträgt live, in Farbe und in alle Welt eine Stunde mit flotter Musik und tiefsinnigen Gesprächen. Moderator Rolf Gänsrich, in Berlin bekannt als Journalist, Kleinbühnenagitator und "Nächste Ausfahrt Wedding"-Führer, hat den Kiezschreiber in seine Sendung eingeladen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Donnerstag, den 13. Januar 2011, 13 - 14 Uhr: "O.K. beat"&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Sender: "Alex auf 88vier"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Antenne: 88,4 MHz und 90,7 MHz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Livestream auf &lt;a href="http://www.alex-berlin.de/radio"&gt;www.alex-berlin.de/radio&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Völker, hört die Signale! &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1787544010143217787?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1787544010143217787/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/01/mach-das-radio-lauter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1787544010143217787'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1787544010143217787'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2011/01/mach-das-radio-lauter.html' title='Mach das Radio lauter!'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-4699201707304547642</id><published>2010-12-30T04:03:00.000-08:00</published><updated>2010-12-30T10:35:49.167-08:00</updated><title type='text'>2011</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Jahreswechsel sind immer auch Zeiten der Prognosen gewesen und so möchte ich mich auch einmal an diesem Spiel versuchen, um in einem Jahr sehen zu können, wie viel von diesem Glaskugelspiel der Wirklichkeit entsprochen hat. Kommen wir zu einer einfachen Prognose: Das bürgerliche Lager (wo immer die „Mitte“ beschworen wird, was im Wedding durchaus befremdliche Gefühle auslösen kann - schließlich gibt es Alt-Mitte oder Mitte-Mitte und Neu-Mitte, die in alle Himmelsrichtungen wächst), die Koalition der Streber und Spießer, wird eine Serie schwerer Wahlniederlagen hinnehmen müssen. Merkel wird das mit der üblichen inhaltsleeren Beharrlichkeit überleben, die sie vom pfälzischen Patriarchen, ihrem Ziehvater Helmut Kohl gelernt hat. Was sollte sie auch sonst machen? Guido Westerwelle wird im Frühjahr als Parteichef für die verlorenen Wahlkämpfe und Abgeordnetensitze geopfert, erst im Jahr 2013 verliert er auch seinen Ministerposten und wird Hotelmanager in der Schweiz. In Europa gehen noch ein paar Regierungen pleite, weil sie ihre Banken gerettet haben und nun wiederum von der Zentralbank gerettet werden müssen. Es wird viel frisches Geld unter die Leute gebracht, das zu Spekulationszwecken auf den Rohstoffmärkten eingesetzt wird und die Inflation anheizt. Zusammen mit höheren Strompreisen und Krankenkassenbeiträgen gibt es für uns alle weniger Netto vom Brutto. Borussia Dortmund wird deutscher Fußballmeister, Hertha steigt auf und Lothar Matthäus heiratet. Im Sommer wird es so heiß, dass die Klimaanlagen der Deutschen Bahn versagen, im Winter wird es so kalt, dass die Heizung ausfällt. Eigentlich könnten wir uns gleich mit 2012 beschäftigen … aber sicher wird es auch ein paar faustdicke Überraschungen geben. Wetten, dass ein grüner Ministerpräsident Stuttgart 21 bauen lässt? Ein frohes neues Jahr wünscht der Kiezschreiber! &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-4699201707304547642?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/4699201707304547642/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/12/2011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4699201707304547642'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4699201707304547642'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/12/2011.html' title='2011'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-8342989733295767532</id><published>2010-12-24T10:27:00.000-08:00</published><updated>2010-12-24T10:29:16.288-08:00</updated><title type='text'>Eine kleine Kinderwintergeschichte</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Lilli hieß eigentlich gar nicht Lilli, aber Paul nannte sie so. Paul wohnte mit seinen Eltern in einem kleinen Haus weit draußen vor der Stadt. Vom Fenster seines Zimmers blickte er auf den Garten. Er reichte bis zu einem Bach, der sich am Rand des Dorfes zwischen ein paar uralten Weiden hindurch schlängelte. Draußen war es jetzt furchtbar kalt, die Bäume hatten längst ihre letzten Blätter verloren. Sie waren ganz schwarz geworden und das Wasser des Baches hatte die Farbe von Beton. Paul mochte den nasskalten Herbst nicht, also blieb er in seinem Zimmer und spielte mit Lilli. Lilli war eine kleine Maus, genauer gesagt ein Mäusekind. Pauls Mutter hatte es gefunden, als sie das Gemüsebeet umgegraben hatte. Es war zu schwach gewesen, um mit seinen Eltern und Geschwistern davon zu laufen, also hatte sie es mit ins Haus genommen, mit ein wenig Milch gefüttert und Paul gegeben.&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Wenn Lilli alleine war, saß sie oft am Fenster und sah in den Garten und in die Welt hinaus. Und wenn man ganz genau hinhörte, vernahm man ein leises Pfeifen. Paul hatte Lilli einmal beobachtet, als sie so am Fenster saß, und sie hatte traurig ausgesehen. Aber Paul wusste nicht, warum Lilli traurig war. Es fiel ihm kein Grund ein, so angestrengt er auch darüber nach dachte. Lilli hatte doch alles: ein kleines Zimmer in der Schublade von Pauls Schreibtisch, ein Bettchen aus Watte und ein Taschentuch als Decke. Paul liebte Lilli über alles, sie war seine beste Freundin. Wenn sie zusammen spielten, war Lilli immer lustig und hatte Paul aus lauter Übermut sogar schon einmal in den Finger gebissen. Aber nachts, wenn Paul schlief, pfiff Lilli leise in ihrer Schublade und hob zitternd ihr winziges Näschen, als ob sie einen fernen Geruch suchen würde.&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Eines Morgens erwachte Paul und spürte, dass etwas anders war. War es das Licht? War es im Zimmer nicht heller als am Tag zuvor? Paul sprang aus dem Bett und lief zum Fenster. Über Nacht hatte es geschneit, der ganze Garten war weiß verhüllt. Die Sonne schien und die Eiskristalle funkelten wie die Sterne am Himmel. Paul war begeistert, denn er fand Schnee einfach großartig. Schlitten fahren, Schneemänner bauen, Schneeballschlachten - der Winter war seine Jahreszeit! Er hob Lilli vorsichtig aus ihrem Bettchen und zeigte ihr die weiße Pracht. Sie pfiff leise und diesmal wirkte es gar nicht traurig. Schnell hatte Paul sich angezogen und rannte mit Lilli in den Garten hinaus. Der Bach war gefroren, aber Paul traute sich nicht auf das Eis. Lilli war unruhig geworden und er setzte sie ab. Kaum hatte sie den Boden berührt, da rannte sie blitzschnell über das Eis auf die andere Seite des Baches und war verschwunden. Was sollte Paul jetzt tun? Vorsichtig tapste er hinter ihr her, aber sie war nirgends zu sehen. Es war ganz leise, so als ob der viele Schnee alle Geräusche verschlucken würde. Paul hielt den Atem an und lauschte angestrengt. Da hörte er ein Pfeifen. Vorsichtig ging er ein paar Schritte und lauschte wieder. Ja, ein Pfeifen. Noch ein paar Schritte. Er teilte die herab hängenden Zweige einer Weide und dort sah er sie: Lilli hatte ihre Familie wieder gefunden und saß mit ihr zusammen. Paul hatte das Gefühl, als ob alle Mäuse des Waldes zusammen ein Lied pfiffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-8342989733295767532?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/8342989733295767532/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/12/eine-kleine-kinderwintergeschichte.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/8342989733295767532'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/8342989733295767532'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/12/eine-kleine-kinderwintergeschichte.html' title='Eine kleine Kinderwintergeschichte'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-6739188532392223226</id><published>2010-12-18T08:43:00.000-08:00</published><updated>2010-12-18T08:46:39.742-08:00</updated><title type='text'>Eine Bürgerstiftung im Wedding?!</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Seit den neunziger Jahren gibt es Bürgerstiftungen in Deutschland. Ihr Ziel ist es, in einem klar definierten Gebiet dauerhaft das Gemeinwesen zu stärken und bürgerschaftliches Engagement zu fördern. Inzwischen gibt es fast dreihundert Bürgerstiftungen in Deutschland, die sehr erfolgreich arbeiten. Was läge also näher, als eine Bürgerstiftung im Wedding zu gründen? Zu diesem Thema trafen sich am 1. Dezember Interessierte zu einem Informations- und Vorbereitungstreffen im Zentrum für soziale und kulturelle Arbeit in der Osloer Straße 12. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Wie das Vorhaben, eine Bürgerstiftung auch im Wedding aufzubauen, funktionieren kann – wer könnte das besser beurteilen, als einer, der einen solchen Prozess schon einmal selber mitgemacht hat und zwar in einem Stadtteil, der viele Gemeinsamkeiten mit dem Wedding hat: Neukölln. Dort ist die Bürgerstiftung wahr geworden. Dr. Kurt Anschütz berichtete, wie die ersten Schritte in seinem Stadtteil aussahen. Am Anfang standen kleinere Projekte wie ein Kindertheater, ein Kiez-Kalender und öffentliche Veranstaltungen zu Schwerpunktthemen wie z.B. Einwanderung. Damit gewann die Stiftung erste Aufmerksamkeit und konnte bereits wichtige Sponsoren aus der lokalen Wirtschaft gewinnen. Schließlich fanden sich 102 Gründungsstifter/innen (Bürger, Geschäftsleute, Kirchengemeinden, Parteien usw.), die insgesamt etwa 70.000 Euro Stiftungskapital zusammen brachten. Die Bürgerstiftung ist inzwischen eine anerkannte und geschätzte Plattform für soziales Engagement in Neukölln, die nicht nur Kapitalerträge aus dem Stiftungskapital verwenden kann, sondern auch viele Spenden sammelt. So gibt es z.B. einen Trödelmarkt, auf dem gespendete Bücher, Kleidung oder andere Dinge verkauft werden. Auf diese Weise kommen jährlich insgesamt etwa 15.000 Euro zusammen, die über eine Jury an ausgewählte Projekte verteilt werden. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Im Wedding gibt es zwar viele Vereine und Initiativen, aber es fehlt an einer Institution, die das bürgerschaftliche Engagement langfristig vernetzen und die Aktivitäten bündeln kann. Wirtschaftliche Unternehmen wie Bayer-Schering oder Karstadt haben durchaus Interesse an der Verbesserung des städtischen Umfelds und könnten angesprochen werden. Der Vorteil einer Stiftung gegenüber den Projekten ist die Verstetigung des Engagements und der Aufbau von langfristig wirksamen Strukturen im Kiez. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Wer Interesse hat, zu einem Teil der Bürgerstiftung Wedding zu werden und diese aufbauen zu helfen, ist herzlich zum Treffen zur Gründung des Initiativkreises Bürgerstiftung Wedding am 27.1.2011 um 18:30 Uhr ins Quartiersmanagement Pankstraße, Adolfstraße 12 eingeladen. Kontakt: Elisabeth Schönrock, Linienstraße 139, 10115 Berlin, Tel.: 0175/6161286. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-6739188532392223226?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/6739188532392223226/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/12/eine-burgerstiftung-im-wedding.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6739188532392223226'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6739188532392223226'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/12/eine-burgerstiftung-im-wedding.html' title='Eine Bürgerstiftung im Wedding?!'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3794374011556823370</id><published>2010-11-15T03:19:00.000-08:00</published><updated>2010-11-15T03:32:55.005-08:00</updated><title type='text'>Die Rache der Engstirnigen</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Letzte Woche hat der Bundestag in erster Lesung ein Sparpaket beschlossen und es gibt wenig Hoffnung, das er in zweiter Lesung zu einer anderen Schlussfolgerung kommen wird. Zu den Kürzungen gehört auch, dem seit 1999 bestehenden Projekt "Soziale Stadt" über siebzig Prozent der Mittel zu streichen. Damit stehen bundesweit hunderte von Quartiersmanagements vor dem Aus, die sich in den vergangenen Jahren erfolgreich gegen die soziale Spaltung der Gesellschaft gestellt haben - mit Sprachkursen, Spielzeug, Straßenfesten, Gewaltprävention und zahlreichen anderen Angeboten in Sachen Integration und Bildung. In den Talkshows wird von diesen Themen immer nur geredet, an Orten wie dem Brunnenviertel werden sie gelebt. Und im nächsten Jahr werden in meinem Kiez das einzige Gymnasium und die einzige Kinder- und Jugendbibliothek geschlossen. Die Botschaft an die Unterschicht, der Hass der bürgerlichen Parteien und ihrer Regierung auf die Migranten waren nie deutlicher. Kahlschlagpolitik hat im Wedding lange Tradition - aber auch der Widerstand. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3794374011556823370?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3794374011556823370/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/11/die-rache-der-engstirnigen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3794374011556823370'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3794374011556823370'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/11/die-rache-der-engstirnigen.html' title='Die Rache der Engstirnigen'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-7465762153156083550</id><published>2010-11-15T03:15:00.000-08:00</published><updated>2010-11-15T03:19:11.309-08:00</updated><title type='text'>Zwischen Gleimstraße und Millionenbrücke - eine Tour mit „Nächste Ausfahrt Wedding“</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;Rolf Gänsrich ist ein Urberliner und arbeitet als Hörfunkmacher und Autor im Prenzlauer Berg. Als er am Nachmittag des 30. Oktober bei Kaiserwetter vor dem Kino Collosseum an der Schönhauser Allee auf die Teilnehmer seiner Tour wartet, staunt er nicht schlecht, als schließlich knapp dreißig interessierte Menschen vor ihm stehen. Es sind vorwiegend Einheimische und in den folgenden zwei Stunden werden seine profunden Ortskenntnisse immer wieder durch Anekdoten der Kiezbewohner illustriert. Begleitet wird der Berlin-Scout von Tanja Kapp, die gemeinsam mit Lothar Gröschel das Projekt „Nächste Ausfahrt Wedding“ zum Leben erweckt hat. