Donnerstag, 15. Juni 2017

One way ticket to the blues


Blogstuff 136
„Da sieht man ältere Knaben,
die schon ihre fünfzig auf dem Buckel haben,
in kurzen Hosen umeinanderlaufen;
wenn sie schnell gehen, kriegen sie das Schnaufen –
aber bloß nicht hinten bleiben!
Modern! modern müssen Sie schreiben!
Nur nicht sein Leben zu Ende leben –
jung! jung musst du dich geben!“
(Kurt Tucholsky: Junge Autoren)
Woran erkennt man einen Menschen, der Glück hat? Er sucht es nicht, er redet nicht darüber und er verschwendet vermutlich keinen Gedanken daran.
Menschen können Menschenleben retten oder Menschenleben vernichten. Maschinen werden es auch bald können – ohne uns zu fragen.
„Was hatte Julian Oberhammer nicht alles versucht. Er hatte als Barpianist und in einer Margarinefabrik gejobbt, hatte sich in Gestalt eines angeblichen argentinischen Adligen als Heiratsschwindler versucht und hatte schließlich diese ABM-Stelle beim „Bundesverband der gemeinnützigen Tierstimmenimitatorinnen und Tierstimmenimitatoren“ bekommen (Geschäftsstelle: Allee der Dilettanten 23, Merlin-Barzahn). Nun wartete er auf den ersten Anruf.“ (Beginn eines geplanten Schelmenromans mit dem Titel „Eine kurze Geschichte der Shorts“)
Sozialmathematische Faustformel: die Zahl der Beobachter steigt proportional zur Peinlichkeit der Situation, in der Sie sich gerade befinden.
Hätten Sie’s gewusst? 1840 erfindet Friedrich Fröbel den Kindergarten. Nach ihm ist der Fröbelplatz im Prenzlauer Berg benannt. Siehe auch: Fröbelpädagogik heute (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Fr%C3%B6bel#Fr.C3.B6belp.C3.A4dagogik_heute).
Wenn ich das schon höre: „artgerechte Haltung“ oder „Fleisch von glücklichen Tieren“. Was soll der Scheiß? Die Tiere werden umgebracht, damit wir sie fressen können. Sie sterben keines natürlichen Todes. Da liegt ein Mordopfer auf dem Teller, zumindest Teile davon. Es steht kein heulender Bauer in der Intensivstation, vor ihm die Sau auf dem Krankenbett, und er sagt: „Na gut, schalten Sie die Maschinen ab.“ Das sind die lauwarmen Halbheiten des typischen Grünwählers, der auch einen Hybrid-SUV fährt und Fernreisen mit Umweltschutzsiegel macht. Noch schlimmer sind nur die Veganer, die ihr moralisch aufgeladenes Konsumverhalten wie eine Monstranz vor sich hertragen. Immer heißt es: „Ich bin Veganer“. Und nie: „Heute habe ich einen leckeren Gemüseeintopf gegessen, den musst du unbedingt mal probieren“.
Wo sind eigentlich die Leute, die mir in meiner Kindheit gesagt haben, es wäre schlecht für meine Augen, wenn ich zu nahe vor dem Fernseher sitze? Entweder sind sie tot oder Veganer. Vielleicht erzählen sie mir demnächst auch, in der Nähe eines neuen Funkmasts wäre ein Kalb mit zwei Köpfen geboren worden.
Hätten Sie’s gewusst? Es gab zwischen 1969 und 1972 insgesamt sechs Mondlandungen. Harrison Schmitt war der zwölfte und bislang letzte Mensch, der den Mond betreten hat.
Durch den Klimawandel brutzelt die Sonne inzwischen so stark auf die kalifornischen Weinberge hinunter, dass die Winzer regelmäßig bis zu 130 Grad Oechsle erzielen, womit man dann alkoholmäßig beim Likör wäre. Daher wird er mit Wasser gestreckt, bevor er in unsere Supermarktregale kommt. Eigentlich müsste man kalifornischen Wein also als „weinhaltiges Getränk“ deklarieren.
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Fluchtursachen bekämpfen: der Kollege Hellenkamp war schon auf dem Weg zum Bahnhof, seine Frau sendete via Heulkrampf die News bei offenem Fenster in die umliegende Gegend, da haben wir ihn mit einer Flasche Bier überredet, die Abreise nach Madagaskar um einen Tag zu verschieben.
Hätten Sie’s gewusst? „Amok“ ist das kambodschanische Nationalgericht. Ein Fischcurry mit Kokoscreme, das in einer halbierten Kokosnuss oder auf Bananenblättern serviert wird.
Peter Alexander - Sag' mir quando, sag' mir wann. https://www.youtube.com/watch?v=PaOUt_vIYsk

1 Kommentar:

  1. Wenn ich das schon höre.....gib mir mehr davon Meister............

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