Mittwoch, 5. Juli 2017

Das Internet darf nicht demokratisch werden

„Wahres Können braucht keine Anstrengung.” (Tiger & Dragon)

Sie kennen den Tor-Browser, den Anonymisierungsdienst, der Ihre Spuren im Netz verwischt, so dass Sie mühelos Kalaschnikows und Teddybären mit dickem Stofflümmel kaufen können? Vergessen Sie’s.
Kennen Sie den „Platinum Browser“? Es gibt längst ein Netz für reiche Menschen, in denen die echten Nachrichten kommen, die für relevante Kaufentscheidungen am Aktienmarkt wichtig sind. Hier bekommen Sie die News, lange bevor die Nachrichtenagenturen sie an die Medien und damit an das Fußvolk durchreichen.
Wo sind die angesagten Partys, wo treffen sich die wichtigen Leute, was muss man anziehen, was muss man kaufen, um weiterhin zum inneren Tempelbezirk zu gehören?
Wo gibt es garantiert keine Überwachung, wo darf ich noch „Neger“ und „frigide Emanze“ schreiben?
Wo muss ein asthmatischer Zwergpinscher wie Heiko Maas draußen bleiben?
Vergessen Sie das Darknet! Kommen Sie an einen Ort, den nur die Auserwählten kennen!
Lieferservice für Hummer und Langusten, Kaviar und eisgekühlten Champagner. 24 Stunden. Auf Kredit.
Lassen Sie sich beliebig viele Rezepte für verschreibungspflichtige Medikamente ausdrucken.
Direkter Kontakt zu Entscheidungsträgern in Wirtschaft, Sport und Politik.
Investieren Sie in die Zukunft, von der im Losernet noch keiner etwas weiß.
Der „Platinum Browser“ ist nur wenigen vorbehalten.
Sie gehören nicht dazu.
R.E.M. - The Great Beyond. https://www.youtube.com/watch?v=k_JnCWT-_O8

1 Kommentar:

  1. Der Platinum Browser funktioniert sogar ohne Strom.
    Und einen Computer braucht es dafür auch nicht.
    Dafür sind Herkunft und Stand oder Kohle oder dicke Titten wichtig für die Funktion.

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