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Die Reise durch Berlin zwischen Gleimstraße und Millionenbrücke, vom Kaiserreich bis ins 21. Jahrhundert beginnt am einstigen „Boulevard des Nordens“ und „der“ Einkaufsstraße der DDR schlechthin. Um die Ecke, in der Gleimstraße, stehen wir kurz darauf vor einigen alten Pferdeställen, die in einem Hinterhof die Zeit überdauert haben. Ein paar Häuser weiter, in der Nummer 42, lebte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Joseph Weißenberg, ein berühmter Heiler und Religionsreformer. Er behandelte die Menschen durch Handauflegen und gründete die Johannische Kirche, die bis heute besteht. Bald darauf sind wir in der Kopenhagener Straße, wo sich ein altes Umspannwerk in Ateliers und Lofts für Kreative verwandelt hat. Daneben ein heruntergekommener Plattenbau aus der DDR-Zeit, malerisch mit überfülltem Aschenbecher auf der Fensterbank, in dem sich früher eine Meldebehörde der Elektrizitätsbetriebe befand. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;In Berlin kann man die bewegte deutsche Geschichte noch sehen, beispielsweise an den Einschusslöchern an einem wilhelminischen Gymnasium in der Ystader Straße, das in der Weimarer Republik nach Heinrich Schliemann und im Dritten Reich nach Horst Wessel benannt wurde, in dem in der DDR Medaillenhoffnungen gedrillt wurden und heute die “Grundschule am Falkplatz” zu Hause ist. Neben den sichtbaren gibt es auch die unsichtbaren Narben der Stadt: Der Ort, bis zu dem man als DDR-Bürger in der Gleimstraße gehen durfte, bevor man den Grenzanlagen zu nahe gekommen war, ist leicht an einer alten Kastanie zu erkennen - die jüngeren Bäume bis zum Gleimtunnel wurden erst nach dem Mauerfall gepflanzt. Im Mauerpark erklärt Rolf Gänsrich, wo die Mauer stand und zeigt Reste der Hinterlandmauer und des Postenwegs, bevor wir uns durch den Wedding zur Swinemünder Brücke - die auch Millionenbrücke genannt wird - bewegen, die den Schlusspunkt einer spannenden Reise durch Zeit und Raum bildet. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-7465762153156083550?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/7465762153156083550/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/11/zwischen-gleimstrae-und-millionenbrucke.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7465762153156083550'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7465762153156083550'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/11/zwischen-gleimstrae-und-millionenbrucke.html' title='Zwischen Gleimstraße und Millionenbrücke - eine Tour mit „Nächste Ausfahrt Wedding“'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5720489895064466575</id><published>2010-10-14T08:16:00.000-07:00</published><updated>2010-10-14T08:20:23.611-07:00</updated><title type='text'>Proseminar: Soziologie der Gruppe</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;Im Soziologiestudium habe ich bereits im ersten Semester gelernt, wie der Mensch als Herdentier funktioniert: Er sucht Gemeinsamkeiten innerhalb der eigenen Gruppe und grenzt sich gegen andere Gruppen ab. Wie das in Deutschland abläuft, ist eigentlich ganz einfach: „Wir“ mögen Oktoberfest, Volksmusik, Fußball, Alkohol und Autos. Was wir nicht mögen, unterliegt allerdings gewissen Schwankungen. Wichtig ist jedoch, dass wir immer einen Sündenbock haben müssen, um uns als Deutsche definieren zu können. Denn wenn es mit den Gemeinsamkeiten etwas schwieriger wird, weil uns beispielsweise auch Hip-Hop, Beachvolleyball und Fahrräder gefallen oder wir gerade von einer Zonenschrippe und einer Schwuchtel regiert werden, sollte es wenigstens mit dem Ausgrenzungsmechanismus klappen. In den achtziger Jahren war „der Russe“ das Feindbild (im Westen), in den Neunzigern dann Asylanten und Ausländer (wobei Russland-Deutsche, jugoslawische Kriegsflüchtlinge, Wirtschaftsmigranten und ehemalige Gastarbeiter in einen Topf geworfen wurden - eben alles ohne blondierte Vokuhila-Frisur, Jeansjacke und Dosenbier in der Hand), in den nuller Jahren folgten Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger und in unserer trüben Gegenwart ist es „der Moslem“. Hauptsache, man hat mal nach draußen gekeilt, gekeift oder gespuckt. Das gehört offenbar zur Sozialhygiene einer Viehherde dazu. „Die“ sind anders als wir und „die“ gehören nicht dazu. Schon geht es einem durchschnittlichen Schaf, Ochsen oder Esel besser. Jeder für sich - oder hat man schon mal Lämmer, Kälber und Fohlen zusammen spielen sehen? Eben. Brauchen wir nicht, haben wir schon immer so gemacht, wollen wir auch nicht. Sonst müssten ja auch die ganzen Soziologielehrbücher umgeschrieben werden. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5720489895064466575?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5720489895064466575/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/10/proseminar-soziologie-der-gruppe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5720489895064466575'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5720489895064466575'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/10/proseminar-soziologie-der-gruppe.html' title='Proseminar: Soziologie der Gruppe'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1915517530935432904</id><published>2010-10-04T09:46:00.000-07:00</published><updated>2011-01-11T06:47:31.262-08:00</updated><title type='text'>The things you do for money</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Sicher ist es keine angenehme Geschichte, aber auch sie muss erzählt werden. Wir wissen ja alle, dass man sich gelegentlich mit gewissen temporären Tätigkeiten herumschlagen muss, die einem die Miete und andere Rechnungen bezahlen und über die man im Nachhinein nicht mehr sprechen möchte. So ging es einem Freund von mir aus Köln, der sich ansonsten als Fotograf durchs Leben schlägt, aber eben auch eine Tochter und andere längerfristige Projekte am laufen hat. Und daher hat er eines Tages, als sich eine günstige Gelegenheit ergab, seine Hände und seine Unterarme verkauft. Nicht etwa an die bekannte Organmafia oder andere Ersatzteilhändler, sondern an eine Organisation, deren Erwähnung uns allen das Blut in den Adern stocken lässt oder wahlweise mindestens Gänsehaut verursacht: Die FDP. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Die FDP, meine Damen und Herren! Für ein Wahlplakat. Glücklicherweise wurde es noch nicht einmal bundesweit verbreitet, es war für den regionalen Wahlkampf gedacht. Und so waren die Hände und die Unterarme von meinem Kumpel Teil des FDP-Wahlkampfs geworden. Die Hände haben übrigens die Unterarme durch Aufkrempeln der Hemdsärmel freigelegt, was wiederum vorzüglich zum FDP-Motto passte, in dem es um das Aufkrempeln der Hemdsärmel zu Wirtschaftszwecken ging. Denn bekanntlich geht mit aufgekrempelten Hemdsärmeln volkswirtschaftlich so richtig die Post ab. Aber so bezahlt sich die Miete der linksalternativen Lebenskünstler eben auch und sein Gesicht hat ja niemand gesehen. Hätte er mir die Story nicht selbst erzählt, ich hätte seine Hände nie und nimmer auf dem FDP-Plakat erkannt. Aber man erkennt ja auch nicht seinen eigenen Vater in einem Coffee-Shop in Amsterdam, oder? &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1915517530935432904?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1915517530935432904/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/10/things-you-do-for-money.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1915517530935432904'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1915517530935432904'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/10/things-you-do-for-money.html' title='The things you do for money'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1428716179961761482</id><published>2010-10-03T04:07:00.000-07:00</published><updated>2010-10-04T10:58:33.947-07:00</updated><title type='text'>You only tell me you love me when you're drunk</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Ein Gedanke noch zur deutschen Einheit, dann wenden wir uns wieder wichtigeren Dingen zu wie beispielsweise dem EM-Qualifikationsspiel im Berliner Olympia-Stadion: Wieso redet man in Sachen Einheit immer nur von den Ossis? Das ganze Fernsehprogramm heute sieht aus, als hätte der MDR die Weltherrschaft übernommen. Unsere Ossis! Wie geht es ihnen denn? Fühlt er sich wohl, der Ossi? Hat er genug Futter? Glänzt das Fell auch schön? Es sind aber nur zwanzig Prozent der Bevölkerung Ossis. Was macht eigentlich der Wessi (and by the way: der Migrant)? Was hatte der von der Einheit? Cindy aus Marzahn. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Im übrigen wird ja das Verhältnis zwischen Ost- und Westdeutschen völlig falsch interpretiert. Man schaue sich mal andere Länder an: In Spanien können sich Katalanen, Kastilier und Basken nicht leiden, in Großbritannien die Schotten und die Engländer, in Italien und Frankreich Norden und Süden. Der unmittelbare Nachbar ist immer der schlimmste Feind. Kenne ich vom Rhein: Köln gegen Düsseldorf, Mainz gegen Wiesbaden. Das geht runter bis auf Dorfebene. Auf meinem Gymnasium wurde die jahrhundertealte Feindschaft zwischen zwei Nachbardörfern noch liebevoll gepflegt: Die Kinder der gleichen Jahrgangsstufen kamen in unterschiedliche Klassen, auf dem Schulhof standen sie in verschiedenen Ecken. Ich kenne bis heute lokale Feindschaften, dagegen sind Israelis und Palästinenser richtig dicke Freunde. Wären Ost- und Westdeutsche, Nord- und Süddeutsche, Badener und Schwaben, Bayern und Hanseaten, Thüringer und Sachsen ein Herz und eine Seele - ich würde mir direkt Sorgen machen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu einem lebendigen Familienleben gehören Freud und Leid, Streit und Versöhnung, Liebe und Hass (sowie wohltemperierte Hassliebe), wir lachen zusammen bei Hochzeiten und wir heulen zusammen bei Beerdigungen. Der Osten und der Westen sind in dieser Hinsicht wirklich ein siamesisches Zwillingspaar der besonderen Art, denn sie sind erst lange nach ihrer Geburt zusammengewachsen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1428716179961761482?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1428716179961761482/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/10/posting-100.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1428716179961761482'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1428716179961761482'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/10/posting-100.html' title='You only tell me you love me when you&apos;re drunk'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-6211992956617244558</id><published>2010-10-02T03:16:00.000-07:00</published><updated>2010-10-02T03:17:48.762-07:00</updated><title type='text'>Heimat des Goldbroilers</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Es war natürlich nicht alles schlecht in der DDR - was im übrigen auch noch niemand behauptet hat. Da gab es vor allem zwei Dinge, die ich sehr sympathisch fand. Zum einen waren die Städte nicht mit Werbung für irgendwelche Produkte und Konzerne zugepflastert wie in meiner westdeutschen Heimat. Es gab vielmehr aufmunternde Sprüche für die Werktätigen, die unermüdlich für den Frieden und den Sozialismus gearbeitet haben. Man hatte den Eindruck, irgendwelche Motivationskünstler von McKinsey hätten das ganze Land mit positiven Botschaften voll gepflastert. Zum anderen gab es in der DDR überall Parkplätze, selbst in der Innenstadt und vor wichtigen Sehenswürdigkeiten. Nicht zu vergessen sind auch die kulinarischen Besonderheiten, die leider in Vergessenheit geraten sind: Grilletta - Honeckers Antwort auf den BigMäc. Ein gewagtes Product-Placement in einer ketchup-freien Zone. Oder Krusta, die viereckige Pizza für die Helden der Planübererfüllung. Von großem Unterhaltungswert waren auch die Grenztruppen der DDR. So wurde ich von einigen Herren zu einem kostenlosen Striptease in ein Hinterzimmer des Bahnhofs Friedrichstraße eingeladen - den Grund weiß ich bis heute nicht. Als wir ein anderes Mal mit einer Reisegruppe zum Flughafen Schönefeld fuhren, weil wir mit Interflug in die Sowjetunion düsen wollten (für jüngere Leser: mit der DDR-Fluggesellschaft nach Russland), wurde unser Bus von einem Offizier kontrolliert, der uns fragte, ob wir Schusswaffen dabei hätten. Als ein Spaßvogel mit einem lauten „Noch nicht!“ antwortete, bekam der Grenzer einen Tobsuchtsanfall und brüllte minutenlang herum, bevor er sich mit lila geschwollenem Schädel wieder davon machte. Diese Dinge fehlen eigentlich schon ein bisschen, wenn ich darüber nachdenke. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-6211992956617244558?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/6211992956617244558/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/10/heimat-des-goldbroilers.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6211992956617244558'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6211992956617244558'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/10/heimat-des-goldbroilers.html' title='Heimat des Goldbroilers'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1451564822052906289</id><published>2010-10-02T00:59:00.000-07:00</published><updated>2010-10-02T01:05:13.367-07:00</updated><title type='text'>Porzellanhochzeit</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zwanzig Jahre ist der Beitritt der neuen Bundesländer zum Bundesgebiet nun her. Da wird natürlich auch noch einmal der verblichenen DDR gedacht, der ich mit meinen 44 Jahren inzwischen altersmäßig weit voraus bin (Tendenz: steigend). Ein wesentliches Element der DDR war der Hang zu allem Militärischen: festungsähnliche Grenzanlagen mit einem Schießbefehl wie zu Kriegszeiten, Wehrkundeunterricht für die Kinder und zackige Paraden der Armee zum Staatsgeburtstag (weiß eigentlich jemand genau, wann die Bundesrepublik Geburtstag hat?). Das skurrilste waren aber sicherlich die sogenannten Betriebskampfgruppen. Warum hatte eigentlich eine, sagen wir mal: Hosenträgerfabrik eine eigene Kampfgruppe? Fürchtete man den Angriff der Jungs von der Gürtelfabrik? Oder hatte man Angst, dass die bösen Imperialisten aus dem Westen bei Nacht und Nebel anrücken, um den ganzen Muckefuck und die rollenden Todesfallen namens Trabant zu stehlen? Hat man sich im Manöver mit Knöpfen beworfen? Und gab es für diese Einheiten, die mit Kalaschnikows und eigenen Panzern ausgerüstet waren, einen speziellen Hosenbandorden? Fragen, Fragen, Fragen zu einem merkwürdigen kleinen Land … &lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1451564822052906289?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1451564822052906289/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/10/porzellanhochzeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1451564822052906289'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1451564822052906289'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/10/porzellanhochzeit.html' title='Porzellanhochzeit'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3207752836251776081</id><published>2010-09-30T10:38:00.000-07:00</published><updated>2010-09-30T12:43:23.291-07:00</updated><title type='text'>Rittersleute</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als Schröder 2005 klar wurde, dass er nur noch eine Minderheit der Bevölkerung hinter sich hatte, zog er in die Schlacht gegen Schwarz-Gelb - mit bekanntem Ende. Im Herbst 2010, die Situation ist die gleiche, zieht Merkel blank: Aufkündigung des Atomausstiegs, Kürzungen im Sozialbereich (mit denen die Bank- und Industriesubventionen des letzten Jahres ausgeglichen werden sollen) und jetzt prügelnde Polizisten in Stuttgart. Wie immer gehört zur Attacke der Konservativen die physische Gewalt. Es geht nicht um Argumente, es geht um Gehorsam - ob es sich um den gewalttätigen Polizisten, den sadistischen Priester oder den brutalen Vater handelt. Wie das Ergebnis dieser Angriffsbemühungen aussehen wird, erfahren wir leider erst nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg im März nächsten Jahres. Ich freue mich jetzt schon. &lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3207752836251776081?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3207752836251776081/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/09/rittersleute.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3207752836251776081'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3207752836251776081'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/09/rittersleute.html' title='Rittersleute'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1253492376515659786</id><published>2010-09-08T09:11:00.000-07:00</published><updated>2010-09-08T09:13:13.325-07:00</updated><title type='text'>Multi-Verarsche</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Multi-Tasking ist die große Verarsche, die seit einigen Jahren erfolgreich in der Arbeitswelt läuft. Man redet den Leuten ein, sie könnten mehrere Sachen gleichzeitig oder sie könnten es zumindest lernen, weil es nämlich eine ganz tolle Sache ist. So wie die Skistockfabriken den Leuten ja auch erfolgreich beigebracht haben, dass es sich mit Skistöcken prima laufen lässt. Das heißt: Eigentlich läuft man ja nicht mehr, man walkt. Und damit auch ja kein Türke auf die Idee kommt, mitmachen zu dürfen, heißt es “Nordic Walking”. Schon mal einen Türken beim Walken gesehen? Aber das ist eine andere Geschichte, eine andere Verarsche. Wir waren beim Multitasking, bleiben wir mal bei dieser einen Sache. Multitasking ist Arbeitsverdichtung, in vollendet internalisierter Form ist es Selbstverarschung. Sie können gleichzeitig ein aufmerksamer Gesprächspartner sein, während Sie gerade kochen, eine Fernsehsendung verfolgen, die Kinder beaufsichtigen und bei ebay an drei Auktionen teilnehmen? Nein, können Sie nicht. Sie kriegen von allem nicht mal die Hälfte mit, weil unsere Birne schon zu doof ist, drei Sachen gleichzeitig zu machen. Es ist letztlich einfach Stress, wenn man mit fünf Aufgaben gleichzeitig jonglieren muss. Perfiderweise hat man die Sache mit dem Multitasking zuerst den Frauen eingeredet. Ihr könnt das sowieso, das ist euch angeboren, hat man gesagt. Ihr macht das viel besser als die blöden Jungs. Inzwischen ist Multitasking eine Selbstverständlichkeit, es geht gar nicht mehr ohne. Wer nicht mitmacht, hat verloren. Leider hat dieser Text kein Ende, weil ich noch soviel anderes zu &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1253492376515659786?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1253492376515659786/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/09/multi-verarsche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1253492376515659786'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1253492376515659786'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/09/multi-verarsche.html' title='Multi-Verarsche'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-6290327671458258814</id><published>2010-09-05T10:23:00.000-07:00</published><updated>2010-09-05T11:39:47.105-07:00</updated><title type='text'>Zwei Klassen, zwei Orte</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;Stellen Sie sich vor, auf Ihrer Party gibt es einen Gast - übrigens ein guter alter Freund, den Sie schon immer zu Ihren Partys eingeladen haben -, der tanzt wie ein behinderter Waschbär, zu jedem Lied laut, falsch und schlecht mitsingt, bis zum Ende bleibt, die letzten Käsecracker auffrisst und Ihnen schließlich in den Blumenkasten auf dem Balkon kotzt. Würden Sie sagen, der Mann sei ein Problem? Oder gehört dieser Gast nicht zu jeder guten Party? Genauso ist es mit den Berliner Stadtteilen. Es gibt Straßen und Kieze, in denen es Ein-Euro-Shops, Mäc Geiz und andere Resterampen gibt, wo unbepflanzte Blumenkübel als Aschenbecher dienen, Flaschensammler die Mülleimer nach Pfandgut durchwühlen und einem schon am Vormittag Schwaden von Dönerfett in die Nase steigen. Ist das ein Problemstadtteil? Ist das eine Parallelgesellschaft? Oder gehört ein solcher Ort nicht zur lebendigen Vielfalt einer Großstadt? &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Machen wir uns nichts vor: Wir leben längst in einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Und interessanterweise beschwert sich nicht die Unterschicht über die Herrschaftsverhältnisse und die ungleiche Güterverteilung in diesem Land, sondern es ist die Oberschicht, die wie ein altes Waschweib an allem herumnörgeln muss, was nicht in ihre spießbürgerliche Vorstellung von Ästhetik und Ordnung passt. Orte wie das Brunnenviertel brauchen keine Gentrifizierung als Erlösung vom angeblichen Elend, sondern die Freiheit, das Leben in der Unterschicht ohne Bevormundung führen zu können. Lieber eine nagelneue 8-Euro-Jeans von Kik als der löchrige 80-Euro-Fetzen von Levi’s, den du dir während deines letzten Zeitvertrags geleistet hast. Wenn man schon nichts gegen die Armut in dieser Gesellschaft unternimmt, sollte man ihr wenigstens nicht die Würde nehmen. Schließlich lebt die Unterschicht auch deswegen in sogenannten sozialen Brennpunkten, weil sie in den Villenvierteln am Grunewald nicht erwünscht ist. Also sollte man ihnen ihre konkreten Orte innerhalb der Zweiklassengesellschaft nicht wegnehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Klassengesellschaft fängt, aber das ist nur eine Beobachtung am Rande, bereits im Kleinkindalter an. Da gibt es die frauenbewegten Waldorfmütter mit Soziologie-Diplom und westdeutscher Vorzeigebiographie, die immer angeben wie ein Sack Mücken, wenn es um ihr Einzelkind geht. Natürlich ist es hochbegabt, ein Genie, einzigartig auf der Welt, gar nicht mit anderen Kindern zu vergleichen und wenn es einen Kindernobelpreis gäbe, hätte ihr hochnäsiger Klumpen Schleim und Rotz sicher schon drei davon. Deutsche Mütter scheinen nur noch arische Supermenschen zu gebären, drunter machen sie offenbar nicht mehr. Es gibt anscheinend kein normales Kind mehr, das einfach gerne auf der Straße mit anderen Kindern Fußball spielt. Aber es gibt das Prekariatsbalg, das stumm daneben steht und in zwanzig Jahren mal dem Familienjuwel einer Rechtsanwaltsmischpoke das Klo putzen darf. Es wird später nicht einmal den Ort seiner Herkunft erkennen können, weil dort längst irgendein Flagshipstore der Firma Schieß-mich-tot aus Hau-mich-blau aufgemacht hat. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-6290327671458258814?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/6290327671458258814/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/09/zwei-klassen-zwei-orte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6290327671458258814'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6290327671458258814'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/09/zwei-klassen-zwei-orte.html' title='Zwei Klassen, zwei Orte'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-4589323174064608073</id><published>2010-08-30T16:12:00.000-07:00</published><updated>2010-08-31T13:08:07.355-07:00</updated><title type='text'>Hören und Sehen vergehen</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;Meine Nachbarin ist ein Messie. Jahrelang habe ich ihr Hämmern gehört. Ein leises ausdauerndes Hämmern. Nicht so, als ob größere Arbeiten zu hören gewesen wären. Das leise Hämmern kleiner Hände mit kleinen Werkzeugen auf kleine Nägel. Auf der anderen Seite der Wand, in die diese Nägel geschlagen wurden, steht mein Bett. Am Ende des tausendfachen Klopfens stellte ich mir diese Wand immer als eine Galerie winzigster Gemälde vor, die alle mit einem einzigen Nagel befestigt waren. Die ganze Wand voller winziger Bilder in winzigen Rahmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt hat sie einen Maler gerufen, der ihre Wohnung renoviert hat. Am Ende seiner Arbeit, während immer noch ihre merkwürdigen Möbel auf dem Hausflur stehen, drängt sie mich förmlich in ihre Wohnung, die ich in all den vielen Jahren nie von innen gesehen habe. Die Wände sind neu gestrichen und es findet sich nicht ein einziges Bild an der Gegenwand zu meinem Schlafzimmer. Ihr Bett steht tatsächlich direkt auf der anderen Seite der Wand, unsere Köpfe sind in der Nacht also nicht viel mehr als einen Meter voneinander entfernt. Die Nachbarin scheint zufrieden, während sie in endlosen Monologwellen von ihren neuen Kieferholzmöbeln erzählt. Sie wirkt fast, als würde sie triumphieren.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-4589323174064608073?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/4589323174064608073/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/08/horen-und-sehen-vergehen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4589323174064608073'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4589323174064608073'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/08/horen-und-sehen-vergehen.html' title='Hören und Sehen vergehen'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-9187462393887040795</id><published>2010-08-07T05:29:00.001-07:00</published><updated>2010-08-07T05:41:48.692-07:00</updated><title type='text'>Die Insel</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Je näher ich der Insel kam, desto unruhiger wurde ich. Mein Auftrag war nicht genau definiert und ich hatte keinerlei Informationen über die Situation, die mich erwarten sollte. Die Besatzung der kleinen Station war seit vergangenem Sommer hier und meldete sich nur routinemäßig via Internet bei der Basis auf dem Festland. Alle drei Monate warf ein Versorgungsflugzeug eine Palette mit Konserven, Medikamenten und anderen Dingen des täglichen Bedarfs per Fallschirm ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Silhouette der Insel war durch die Doppelspitze eines Berges im Westen geprägt, dessen Steilhang von Gischt und Wellen umspült wurde. Nach Osten war eine langgestreckte Ebene zu erkennen, deren Mitte bewaldet war. Insgesamt war die Insel etwa sieben Kilometer lang und drei Kilometer breit. Die Lage der Station kannte ich nicht genau. Der Strand war leer, als ich den Motor stoppte und den Anker ins graue Meerwasser warf. Es war kühl und ich zog meine Windjacke an. Ich ließ das kleine Schlauchboot zu Wasser und ruderte die letzten Meter ans Ufer. Dort zog ich das Boot auf den Sand und sah mich um: Keine Fußspuren, keine Zeugnisse menschlichen Lebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter dem breiten Sandstrand gab es einige Dünen, die mit Strandhafer bewachsen waren. Dahinter standen ein paar niedrige windzerzauste Bäume. Es schien, als würden sie mich aus den tiefen Löchern in ihrer Rinde anfunkeln. Ich ging weiter in Richtung des Waldes. Eine rote Plastiktüte wehte raschelnd an meinen Füßen vorbei. Alles war seltsam tot, keine Vögel waren zu hören. Im Wald blieb der Boden sandig, auch wenn er an manchen Stellen mit einem dicken Pelz von Kiefernnadeln bedeckt war. Über mir rauschte der Wind in den Wipfeln der Bäume. Nach einer halben Stunde kam ich an einen Trampelpfad, auf dem sich undeutlich Fußspuren abzeichneten. Ich folgte dem Weg nach links und stand bald darauf vor den Sperrholzwänden der Station, die auf einer Lichtung errichtet worden war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Niemand war im Inneren. Auf dem Boden fand ich verblichene Kleidungsstücke, die zerstreut herumlagen. Auf einem Schreibtisch lagen Stapel von Papieren, teils zerrissen oder zerknüllt. Im Vorratsraum standen palettenweise Konserven, die noch nicht ausgepackt waren. Ich ging um die Station herum, aber ich konnte niemanden entdecken. Möglicherweise war die Besatzung an den Messgeräten, die über die Insel verteilt aufgebaut waren. Ich verließ die Station und ging in Richtung des Bergrückens weiter. Am Fuße des Berges war dichtes Dornengestrüpp, so dass ich nur mühsam vorwärts kam. Nachdem ich etwa dreihundert Meter den Hügel hinauf gekrochen und gelaufen war, lichtete sich das Gestrüpp und gab den Blick auf eine Höhle frei. Ich zögerte einen Augenblick, dann ging ich hinein. Sie war nicht sonderlich groß, hinter einem Felsvorsprung entdeckte ich jedoch einen Gang, der in die Tiefe führte. Ich holte meine Taschenlampe aus der Jackentasche und folgte ihm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich etwa zehn Minuten den Windungen des Ganges nach unten gefolgt war, kam ich in eine große Höhle. In einer Nische war der Boden von Sand bedeckt, in dem ich den Abdruck eines menschlichen Körpers zu entdecken glaubte. An zwei Stellen gab es weitere Gänge und ich entschied mich für den rechten, der allerdings kurze Zeit später an einer Felswand endete. Also nahm ich den anderen Weg. Bald darauf hörte ich Klopfgeräusche. Je näher ich kam, desto lauter wurden sie. Rhythmisches Klopfen, langsam und gleichmäßig. Nach einigen Wendungen des Höhlengangs sah ich ihn vor mir: Er hatte wildes schwarzes Haar und ein dreckverschmiertes Gesicht. Offenbar hatte er mich nicht bemerkt, denn er arbeitete unverdrossen weiter an der Erweiterung des Gangs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hallo!“&lt;br /&gt;Er drehte sich mit einem Ruck um und sah mich mit panischem Entsetzen an. Ihm stockte der Atem und er ließ Hammer und Meißel fallen.&lt;br /&gt;„Ich bin gekommen, um die Station zu besuchen.“&lt;br /&gt;Er starrte mich ungläubig an und begann zu zittern.&lt;br /&gt;„Wo sind denn die Anderen?“&lt;br /&gt;Er fasste sich mit verkrampften Händen an die schmutzige Brust, die von einem zerschlissenen Hemd bedeckt war.&lt;br /&gt;„Können Sie mich verstehen?“&lt;br /&gt;Ich trat näher an ihn heran. Er sackte zu Boden und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen.&lt;br /&gt;„Was ist denn passiert?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich beugte mich zu ihm hinunter. Es war nur noch ein leises Wispern, kaum zu verstehen: „Alle ... tot. Sie haben ... alle geholt. Muss ... hier weg. Weg ...von ...hier.“ Dann starb er. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-9187462393887040795?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/9187462393887040795/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/08/die-insel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/9187462393887040795'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/9187462393887040795'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/08/die-insel.html' title='Die Insel'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5657474021848565409</id><published>2010-08-03T22:53:00.000-07:00</published><updated>2010-08-03T22:54:25.949-07:00</updated><title type='text'>Die Grenzen der Ökonomie</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Ein Ökonom und ein Soziologe spazieren an einem Sonntagnachmittag an einem Ausflugslokal vorbei. Das Wetter ist schön, an den meisten Tischen sitzen Menschen bei Kaffee und Kuchen. Was sehen die beiden Herren, wenn sie vorüber schlendern?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Ökonom sieht Leute, die eine Tasse Kaffee für drei Euro trinken, obwohl sie sich zu Hause für zehn Cent selbst eine Tasse aufbrühen könnten. Sie zahlen also den dreißigfachen Preis. Genauso ist es mit dem Kuchen. Für das Geld, das ein Stück Torte kostet, könnte man im Supermarkt zwei ganze Industriekuchen kaufen. Sie haben Fahrtkosten gehabt, um das Ausflugslokal zu erreichen. Sie haben Zeit verschwendet. Außerdem haben sie sich der potenziellen Gefahr von Verkehrsunfällen und Raubmorden ausgesetzt, als sie das Haus verlassen haben. Das alles ist irrational und ineffizient. Für den Ökonomen wird sich das Mysterium einer sonntäglichen Kaffeetafel am Wannsee nie erschließen. In seiner Welt dürfte es eigentlich gar keine Ausflugslokale geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was sieht der Soziologe? Für ihn ist alles völlig normal. Er sieht Menschen bei einem liebgewonnenen Ritual. Er weiß, dass rationales und effizientes Verhalten nur ein Teil des menschlichen Lebens ist - an Sonntagnachmittagen ein sehr kleiner Teil. Er weiß, dass Traditionen und Routinen einen großen Einfluss auf das alltägliche Verhalten haben. Wir möchten nicht jedes Mal darüber nachdenken müssen, warum wir etwas machen. Schon mit unseren Eltern und Großeltern sind wir Sonntags Kuchen essen gegangen, die Kinder und Enkel werden es vermutlich genauso machen. Es ist einfach angenehm, ein wenig „unter die Leute zu gehen“, auch wenn man mit niemandem am Nachbartisch spricht. Der Mensch ist ein Herdentier, er gesellt sich gerne zu anderen so wie Kühe einfach gerne mit anderen Kühen auf der Wiese stehen. Der soziologisch geschulte Blick sieht Freizeitspaß, Lustbefriedigung und zweckfreie Interaktion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hören wir nicht auf die Ratgeber aus den Wirtschaftswissenschaften, auf Anlageberater, Marktschreier und Börsenheinis. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben haben mit instrumenteller Rationalität und effizienter Planung nichts zu tun. Häufig sind sie sogar umsonst. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5657474021848565409?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5657474021848565409/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/08/die-grenzen-der-okonomie.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5657474021848565409'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5657474021848565409'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/08/die-grenzen-der-okonomie.html' title='Die Grenzen der Ökonomie'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3160728244434677769</id><published>2010-07-31T08:31:00.000-07:00</published><updated>2010-07-31T08:32:40.908-07:00</updated><title type='text'>Raus!</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;Vielleicht hat es beim Umzug eines Freundes angefangen. Die leere Wohnung sah einfach gut aus. Viele nutzlos gewordene Gegenstände sind nicht in den Möbelwagen getragen worden, sondern zu den Mülltonnen. Entscheidungen wurden getroffen, bevor alles wieder zu einer neuen Routine erstarrte. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Als er wieder zu Hause war, begann er nachzudenken. Als erstes flogen die alten Videokassetten aus dem Fenster. Der Rekorder war ohnehin seit Jahren kaputt. Dann folgten die Langspielplatten und Taschenbücher. Endlich wieder Platz im Regal. Aber wozu ein Regal? Also raus damit. Wozu eigentlich drei Stühle? Er hatte seit Jahren keinen Besuch mehr bekommen. Weg, ab durchs Fenster. Ein gemütlicher Sessel reicht. Dann der ganze Papierkram, der gesammelte Mist in Sachen Steuern und Rente. Ist doch sowieso alles egal. Raus! Wie viel Klamotten braucht der Mensch? Wann hatte er zuletzt diese Badehose an? Sind Beavis&amp;amp;Butt-head-Socken nicht längst out? &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Jetzt liegt der ganze Mist im Vorgarten, die ersten Trödler haben sich eingefunden und wühlen in seinen Ausscheidungen. Er schwitzt und lächelt, während er von seinem Fenster aus die Straße beobachtet. Er hat seine Wohnung von Unkraut befreit und Platz geschaffen für die neuen Flüchtigkeiten des Lebens. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3160728244434677769?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3160728244434677769/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/raus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3160728244434677769'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3160728244434677769'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/raus.html' title='Raus!'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-6491443223617268069</id><published>2010-07-28T05:14:00.000-07:00</published><updated>2010-07-28T05:16:29.183-07:00</updated><title type='text'>Tempelhofer Park</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;Heute bin ich zum ersten Mal durch den Tempelhofer Park gelaufen. Es ist gar nicht so einfach, überhaupt mal einen Eingang zu finden. Wieso ist das ehemalige Flughafengelände überhaupt noch eingezäunt, wenn es doch jetzt ein Park für alle ist? Am Tempelhofer Damm betrete ich das Gelände, hier sind eine Info-Tafel, ein Info-Stand und ein Klo-Häuschen. In der Ferne sehe ich die Silhouette von Neukölln, Kirchtürme und Wohnblocks. Man kann endlos über die weite Fläche sehen, die Landebahnen sind riesig, wenn man hier mal zu Fuß unterwegs ist. So mancher Opa dreht hier auf dem Rad so richtig auf. Hier ist Platz, hier kann der Mensch sich austoben. Das halbkreisförmige Flughafengebäude sieht auch aus der Entfernung noch gewaltig aus. Hier ist die Prominenz des 20. Jahrhunderts aus dem Flieger gestiegen, Könige und Präsidenten, Musiker und Schauspielerinnen. Ein Ort mit Geschichte: vor Hundert Jahren war das Gelände ein Truppenübungsplatz, hier wurden unter Willem Zwo die Soldaten ausgebildet, die in die Schlachten des ersten Weltkriegs zogen. In den gigantischen unterirdischen Anlagen feierten HJ-Burschen und BDM-Mädels rauschende Feste mit den letzten Vorräten des Dritten Reichs, als die Russen bereits einmarschiert waren. Heute ist alles ruhig, der Ort kommt endlich zur Ruhe. Das hohe Gras, durch die lange Dürre schon ganz gelb geworden, erinnert an Gerstenfelder. Keine Flugzeuge mehr, keine Fluglotsen. Hier heben nur noch die Kiffer und die Krähen ab. Hoffentlich pflanzt jemand mal ein paar Bäume, ein wenig Schatten wäre nicht schlecht. Und im Schatten dieser Bäume wird dann ein eiskaltes Radler serviert … &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-6491443223617268069?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/6491443223617268069/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/tempelhofer-park.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6491443223617268069'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6491443223617268069'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/tempelhofer-park.html' title='Tempelhofer Park'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5140810953068522202</id><published>2010-07-22T04:06:00.000-07:00</published><updated>2010-07-27T10:54:14.155-07:00</updated><title type='text'>Unterwegs im Märchenkiez</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Heute war ich im Park am Nordbahnhof spazieren. Viel ist ja noch nicht los, ein paar Radler habe ich gesehen und Großeltern, die mit ihren Enkeln durch die Botanik pirschen. In Richtung Chausseestraße wird aber gerade ein ganz dolles Ding gebaut. Erst dachte ich, es wäre eine von den vielen Baustellen, die es in dieser Ecke gerade gibt. Dann machten mich der Trabi und der Käfer, die in zwanzig Meter Höhe an Stahlseilen baumelten, doch etwas stutzig. Hatten sich die Bauarbeiter einen Scherz erlaubt, weil der Bauleiter gerade im Urlaub ist? Also bin ich mal näher rangegangen und habe alle möglichen Treppen, Brücken und Kletterseile gesehen. Sieht aus, als käme hier ein Abenteuerspielplatz für Erwachsene hin. Nebenan ist ja schon ein Beachvolleyballfeld und eine Art Strandbad. Strand haben wir ja in Berlin praktisch überall, da brauchen wir gar kein Wasser. Schließlich wurde die ganze Stadt auf einem Strand errichtet. In diesem neuen Park, den es erst seit letztem Jahr gibt, könnte eine richtig schöne Ecke entstehen. Dann muss man nicht immer in den überfüllten Mauerpark, hier kann man herrlich Picknick machen. Das Gras ist hoch gewachsen, ein Zeichen, dass die Leute diese Gegend noch gar nicht richtig entdeckt haben. Das wird sich hoffentlich bald ändern. Das Brunnenviertel erinnert mich immer mehr an die Trabantenstädte, die ich aus dem Rhein-Main-Gebiet kenne. Ruhige und gepflegte Siedlungen, umgeben von Wäldern und Wiesen. Die Fabriken und Bürogebäude, in denen die Leute arbeiten, sind woanders. Mehr Natur als im Brunnenviertel haben auch die Villenbesitzer in Schmargendorf nicht: Im Norden der Humboldthain, eine der schönsten Parkanlagen Berlins, im Osten der Mauerpark, der bald vergrößert wird, im Westen der Park am Nordbahnhof und im Süden die malerischen Friedhöfe an der Ackerstraße. Ein Kiez im Dornröschenschlaf. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5140810953068522202?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5140810953068522202/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/neues-aus-dem-brunnenviertel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5140810953068522202'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5140810953068522202'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/neues-aus-dem-brunnenviertel.html' title='Unterwegs im Märchenkiez'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5113151282210127655</id><published>2010-07-19T09:13:00.000-07:00</published><updated>2010-07-19T09:14:22.855-07:00</updated><title type='text'>Sechsaträja</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Bei diesem Temperaturen könnte ich ja fortwährend über kalte Getränke schreiben. Zum Beispiel über das köstliche Münchner Fassbier beim Hax‘n-Wirt, das mir von einer gepiercten und an allen Armen und Beinen tätowierten Punkerin serviert wird - dazu trägt sie ein Dirndl. Das sollen uns die Bayern mal nachmachen! Nicht ganz soweit wie Berlin ist Google. Die angeblich so tolle Suchmaschine findet das Wort „Sechsaträja“ nicht. Sechsaträja, Sechserträger auf Hochdeutsch und Sixpack auf Neudeutsch. Vielleicht ändert sich ja etwas mit diesem Text? Muss ich gleich mal googeln … &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5113151282210127655?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5113151282210127655/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/sechsatraja.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5113151282210127655'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5113151282210127655'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/sechsatraja.html' title='Sechsaträja'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-7146203826115454253</id><published>2010-07-19T02:31:00.000-07:00</published><updated>2010-08-03T11:19:34.471-07:00</updated><title type='text'>U černého vola</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;In den schwarzen Ochsen auf dem Prager Hradschin sollte man am Vormittag gehen, wenn nur die ernsthaften Trinker, alles schweigsame Herren jenseits der Vierzig, dort Platz genommen haben. Zur Mittageszeit fallen lärmende Touristen und schnatterndes Jungvolk in das winzige Gasthaus ein, es wird dann schnell ungemütlich. Zwar ist das Lokal leicht zu übersehen, aber es steht leider in jedem Reiseführer dieser Welt. Hier wird nicht einfach nur gesoffen, es ist vielmehr eine Choreographie des Trinkens, die sich dem aufmerksamen Betrachter offenbart: Nach einer Weile haben sich die Trinkrhythmen der einzelnen Gäste aufeinander eingespielt. Der Kellner, stoisch wie ein Leichenwagenfahrer, kommt in schöner Regelmäßigkeit durch den Gastraum gelaufen und nimmt stumm die Bierbestellungen entgegen. Wie Auktionsteilnehmer bei Sotheby's nicken die Trinker andeutungsweise oder sie schließen für einen Moment bedeutungsvoll die Augen. Der Kellner registriert, freilich ohne auch nur den Kopf in Richtung der Gäste zu wenden und mit geradezu schläfriger Selbstverständlichkeit, die Bestellungen und bestätigt sie mit einem kurzen Fingerzeig. Das alles wirkt so eingespielt, als säßen sie hier alle seit Anbeginn der Zeiten beisammen. Zu erwähnen ist, dass die Kneipe von einem Kollektiv geführt wird, die Preise äußerst human sind und der Gewinn an eine Blindenschule geht. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-7146203826115454253?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/7146203826115454253/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/u-cerneho-vola.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7146203826115454253'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7146203826115454253'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/u-cerneho-vola.html' title='U černého vola'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-4543876759167065512</id><published>2010-07-18T10:03:00.001-07:00</published><updated>2010-08-04T10:25:49.041-07:00</updated><title type='text'>Sonntagnachmittag</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Alles Langsame und Wiederkehrende übt eine beruhigende Wirkung auf uns aus. Das Neue und das Schnelle verursachen Stress, den wir gerade an heißen Sommertagen vermeiden möchten. Besonders entspannend sind daher langsame, wiederkehrende Ereignisse an Sonntagnachmittagen, beispielsweise in der „Witwe Bolte“ (bei Insidern auch als „Wild Bottle“ unbekannt) in der Uhlandstraße. Hier bedient der vermutlich langsamste Kellner der Milchstraße, ein uralter Schwarzafrikaner, der mit einem unerschütterlichen Stoizismus und der Weisheit der Schnecke ausgestattet ist. Wenn dieser tapfere Greis ein einziges, sanft leuchtendes Weihenstephan an meinen Tisch bringt, denke ich an den Film „Die Zeitmaschine“: Während des langen Weges vom Tresen und zur Gasthaustür hinaus  bis zu meinem Tisch könnte die Sonne unter- und wieder aufgehen, Jahreszeiten könnten vergehen, Weltreiche entstehen und verfallen. Es erfüllt mich jedes Mal mit großer Dankbarkeit, wenn er meinen Tisch erreicht und mir mit unsicherer Hand das Glas entgegen streckt. Hier möchte ich nicht mehr weg, nichts beunruhigt mich, der gleichförmige Fluss der Dinge webt mich in die Straßenszene ein. Am Nachbartisch sitzt eine Familie bei gebratenem Huhn, Brot und Krautsalat, auf der anderen Seite hat sich ein älterer Herr mit seiner Promenadenmischung niedergelassen. Der Kellner nimmt immer nur eine Bestellung auf einmal auf, er hat keinen Notizblock. Dann schlurft er wieder gemächlich ins Innere, gelegentlich unterwegs Kinderköpfe streichelnd und lächelnd. Seine Arbeit hypnotisiert mich wie eine Lavalampe, ein Sonntagnachmittag, der nie zu Ende gehen wird. Denn alles um mich herum wird immer langsamer, bis es endlich zum Stillstand gekommen ist. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-4543876759167065512?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/4543876759167065512/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/sonntagnachmittag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4543876759167065512'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4543876759167065512'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/sonntagnachmittag.html' title='Sonntagnachmittag'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1729536960142397769</id><published>2010-07-14T23:16:00.000-07:00</published><updated>2010-07-14T23:32:09.614-07:00</updated><title type='text'>Der Terror der Wenigen</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;Was für ein spannendes und entspanntes Frühsommervergnügen: Eine junge Multikulti-Truppe aus Deutschland begeistert die Fußballfans in aller Welt bei der Weltmeisterschaft in Afrika. Aber es wäre ja nicht Deutschland, wenn es nicht auch ein paar Miesepeter, Besserwisser und Rechthaber gäbe - zum Beispiel in Neukölln. Da haben linksautonome Herrenmenschen eine libanesische Familie in der Sonnenallee massiv unter Druck gesetzt, eine deutsche Fahne zu entfernen. Als sie dem Befehl der schwarzen Kapuzenträger nicht nachgegeben haben, wurde die Fahne vernichtet. Aber die Migranten haben sich dem Terror nicht gebeugt, sondern eine neue Fahne aufgehängt. So lange, bis die Linksfaschisten aufgegeben haben. Auch die vielen anderen Araber und Türken in Neukölln, denen die Fahnen vom Auto geklaut wurden, haben sich nicht einschüchtern lassen. Sie haben es einfach satt, sich in die Rolle des unterdrückten Ausländers pressen zu lassen. Und sie haben dabei bewiesen, dass sie mehr über die Geschichte dieses Landes wissen als die hochnäsigen linken Blockwarte. Schwarz-rot-gold ist die Farbe der Republik, nicht die Farbe der Monarchie oder der Diktatur. Die Migranten haben sich längst vom Gesinnungsterror der Linksradikalen emanzipiert, Kreuzberg oder Neukölln gehören nicht westdeutschen Rechtsanwalts- und Apothekerkindern, die nach Berlin kommen und Revolution spielen wollen. Es mag sicherlich viele Unterschiede zwischen Rechts- und Linksradikalen geben, der IQ, die Methoden und das arrogante Herrenmenschentum gehören sicher nicht dazu. Mit den charakterlichen Qualitäten, die der autonome Block dieser Tage gezeigt hat, hätte man auch mühelos in der SA oder der Waffen-SS Karriere gemacht. Ein farbiger Berliner wurde aus einem "linken" Lokal geschmissen, weil er ein kleines Armband mit den Farben der DFB-Elf trug. Warum ziehen diese humor- und hirnlosen Schlägertrupps nicht woanders hin, wenn sie dieses Land und ihre eigene Herkunft so hassen? Palästina oder Kuba wären doch eine schöne Alternative. Dort freut man sich bestimmt jetzt schon über die teutonischen Besserwisser und selbsternannten Oberklugscheißer, die anderen gerne die Welt erklären. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1729536960142397769?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1729536960142397769/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/der-terror-der-wenigen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1729536960142397769'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1729536960142397769'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/der-terror-der-wenigen.html' title='Der Terror der Wenigen'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-6123996694962255907</id><published>2010-07-11T03:24:00.000-07:00</published><updated>2010-07-11T11:04:52.561-07:00</updated><title type='text'>Hundert Jahre Gründlichkeit</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Früher hieß es einmal: Wenn sich zwei Deutsche treffen, gründen sie einen Verein. Denn der Deutsche, insbesondere der Preuße liebt die Ordnung und legt gerne selbst mit Hand an. Alsbald blühen die Tages- und Geschäftsordnungen, über Weg und Ziel wird streng nach Protokoll debattiert. Das Protokoll landet in einem Aktenordner, für deren Ordnung wiederum Erste und Zweite Vorsitzende, Geschäftsführer und Kassenwarte sorgen dürfen. Es scheint tief im Wesen des Deutschen verankert, das Gewusel des echten Lebens um uns herum zu sortieren, zu katalogisieren, zu prüfen, zu bewerten und am Ende seinem pädagogischen Impetus freien Lauf zu lassen. Schließlich ist der deutsche Vereinsmeier nicht nur ein Ordnungshüter, sondern auch ein Lehrmeister. Er muss es doch wissen, er ist ja seit 25 Jahren in einem Verein. Der deutsche Vereinsmeier braucht seine Bezugsgruppe, denn er fühlt sich nur in der Gruppe stark. Aus dem Schutz der Meute kläfft er dann all die ahnungslosen Laien an, die gar nicht wissen, wovon sie reden. Sonst wären sie ja in einem Verein. Aus Sicht der Vereinsmeier ist der unorganisierte Bürger ein Wilder, ein noch zu zähmender Eingeborener, ein vorläufig noch verlorener, aber doch zu missionierender Vereinsloser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine neuere Variante des teutonischen Vereinslebens ist die Bürgerinitiative: Alles bleibt beim alten, klingt aber modern und nicht so spießig wie Verein. Zur Sicherheit hat die Bürgerinitiative aber noch ein „e.V.“ hinten dran hängen. Wegen der Steuer und wegen der deutschen Gründlichkeit. Das haben wir schließlich schon immer so gemacht. Was den linksalternativen vom altpreußischen Verein unterscheidet, ist nicht die arrogante Eitelkeit der selbstverliebten Schwätzer, von denen er im Regelfall geleitet wird, oder die kleinkarierte Korinthenkackerei um Tagesordnungsänderungsanträge oder die politisch korrekte Rechtschreibung im Protokoll, sondern die Paranoia und die Schizophrenie, die ihn vom Gründungstag an begleitet. Der linksalternative Vereinsmeier gibt sich gerne staatskritisch und hält sich, vermutlich aufgrund der hochbrisanten Vereinsziele, für einen verkappten Guerillakämpfer, der eigentlich schon mit einem Bein im Untergrund steht. Kritiker seines Vereins sind daher logischerweise automatisch Bullenspitzel oder bezahlte Schergen des kapitalistischen Regimes, denen es mit Aggression und Misstrauen zu begegnen gilt. Statt nun aber diese Paranoia konsequent auszuleben und den verfluchten Ausbeuterstaat mit allen Mitteln zu bekämpfen, werden Steuerprivilegien und Fördermittel erbettelt. Der Staat soll gefälligst die Mittel zur Verfügung stellen, wenn nach alter Väter Sitte zur Jahreshauptversammlung der „Bürgerinitiative zum Sturz der imperialistischen Weltordnung“ ins Hinterzimmer eingeladen wird. In Deutschland gibt es sogar einen „Förderverein zur Erforschung des Messi-Syndroms e.V.“, also einen Verein der Organisationsunfähigen. Was wäre die Welt schließlich ohne den deutschen Verein, ohne die deutsche Ordnung und ohne den deutschen Gruppenzwang? &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-6123996694962255907?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/6123996694962255907/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/hundert-jahre-grundlichkeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6123996694962255907'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6123996694962255907'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/hundert-jahre-grundlichkeit.html' title='Hundert Jahre Gründlichkeit'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-6935166164565573450</id><published>2010-07-09T08:51:00.000-07:00</published><updated>2010-07-09T08:52:19.855-07:00</updated><title type='text'>Temperatur: steigend</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Jeder geht ja anders mit 36 Grad im Schatten um. Neulich hatte ich Besuch und wir haben gemütlich in einem Biergarten gesessen. Nach dem dritten Bier hat der Besuch im Klo das T-Shirt gewechselt. Biertrinken ist Arbeit, deswegen hat er bei diesem Wetter immer mehrere Ersatzhemden dabei. Mein Friseur hingegen legt sich regelmäßig in eine Badewanne mit kaltem Wasser, das spart gegenüber dem ständigen Duschen bares Geld. Ich arbeite am PC wie ein Tennis-Profi mit Handtuch an der Armlehne. Zum hundertsten Mal frage ich mich, ob ich nicht endlich einen Ventilator kaufen soll. Aber bei diesen Temperaturen sind sie doch regelmäßig ausverkauft, oder? Es ist zu heiß, bloß nicht bewegen, nichts denken … &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-6935166164565573450?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/6935166164565573450/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/temperatur-steigend.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6935166164565573450'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6935166164565573450'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/temperatur-steigend.html' title='Temperatur: steigend'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1149453719437385340</id><published>2010-07-08T22:51:00.000-07:00</published><updated>2010-07-08T22:52:39.223-07:00</updated><title type='text'>Mauerwiese, Rummelplatz oder MTV-Hot Spot</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Im vergangenen Jahr stellte MTV Europe die fünf „MTV Hot Spots“ in Berlin vor. Dazu gehörte auch der Mauerpark. Wer jung ist, ultracool und megahip, stattet diesem Treffpunkt der Kulturen einen Besuch ab, wenn er nach Berlin kommt. Auch wenn man in einer gut sortierten Buchhandlung die einheimischen und internationalen Reiseführer durchblättert, wird einem der Mauerpark als Chillout-Zone und Event-Location um die Ohren gehauen. Resultat: Der Park ist kein Park mehr, er ist einfach eine unasphaltierte Freizeitfläche. Man könnte ihn auch komplett betonieren und mit Kunstrasen bekleben. Wie heißt es in „Berlin für junge Leute“ (Herden Studienreisen Berlin, 2009) lapidar: „Dieser Park ist eine autonome Rummelbude rund um die Uhr und keine Grünfläche.“ Der Name „Mauerpark“ ist jedenfalls irreführend. Erst war im Mauerpark keine Mauer mehr, jetzt ist auch der Park verschwunden. Er ist eher eine Festwiese wie die Theresienwiese in München, wo alljährlich das Oktoberfest stattfindet, oder eine Liegewiese, wie wir sie aus dem Freibad kennen. Von Natur keine Spur. Auf dieser tot getrampelten Steppe würde noch nicht mal eine Feldmaus ihre Kinder großziehen wollen. Natürlich ist so ein innerstädtischer Park kein Biotop oder gar Naturschutzgebiet, man wird nicht eines Morgens ein Reh auf der Lichtung stehen sehen. Aber vielleicht wird bei der Vollendung des Parks auch ein klein wenig an die Natur gedacht und nicht nur an erlebnishungrige Kids auf Klassenfahrt und Prenzelberg-Schwaben. Für einen Rummelplatz müssen wir keine Bäume pflanzen.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1149453719437385340?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1149453719437385340/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/mauerwiese-rummelplatz-oder-mtv-hot.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1149453719437385340'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1149453719437385340'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/mauerwiese-rummelplatz-oder-mtv-hot.html' title='Mauerwiese, Rummelplatz oder MTV-Hot Spot'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-2403525014448442030</id><published>2010-07-05T08:32:00.000-07:00</published><updated>2010-07-05T08:33:10.732-07:00</updated><title type='text'>Meta-Text</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wo kommen eigentlich die ganzen Buchstaben und Wörter hin, die man am Computer löscht? Was passiert mit denen? Kommen die irgendwo hin? Und wenn ja: Was machen die da? Darüber hat sich noch nie jemand Gedanken gemacht. Wir löschen als globale User-Gemeinde vermutlich jeden Tag achtlos den Komplettinhalt von Wikipedia aus unseren Mails und Textdateien. Was ist, wenn sich eines Tages all die ausgestoßenen Buchstaben, Wörter und Sätze zu einem gigantischen Text formieren und aus dem Hades des Ausgelöscht-Seins herauf kommen? Wenn der Text, geknechtet und entwürdigt, eines Tages gegen uns zurückschlägt? Denken Sie einmal darüber nach, wenn Sie wieder einmal allzu leichtfertig Textfragmente in die Welt setzen, um anschließend die Delete-Taste zu drücken. &lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-2403525014448442030?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/2403525014448442030/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/meta-text.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/2403525014448442030'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/2403525014448442030'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/07/meta-text.html' title='Meta-Text'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1027444891850329225</id><published>2010-06-25T11:42:00.000-07:00</published><updated>2010-07-26T07:32:50.817-07:00</updated><title type='text'>Brunnenstraße Outdoor Sommer 2010</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Soll ich oder soll ich nicht? Aber dann denke ich mir, es ist meine Entscheidung. Und ich mag die kleinen Kerle einfach, kann nicht mal sagen warum. Also bekommen sie etwas, obwohl sie ja eigentlich durch ihr unverschämtes Erscheinen nur Ignoranz verdient hätten. Kennen Sie jemand, der sich plötzlich an Ihren Tisch setzt und wortlos ein Stück von Ihrer Pizza klaut? Ich schon. Angeblich handelt es sich um eine aussterbende Art in Deutschland, aber ich wette, es handelt sich dabei nur um raffinierte Propaganda- und Marketing-Spielchen. Die Biester sind aber auch so was von durchtrieben, sie sind die Anlageberater unter den Vögeln. Erst kommen sie immer ganz klein und scheinheilig angeschissen, als ob sie keiner Seele was zu Leide tun könnten. Dabei ahmen sie bisweilen das klagende, fordernde Zwitschern ihrer eigenen Kinder nach, um an den anstrengungslosen Wohlstand auf meinem Teller zu gelangen. Gerne gebe ich nach, das gebe ich auch gerne zu. Ob Basmati-Reis oder Sonnenblumenkerne von einem Sonnenblumenkernbrötchen, Pommes oder Spätzle - unsere kleinen Freunde schnappen es und segeln mit ihrer Ladung in entfernte Nester. Der Terminplan ist eng, die kleinen Nervensägen - hatte ich erwähnt, dass es sich um Spatzen handelt? - holen sich wie Steuereintreiber ihren Teil bei mir ab. Was mir bleibt? Ich gebe den dünnen Spatzen mehr als ihren dicken Kollegen. Man sollte die Tiere nicht zu Tode mästen, damit tut man ihnen keinen Gefallen. Ich habe im Yosemite-Nationalpark in Kalifornien Eichhörnchen gesehen, die waren zu fett, um noch die Bäume hoch zu kommen, weil sie zu viele Hotdogs und Burger gegessen haben. Aber unsere Spatzen sind noch längst nicht soweit. Die Kellner mögen sie zwar nicht, die kleinen Mitesser, die alles zu scheißen. Ich aber füttere sie heimlich unter dem Tisch, die Anarchie der alten Herren. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1027444891850329225?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1027444891850329225/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/06/brunnenstrae-outdoor-sommer-2010.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1027444891850329225'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1027444891850329225'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/06/brunnenstrae-outdoor-sommer-2010.html' title='Brunnenstraße Outdoor Sommer 2010'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1437518826394740966</id><published>2010-06-21T11:28:00.000-07:00</published><updated>2010-06-21T11:37:01.461-07:00</updated><title type='text'>Der Wedding im Netz</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Hochgeschätzte Leserschaft,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;unter &lt;a href="http://www.derwedding.de/"&gt;www.derwedding.de&lt;/a&gt; finden Sie ein hervorragendes Magazin zur Alltagskultur im Wedding. Freundlicherweise findet sich auch ein Text des Kiezschreibers auf dieser Seite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Kiez ist praktisch nicht mehr aufzuhalten, hier entsteht das neue Berlin in alter Tradition: lebensnah, hemdsärmelig, schlagfertig, bodenständig, frech nach oben, freundlich nach unten, immer in Bewegung und mit 'nem lockeren Spruch auf den Lippen.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1437518826394740966?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1437518826394740966/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/06/der-wedding-im-netz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1437518826394740966'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1437518826394740966'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/06/der-wedding-im-netz.html' title='Der Wedding im Netz'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-917208733105451183</id><published>2010-06-19T12:22:00.001-07:00</published><updated>2010-06-19T12:25:17.233-07:00</updated><title type='text'>Fußballweltmeisterschaft</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Warum Fußball? Wo ist da der Sinn? Warum hat mich dieser Sport je interessiert? Was ist schiefgelaufen, warum bin ich hier? Fragen wie diese warf die Partie England-Algerien (0:0) auf, die gestern weltweit übertragen wurde. Grundsätzlich das eigene Handeln in Frage stellend verbrachte ich den restlichen Abend. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-917208733105451183?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/917208733105451183/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/06/fuballweltmeisterschaft.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/917208733105451183'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/917208733105451183'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/06/fuballweltmeisterschaft.html' title='Fußballweltmeisterschaft'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-6172629099378225900</id><published>2010-06-18T09:08:00.000-07:00</published><updated>2010-06-18T09:13:02.293-07:00</updated><title type='text'>1975</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Die tollen Leute hatten früher lange Haare und hingen im Sommer am Baggersee rum. Ich fuhr mit meinem Klapprad an ihnen vorbei und hätte gerne dazu gehört. Statt dessen lagen unsere Räder wenig später im Sand und wir stopften uns mit Mirabellen voll. Ich weiß nur noch, das wir den ganzen Nachmittag durch die Gegend gefahren sind und dabei immer irgendwelche wichtigen Ziele hatten, die aber eigentlich lächerlich waren. In Wirklichkeit krochen wir auf Schutthügeln herum, schmissen Ziegelsteine aus verwaisten Rohbauten, krochen durch Gebüsch, flüsterten, stahlen wertloses Zeug, streiften durch die ganze verlassene Welt, die man als Erwachsener nicht mehr kennt: versteckte Wiesen, Bahndämme, Ruinen, Baustellen, Industriebrachen. Wertlose menschenleere Flächen, angefüllt mit gefährlichen Räuberbanden und außerirdischen Bedrohungen, vergrabenen Schätzen und verwunschenen Höhlen. Die tollen Leute mit den langen Haaren hatten eindeutig das bessere Leben. Ich hätte gerne gewusst, über was für geheimnisvolle Dinge sie miteinander sprachen. Wenn ich sie aus der Ferne sah, träumte ich von ihrem Leben. Später war ich auch älter, hatte längere Haare und saß am Baggersee. Aber das Geheimnis habe ich nie gefunden. Eigentlich hat sich seitdem nicht viel verändert: Wir tun Dinge, die wir zu einem bestimmten Zeitpunkt für wichtig halten. Die Gründe vergessen wir oder wir erfinden nachträglich neue. Zum Glück hören die Träume irgendwann einfach auf. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-6172629099378225900?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/6172629099378225900/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/06/1975.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6172629099378225900'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6172629099378225900'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/06/1975.html' title='1975'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-4367379781297518964</id><published>2010-06-04T06:56:00.000-07:00</published><updated>2010-06-04T06:57:09.937-07:00</updated><title type='text'>Neues aus dem Schloss</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Nach dem Prinzen auf der Erbse kommt jetzt Prinz Valium. Da hätte ich es ja auch gleich selbst machen können ... &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-4367379781297518964?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/4367379781297518964/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/06/neues-aus-dem-schloss.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4367379781297518964'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4367379781297518964'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/06/neues-aus-dem-schloss.html' title='Neues aus dem Schloss'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-4459023741781037900</id><published>2010-06-03T02:35:00.000-07:00</published><updated>2010-06-03T02:42:40.655-07:00</updated><title type='text'>Schreiend aufwachen</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Ich weiß nicht, wann sie angefangen haben, auf mich zu schießen. Aber wahrscheinlich wird früher oder später auf jeden geschossen, der nicht ganz dem Durchschnitt entspricht. Ich muß aufgefallen sein, sie haben mich entdeckt, wahrscheinlich eine Weile beobachtet und dann, als ihnen etwas an mir mißfallen hat, haben sie angefangen, auf mich zu schießen. Bevor alles anfing, hatte ich Freunde. Ich würde gerne wissen, ob sie noch leben. Ob auch auf sie geschossen wird? Ich bin so allein. Aber wie könnte ich die Wohnung verlassen? Draußen warten sie, und wenn ich hinaus komme, werden sie wieder auf mich schießen. Ich weiß noch nicht einmal, wie sie aussehen. Nur ihre Kugeln schlagen hier und da ein. Sie schießen einfach, auch wenn sie mich gar nicht im Visier haben. Sie wissen ja, daß ich da bin. Wo sollte ich denn auch sonst hin? Auf allen Vieren krieche ich durch die Wohnung, immer unterhalb der zerschossenen Fenster. Als ich damals in die Wohnung eingezogen bin, habe ich noch über das winzige Badezimmerfenster geschimpft. Heute atme ich auf, wenn ich das Badezimmer erreicht habe. Gierig trinke ich das Wasser aus der Toilettenschüssel. Oft bleibe ich dann stundenlang in der leeren Badewanne liegen und träume. Im Winter ist es schön warm am Heizkörper. Ich habe dort einen Berg von alten Kleidern zusammen getragen, in den ich gerne hinein krieche. Oben pfeift der eisige Wind hinein und ich luge nur mit der Nasenspitze heraus. Mit lautem Knall platzt der Putz der gegenüber liegenden Wand heraus. Sie haben wieder geschossen. Sie schießen immer. Vielleicht wollen sie mich auch gar nicht treffen. Wahrscheinlich wollen sie mich nur zermürben, mich soweit bringen, daß ich mich ihnen ausliefere oder mich selbst töte. Aber ich kann warten. Ich lese viel, zuerst habe ich die unteren Reihen meines Bücherschranks durchgeforstet und nach und nach alles gelesen, was ich gefunden habe. Später habe ich dann mit einem aufgeklappten Zollstock, den ich in der Küche unter der Spüle gefunden habe, die oberen Reihen abgeräumt. Die guten Sachen standen natürlich ganz oben. Inzwischen habe ich gelernt, um die Einschußlöcher herum zu lesen. Ich ergänze einfach die Sätze, Zeit zum Nachdenken habe ich ja genug. Eigentlich höre ich die Schüsse kaum noch. Würden sie eine Nacht lang nicht auf mich schießen, nur eine Nacht, ich würde womöglich schreiend aufwachen. Ich habe mich eingerichtet in diesem Leben, aber ich wüßte dennoch gerne, warum denn überhaupt auf mich geschossen wird. Darüber denke ich oft nach. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-4459023741781037900?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/4459023741781037900/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/06/schreiend-aufwachen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4459023741781037900'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/4459023741781037900'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/06/schreiend-aufwachen.html' title='Schreiend aufwachen'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5505286508840139679</id><published>2010-05-03T02:33:00.000-07:00</published><updated>2010-05-03T02:34:24.371-07:00</updated><title type='text'>1. Mai im Brunnenviertel</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Es gibt zwei Sorten ideologisch verblendeter Menschen in Deutschland: Neoliberale und Neonazis. Gleimi, der Kobold, der unter dem Tunnel im Brunnenviertel wohnte, konnte beide nicht ausstehen. Am ersten Mai begab es sich aber, dass die Neonazis durch den Prenzlauer Berg marschierten, um andere Menschen einzuschüchtern und Zwietracht in der Stadt zu sähen. Halslose Sitzriesen mit Springerstiefeln, blasse dürre Hakenkreuzträger, kahlgeschorene Lederfetischisten, fast ausschließlich Männer, hasserfüllte Singles aus hässlichen Dörfern, Menschen, die keine Freunde fanden außer Neonazis, Verlierer, Leute, die alleine überhaupt nichts auf die Reihe bekamen. Etwa hundert von ihnen hatten sich auf ihrer Flucht vor den Gegendemonstranten in den Mauerpark verlaufen. Da kam Gleimi eine Idee. Er zog seine magische Flöte aus dem Wams, ging auf die Neonazis zu und begann, die deutsche Nationalhymne zu spielen. Dann ging er voran und die ganze Sackmilbenbrut folgte ihm brav. Er zog mit ihnen die ganze Swindemünder Straße entlang, über den Vinetaplatz, an allen Häusern vorbei. Die Menschen hatte die Fenster geöffnet, freuten sich und warfen der Nazi-Horde sogar Obst zu, dessen Haltbarkeitsdatum allerdings schon deutlich überschritten war. Und so zog Gleimi mit den Neonazis unter die Erde des Gleimtunnels, wo er sie in einen ringförmigen Gang weiter marschieren ließ. Und wenn sie nicht vor Blödheit gestorben sind, marschieren sie noch heute. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5505286508840139679?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5505286508840139679/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/05/1-mai-im-brunnenviertel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5505286508840139679'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5505286508840139679'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/05/1-mai-im-brunnenviertel.html' title='1. Mai im Brunnenviertel'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-7554661282207678873</id><published>2010-04-23T12:47:00.000-07:00</published><updated>2010-04-23T12:51:36.391-07:00</updated><title type='text'>Kiezschreiber-Look gesucht</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Beim ersten Mal habe ich mich zwar gewundert, aber nichts weiter dabei gedacht. Beim zweiten Mal habe ich mir nach dem Wundern gedacht, Frühlingsanfang ist sowieso eine komische Zeit. Neulich stand zum Beispiel ein kahlköpfiger E-Gitarrist mit seinem Instrument an der Fußgängerampel, ich wartete auf Grün und er zupfte lautlos an seinem Instrument herum. Alles okay soweit. Aber beim dritten Mal habe ich echt angefangen nachzudenken. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Im Winter bekomme ich von einer Dame unbestimmten Alters zu hören, dass ich wie ein Dachdeckermeister aussehe. Dachdeckermeister! Ich?! Gut, das alles fand vor einer psychatrischen Tagesklinik statt, also habe ich nicht lange darüber nachdenken müssen. Aber dann neulich die junge Frau in der U-Bahn-Station. Ich sei ein Kontrolleur, sie würde mich kennen. Ich verneine, sie erzählt derweil in ihr Handy, sie hätte einen Kontrolleur auf dem Bahnsteig erkannt. Und dann, drittens, komme ich zu einer Eröffnungsfeier an der Brunnenstraße und eine dauergewellte Frau erklärt mir: Sie sind von der Polizei. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Was ist los? Warum erzählen mir die Leute, dass ich wie ein Dachdecker, Kontroletti oder Bulle aussehe? Warum sehe ich nicht aus wie ein Kiezschreiber? &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-7554661282207678873?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/7554661282207678873/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/04/kiezschreiber-look-gesucht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7554661282207678873'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/7554661282207678873'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/04/kiezschreiber-look-gesucht.html' title='Kiezschreiber-Look gesucht'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-6175027938542735566</id><published>2010-04-16T10:55:00.000-07:00</published><updated>2010-04-16T10:56:27.403-07:00</updated><title type='text'>Frühling 2010</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Ja, wie geht’s denn so? So lala halt. Aber was heißt das? Schließlich geht es dem ganzen Land so. So lala heißt zum Beispiel: nicht besoffen. Wenn man wenigstens besoffen wäre ... – alles würde gleich weniger mittelmäßig bis kritisch wirken. So lala heißt: ging einem schon besser, ging einem schon schlechter. Tja, die Lebenserfahrung. Ohne sie wäre alles immer neu und aufregend. Aber wenn man in die Jahre kommt, beginnt man zu vergleichen. Und dann ist fast alles so lala. Vielleicht wird alles anders, wenn wir Fußballweltmeister werden. Ganz anders. Richtig doll ganz anders. Bis es wieder so lala ist. Naja. So weit, so gähn. Weihnachten ist manchmal schön. Und was machen wir an Silvester? Bei Anja und Klaus gibt es Fondue. So endet das Jahr, so fängt das neue Jahr an. Kein Wunder, dass es so ist wie es ist. Man muss ja für lala dankbar sein. Immerhin ist man nicht krank. Manche Leute haben sogar Arbeit und verdienen Geld dabei. So geht’s auch. Wann ist eigentlich dieser Text zu Ende? &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-6175027938542735566?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/6175027938542735566/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/04/fruhling-2010.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6175027938542735566'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/6175027938542735566'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/04/fruhling-2010.html' title='Frühling 2010'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-934178219342939689</id><published>2010-04-16T10:52:00.000-07:00</published><updated>2010-04-16T10:53:55.966-07:00</updated><title type='text'>Briefkasten heute</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Gehen Sie noch gerne an Ihren Briefkasten? Und wenn ja: warum? Ich gehe nicht mehr gerne dorthin. Der Grund: Früher war alles besser. Ja, ich weiß, Sie werden jetzt sagen, dass alle alten Menschen sagen, früher sei alles besser gewesen. Aber ich bin erst Dreiundvierzig und in diesem Falle stimmt es einfach. Früher habe ich im Briefkasten tatsächlich Briefe gefunden. Sie erinnern sich, diese länglichen viereckigen Dinger mit Inhalt - und ich rede jetzt nicht vom neuesten Plasma-Bildschirm. Es gab farbige Ansichtskarten mit einsilbigen Erzählungen, Aufrufe zum politischen Protest und gelegentlich habe ich sogar Schokolade von der Nachbar-WG entdeckt. Und heute? Nur noch Rechnungen und Reklame, alles Nette kommt per E-Mail. Im Briefkasten nur Mörgel und Schlunz, ich mag ihn gar nicht mehr aufmachen. Aber gelegentlich tut man es doch, so wie man einen Mülleimer leert oder seine Blase. Und was finde ich dieser Tage? Einen unauffälligen Umschlag, der einen merkwürdig antiquierten und seriösen Eindruck macht. Es schreibt mir die VG Wort, eine Organisation, die die Rechte der Autoren vertritt, ähnlich der GEMA für die Musiker. Man habe in meinem Namen über viele Jahre einen Prozess bis vors oberste Bundesgericht getrieben und schließlich gewonnen. Über meinen Anteil an der erstrittenen Summe habe man mir einen Scheck ausgestellt, der beiliege. Es sind fast tausend Euro, die ich auf diese Weise im Briefkasten finde. Seitdem schlendere ich jeden Morgen pfeifend, die Hände in den Hosentasche, die Treppen zu den Briefkästen hinunter. Welche Wunder erwarten mich heute? &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-934178219342939689?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/934178219342939689/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/04/briefkasten-heute.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/934178219342939689'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/934178219342939689'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/04/briefkasten-heute.html' title='Briefkasten heute'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-2086306734357213128</id><published>2010-04-10T02:26:00.000-07:00</published><updated>2010-04-10T02:28:09.789-07:00</updated><title type='text'>Ein Traum</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;In Russland stürzt ein Flugzeug ab, der polnische Präsident und andere hochrangige Politiker kommen ums Leben und in Deutschland kommt man ins Träumen: Was wäre, wenn alle unsere Besserwisser und Wichtigtuer in ein einziges Flugzeug steigen und, sagen wir mal, in den Wannsee stürzen und ertrinken? Dann bekämen wir vielleicht einen Bundespräsidenten, der nicht wie ein verirrter Sparkassendirektor durch die Republik geistert. Eine Bundeskanzlerin, die eigenständige politische Positionen verträte und erkennbare politische Ziele verfolgte. Einen Außenminister, der als oberster Diplomat dieses Land vertreten könnte – und keinen miesen kleinen Kläffer, der Sozialhilfeempfängern nicht die Wurst auf dem Brot gönnt und ihnen spätrömische Dekadenz unterstellt, der Kritik nicht pauschal als schwulenfeindlich und demokratiegefährdend denunziert und seinen Kumpels aus dem Darkroom sein Amt für Geschäftemacherei zur Verfügung stellt. Einen Verteidigungsminister statt einem Kriegsminister. Vielleicht wären sogar ein paar katholische Bischöfe an Bord. Ach, wäre das schön! Jürgen Möllemann ist vor einigen Jahren mit gutem Beispiel voran gegangen oder besser: gesprungen ... &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-2086306734357213128?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/2086306734357213128/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/04/ein-traum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/2086306734357213128'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/2086306734357213128'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/04/ein-traum.html' title='Ein Traum'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3612182845810795227</id><published>2010-04-08T03:17:00.000-07:00</published><updated>2010-04-08T03:18:09.607-07:00</updated><title type='text'>Frühlingserwachen</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Ich träumte von einer hellen, schönen Villa in Italien und erwachte an einem Ort, den ich nicht kannte. Ich lag auf einer Matratze und blickte über einen schmutzigen, von allerlei Lumpen und Unrat übersäten Holzboden. Die Sonne schien durch zerbrochene Scheiben, hinter denen sich ein grün leuchtendes Dickicht in alle Richtungen zu erstrecken schien. Das Licht spielte in den leeren Weinflaschen, ich sah eine Weile zu. Dann erhob ich mich und drehte mich zum ersten Mal in diesem Raum um. Ein wurmstichiger Schrank, dem eine Tür fehlte. Vergilbte Zeitungsausschnitte an einer Wand, die ich nicht entziffern konnte, die Pressefotos schienen Boxer oder Politiker zu zeigen. Ein umgeworfener Stuhl. Ich ging in den nächsten Raum, auch hier alles zerstört und verwahrlost. Das Haus mußte schon seit langem verlassen sein, nichts erinnerte mehr an einen menschlichen Gebrauch, es war, als seien die menschengemachten Dinge ohne Seele, jetzt wo sie wieder ein Teil der Natur wurden. Im Haus selbst keine Geräusche, draußen lärmten unzählige Vögel. Ich ging weiter und kam in einen großen hohen Raum, offenbar die Eingangshalle. Die runde Treppe ins obere Stockwerk lag zerbrochen an der Seite, ich ging ins Freie. Im wuchernden Gras waren die Umrisse von Wegen kaum noch zu erkennen, hinter dichtem Gebüsch erhob sich ein hoher Laubwald. Wer hier wohl gewohnt haben mochte? Das Haus bot keine Hinweise. Ich ging ein wenig in der näheren Umgebung spazieren. Keine anderen Häuser, keine Straßen, nur Wälder und Wiesen, die vor geschäftigen Insekten zu vibrieren schienen. Sicher war hier schon lange niemand mehr gewesen. Ein von den Menschen vergessener Ort. Ich ging zurück und legte mich wieder hin. Was machte ich hier eigentlich? &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3612182845810795227?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3612182845810795227/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/04/fruhlingserwachen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3612182845810795227'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3612182845810795227'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/04/fruhlingserwachen.html' title='Frühlingserwachen'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-8554177257390093105</id><published>2010-03-23T07:22:00.000-07:00</published><updated>2010-03-23T07:23:22.724-07:00</updated><title type='text'>Deutsche Städte</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Gibt’s vor Ekel kein Entrinnen,&lt;br /&gt;Sollst du ihm ein Liedchen singen. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Den Anfang soll mal Kassel machen,&lt;br /&gt;Wir lassen’s also richtig krachen. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Sogleich fällt mir noch Frankfurt ein,&lt;br /&gt;Es nicht zu nennen wär’ gemein. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Und denke ich an Gütersloh,&lt;br /&gt;Werd’ ich des Lebens nicht mehr froh. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Gäb’ es denn ein Totenreich,&lt;br /&gt;Es wär’ Hannover sicher gleich. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Der Hölle bin ich auserkor’n,&lt;br /&gt;Ich weiß, sie ist in Paderborn. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Verloren bin ich auf der Welt,&lt;br /&gt;Und das reimt sich auf Bielefeld. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-8554177257390093105?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/8554177257390093105/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/03/deutsche-stadte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/8554177257390093105'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/8554177257390093105'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/03/deutsche-stadte.html' title='Deutsche Städte'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-1698307337313400216</id><published>2010-03-03T14:27:00.000-08:00</published><updated>2010-03-03T14:30:08.444-08:00</updated><title type='text'>Unhappy End</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Er dämmerte und döste, wie aus weiter Ferne hörte er seinen eigenen Atem als sei es das Meeresrauschen, ruhig und regelmäßig. Seine Nase juckte plötzlich, einen Augenblick war er wieder mehr wach als schlafend, dann lähmte diese herrliche Schwäche erneut seine Glieder. Minuten oder Stunden später erwachte er endgültig, Brust und Stirn waren naß von der sommerlichen Hitze. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;"Liebes Glas,&lt;br /&gt;wir haben zusammen wundervolle Stunden erlebt. Vor allem, wenn ich durstig war. Manchmal konnte ich es kaum erwarten, dich zu sehen. Vor allem wenn du voll warst. Und wenn im Sommer Eiswürfel in dir schwammen. Ich denke gerne über dich nach. Du hast mir oft geholfen, auch wenn man aus der Flasche trinken kann. Morgens, wenn es mal keinen Frühschoppen gab, warst du mit Milch gefüllt, gelegentlich mit Wasser, zum Blumen gießen. Was machst du gerade? Stehst du mit anderen Gläsern in einem dunklen Schrank und plauderst ein wenig? Klingt ihr leise aneinander, wenn niemand zuhört? Was Gläser wohl denken? Wir lachen, wenn wir sie in der Hand halten, wir weinen, wir sind beim Trinken in großartiger Gesellschaft oder ganz alleine. Glas, mein Freund! Wie wirst du mir fehlen ..." &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Jason Frake stand endlich auf, benommen von der Hitze und vom langen Schlaf. Sein graues T-Shirt war dunkel vor Schweiß. Die Jalousien ließen feine Lichtspeere auf das Bett fallen, in denen der Staub tanzte. Er blieb eine Weile aufrecht im Bett sitzen und sah sich um. Ein billiger Wandkalender mit Tiermotiven, ein Nachtschränkchen, das sich nach kurzer Inspektion als leer entpuppte. An der Tür war etwas von der hellgrünen Farbe abgesplittert, dunkles fauliges Holz quoll hervor.&lt;br /&gt;Jason beschloß zu telefonieren. Zunächst mit dem Läufer-Verlag, für den er den täglichen Fortsetzungsroman lieferte, meist Liebesgeschichten im medizinischen Milieu. "Frake, was wollen Sie noch?" hieß es, er war völlig verwirrt. Seit vier Wochen nicht mehr im Geschäft, kein neuer Vertrag. Gefeuert. Und plötzlich war ihm das Zimmer völlig unbekannt. Was machte er hier? Er stand auf und öffnete die Tür. Ein langer fensterloser Gang, kein Mensch zu sehen. Nachdem er eine Weile überlegt hatte, gab er dem quälenden Durst als erstes nach. Er zog ein Hemd und eine Hose an, auch Schuhe fanden sich an seinem Bett. Dann zog er die Tür hinter sich zu und ging den Gang hinab. Es folgte eine Treppe und bald stand er in einer weitläufigen Halle.&lt;br /&gt;"Herr Wurmsacker", rief ihm ein fahlgesichtiger und dürrer junger Mann entgegen, der an einem Tresen stand. Jason mochte seinen richtigen Namen nicht: Tobias Wurmsacker. Trotzdem bewegte er sich langsam auf die Stimme zu. "Ihre Rechnung. Sie haben seit Wochen nicht bezahlt." Der Rezeptionist hielt ihm ein weißes Blatt mit vielen schwarzen Zahlen vor das Gesicht. Instinktiv zog Frake die Brieftasche, aber sie war leer. Das beunruhigte ihn, aber er lächelte dennoch tapfer. "Ich gehe gleich zum Geldautomat." Eine alte Frau putzte in einiger Entfernung den Boden. Der junge Mann schwitzte. Schweißtropfen rannen von der Stirn in die pechschwarzen Augenbrauen, er faßte sich an den Kopf und verschob seine hellblonde Perücke etwas, so daß ein wenig seines schwarzen Haaransatzes sichtbar wurde.&lt;br /&gt;Jason trat auf die Straße. Lärm aus jeder Richtung. Um die Ecke das dumpfe Klopfen eines Preßlufthammers, mit lautem Klirren ergoß sich schräg vor ihm eine Altglastonne in den Wagen der städtischen Müllabfuhr, ein Lastwagen beschleunigte quälend vor einer Ampel. Ein paar Jugendliche lachten, als sie ihn vor dem Hotel stehen sahen, und so ging er rasch in eine beliebige Richtung. Er betrat ein Straßencafé und setzte sich allein an einen Tisch. Ein Ober kam bald darauf, geschminkt wie ein Theaterschauspieler. Er hatte tatsächlich ondulierte Löckchen an seinen Schläfen. Was er wünsche, fragte er Jason mit zitternder Unterlippe. Frake gab Kaffee und Wasser in Auftrag und widmete sich der Straßen-szenerie. Mit langen Schritten lief der Briefträger vorüber. "Die Post ist da", rief er etwas übertrieben und schwenkte ein Bündel Umschläge durch die Luft. Eine lachende junge Frau schob einen Kinderwagen durch die Menge und einmal hob sie ihn sogar an, so daß er einen Augenblick auf Kopfhöhe schwebte. Ein älterer Herr kam mit einem Helm vorbei. Endlich der Kaffee. Ein merkwürdig metallischer Geschmack. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;"Liebe Matratze,&lt;br /&gt;eigentlich kenne ich dich so wenig wie du mich kennst. Und doch verbringen wir viel Zeit miteinander. Weich und stumm gewährst du mir Schutz bei Tag und Nacht. Ruhig wie ein Elefant hast du mich durch die Finsternis getragen und meine Träume bewacht. Hier kann ich die Augen schließen. Ob du Wünsche hast? Viel gesehen hast du nicht von der Welt. Wollen wir zusammen verreisen?&lt;br /&gt;Herzliche Grüße, Dein Jason" &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Es war sein geheimer Tick, Briefe an ganz gewöhnliche Gegenstände zu schreiben. An Dinge, über die nie irgend jemand nachdachte und die darum natürlich auch nie Post bekamen. Nach diesen Briefen fühlte er sich besser. Es tat ihm gut, ohne daß er den Grund kannte. Sein Notizbuch war voller Merkwürdigkeiten dieser Art. Er legte ein paar Münzen, die er noch in der Hosentasche hatte, auf den Tisch und ging. Obwohl es nur Kupfermünzen waren, sammelte sie der Ober gleichgültig auf und verstaute sie in der Innentasche seines schwarzen Jacketts.&lt;br /&gt;Jason lief weiter zur Bankfiliale. Ein Lastwagen kreuzte seinen Weg, der hölzerne Kulissen geladen hatte. ‚Komisch‘, dachte Frake, ‚die Wand erinnert mich an das Haus, in dem ich mal gewohnt habe.‘ Es war lange her, seit er sein Elternhaus verlassen hatte. Die letzten zwanzig Jahre hatte er in möblierten Zimmern, kleinen Pensionen und billigen Appartements verbracht. Er war schon lange nicht mehr zu Hause gewesen. Der Begriff "zu Hause" kam ihm merkwürdig fremd vor. Er hatte kein Heim. Diesen Zustand hatte er lange gesucht, totale Freiheit und Unabhängigkeit, völlige Ruhe zum Schreiben. Jetzt nutzte er diese Zeit der Freiheit, um sich mit Schund über Wasser zu halten. Wie weit ihm dieses Wasser schon bis zum Hals stand, würde er gleich in der Bank erfahren.&lt;br /&gt;Die Bankautomaten waren merkwürdig: keinen Schlitz für die Karte und aufgemalte Tasten. War das ein Spaß? Er ging zum Schalter und fragte einen kleinen grauen Angestellten, ob er Geld abheben könne. Die mausgrauen Augen des Mannes hinter dem Schalter flackerten unruhig, er sah Jason lange schweigend an. Dann beugte er sich etwas hinunter, zog ein Bündel Geldscheine aus einer Schublade und schob es über den Banktresen. Jason steckte das Geld ein und ging. ‚So ein Idiot‘, dachte er, ‚ich habe noch nicht einmal etwas unterschrieben.‘ Auf dem Weg zurück ins Hotel kam er an einem modernen Musikalienhandel vorüber. Wieso sollte er sich mit dem vielen Geld nicht ein paar neue CDs gönnen? Er stöberte ein bißchen in den Regalen und zog schließlich eine CD heraus, deren Cover ein tollwütiger Pavian zierte. Er öffnete sie, doch sie war leer. Er nahm eine zweite CD, doch auch hier fehlte der Silberling. Merkwürdiger Laden, offensichtlich hatten sie große Angst vor Dieben. Er ging wieder hinaus und die Straße hinab.&lt;br /&gt;Erst jetzt fiel ihm der mysteriöse Brummton auf, der die ganze Zeit zu hören war. Nur ganz leise, aber scheinbar ohne Quelle, denn er hörte ihn permanent und in gleicher Lautstärke. Lag es an seinen Ohren? Er war sich nicht sicher. Vielleicht ist auch dieser ganze Planet paranoid, dachte er. Vielleicht bin ich der einzige, der nicht paranoid ist. Der Gedanke erleichterte ihn zunächst, dann bekam er Panik. ‚Wenn ich der einzige Normale bin, dann habe ich ein Problem‘. Aber es gibt keinen Grund zur Aufregung, sagte er sich. Und trotzdem regte er sich auf. Er spürte, daß er einen Grund hatte. Konnte die Welt zugleich real und paranoid sein? Sollte er Cindy anrufen, seine Ex-Freundin? Alte Freunde? Was sollte er sie fragen? Welche Geschichte sollte er ihnen erzählen?&lt;br /&gt;Im Hotel angekommen, war er erleichtert, die Eingangshalle leer vorzufinden. Nur die alte Frau stand immer noch im Hintergrund und putzte die gleiche Stelle wie vor Stunden. Hinter ihm regnete es inzwischen. Das kam sehr plötzlich, aber Jason hatte sich um das Wetter nie viele Gedanken gemacht. Schriftsteller sind Stubenhocker, auch Jahreszeiten und Tageszeiten sind ihnen gleichgültig. Als er um die Ecke bog, sah er gerade noch, wie das Gesicht eines Mannes hinter einer der vielen Türen verschwand. Ein schlecht angeklebter Schnurrbart hing in seinem Gesicht. Mißtrauisch schlich Jason an den Türen entlang und lauschte angestrengt. Er hörte einen Fernseher hinter der ersten Tür, das typische Konservengelächter einer Comedy-Serie. Hinter der zweiten Tür peitschte ein Gewitter, der hohe klagende Klang einer panischen Frauenstimme. Sahen hier alle nur Fernsehen? Ging um diese Zeit denn niemand arbeiten? Es war ungewöhnlich, mittags alle Zimmer besetzt zu finden. Hinter der nächsten Tür verbarg sich Stille. Jason preßte sein Ohr an die Tür. "Er ist gerade angekommen", hörte er eine dumpfe Männerstimme sagen. Spionierte man ihm hinterher?&lt;br /&gt;Er ging in sein Zimmer und schloß die Tür hinter sich. Was war geschehen? Hatte er Drogen genommen? Stand er jetzt noch unter dem Einfluß einer Droge und wußte es nicht? Aber er fühlte sich ganz normal, seine Hände zitterten nicht, er hatte kein Schwindelgefühl oder Orientierungsprobleme. War er krank gewesen? Ein Gedächtnisschwund? Vielleicht ein Unfall? Geistesabwesend schaltete er den Fernseher ein. Das bekannte Gesicht der Nachrichtensprecherin. Er hörte gar nicht, was sie sagte. ‚Was ist nur los? Ich muß mein Leben wieder auf die Reihe kriegen‘, dachte er, während er sich aufs Bett sinken ließ. Nach den Nachrichten kam Werbung: "Das Universum. Jetzt neu. Mit verbesserten Lebensformen. Noch mehr Möglichkeiten. Noch mehr Spaß."&lt;br /&gt;Eine Sportübertragung begann. Ein Reporter stand vor einem grünen Rasen und sprach etwas in sein Mikrophon. Jason betrachtete ihn abwesend. Dann endeten mit einem Male alle Überlegungen. Der Sportreporter begann, an seinem Hals zu ziehen. Er schob die Haut zu Wülsten zusammen, schließlich riß sie auf. Sein Haupthaar fiel hinunter, er zog weiter, bis die ganze Maske gefallen war. Jason blickte fassungslos auf ein fahlgelbes kartoffelähnliches Etwas, das einige Schlitze aufwies. "Willkommen in der neuen Welt," sagte das Wesen mit krächzender Stimme. Was war denn das für ein mieser Witz? Jason schaltete um. Überall riß man sich Masken vom Gesicht, der US-Präsident, der Papst, auf allen Kanälen fielen die schlaffen Hüllen, Perücken und Verkleidungen. War alles nur Einbildung? Wir werden es nie erfahren, denn hier endet die Geschichte. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;"Liebe Straße,&lt;br /&gt;du hast mir viel gezeigt. Ich bin dir so oft gefolgt. Am Ende hatte ich manchmal das Gefühl, du fliegst unter mir weg wie ein Laufband. Immer die gleichen Häuser, immer die gleichen Kulissen. Irgendwann war es nicht mehr ein Gehen in Freiheit, es war das Wegenetz in der Parkanlage einer geschlossenen Anstalt. Ich hatte das Gefühl, im Kreis zu laufen. Durch Gewöhnung hast du das Besondere verloren. Trotzdem habe ich gute Erinnerungen an die gemeinsamen Tage der Vergangenheit.&lt;br /&gt;Mach es gut&lt;br /&gt;Dein Jason&lt;br /&gt;P.S.: Träumst du, wenn es nachts still und leer ist?"&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-1698307337313400216?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/1698307337313400216/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/03/unhappy-end.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1698307337313400216'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/1698307337313400216'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/03/unhappy-end.html' title='Unhappy End'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-3707002672100242821</id><published>2010-02-26T07:15:00.000-08:00</published><updated>2010-02-26T07:16:34.633-08:00</updated><title type='text'>Früher und heute II</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Als ich ein Kind war, gab es nur drei Fernsehprogramme. Am Nachmittag begannen die Übertragungen, um Mitternacht war meistens Schluss. Wir hatten zu Hause ein Schwarz-Weiß-Gerät ohne Fernbedienung.&lt;br /&gt;Die Familienkutsche war ein Peugeot 404, ohne Airbag und Nackenstützen, ohne Elektronik und Navi, eine Nuckelpinne, die im Vergleich zu heutigen Autos eine echte Todesfalle war.&lt;br /&gt;Das Urlaubs-Highlight meiner Kindheit war eine Flugreise nach Mallorca und zwei Wochen im Club Neckermann. Es sollte mein einziger Flug bis zum 18. Geburtstag bleiben.&lt;br /&gt;Ich habe am Fernseher "Pong" gezockt, das erste Videospiel der Welt. Links und rechts ein weißer Balken, zwischen denen ein weißes Viereck hin und her hüpfte.&lt;br /&gt;Der iPod, das Internet, die Mikrowelle, Die Grünen und Sido waren noch nicht erfunden.&lt;br /&gt;Eigentlich bin ich in der Dritten Welt aufgewachsen. Solche Stories kann vielleicht jemand erzählen, der aus Afrika oder Indien kommt. Für die Kids heute sind die Alten aus einem anderen Universum. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-3707002672100242821?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/3707002672100242821/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/02/fruher-und-heute-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3707002672100242821'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/3707002672100242821'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/02/fruher-und-heute-ii.html' title='Früher und heute II'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6300382769042582674.post-5871865393451157246</id><published>2010-02-22T11:05:00.000-08:00</published><updated>2010-02-22T11:06:16.241-08:00</updated><title type='text'>Früher und heute</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Früher war die Welt noch in Ordnung: Die Politiker waren machtgierig und die Wirtschaftsfritzen geldgierig. Aber inzwischen ist es anders, denn jetzt kriegt keiner mehr den Hals voll genug. Die Hotelbesitzer kaufen sich für eine Million ein Gesetz, das sie steuerlich um eine Milliarde entlastet. Ehemalige Kanzler und Vize-Kanzler prostituieren sich im Ausland, für reichlich Bimbes lassen sie sich auf Banketten von ihren neuen Herren vorführen. NRW-Ministerpräsident Rüttgers zieht daraus seine Konsequenzen: Endlich gibt es einen Katalog mit exakten Preisangaben für den Umgang mit den Volksvertretern. Haben Sie sich nicht auch schon einmal gefragt, was so ein Politiker eigentlich genau kostet? Schließlich ist diese Form der argumentationsfreien Einflussnahme auf die Gesetzgebung eine heikle Angelegenheit. Zahlt man zu wenig, beleidigt man den Amtsinhaber, zahlt man zuviel, hat man zuviel gezahlt. Auch doof. Möglicherweise sehen wir demnächst auch etwas Werbung auf dem Landesvater, da böten sich etliche Reklameflächen auf dem Jackett an. Exklusive Mitlgiedskarten für "Rüttgers Club". Und könnte man Nordrhein-Westfalen nicht in RWE-Land umbenennen? Oberhausen heißt jetzt O2-World. Und die Moral von der Geschichte? Woher soll man heutzutage eine Moral nehmen, wenn die Kirche schon wieder in einen Sexskandal verwickelt ist? &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6300382769042582674-5871865393451157246?l=kiezschreiber.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/feeds/5871865393451157246/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/02/fruher-und-heute.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5871865393451157246'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6300382769042582674/posts/default/5871865393451157246'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://kiezschreiber.blogspot.com/2010/02/fruher-und-heute.html' title='Früher und heute'/><author><name>Matthias Eberling</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03747804789035991406</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_Vb3adKaEV1Y/SWybTJy-V1I/AAAAAAAAAAM/5QCuMk7st4g/S220/Mathe.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
