Sonntag, 14. Mai 2017

Japan – Die Fun-Facts

"Wer einen Blick nicht versteht, wird auch eine lange Erklärung nicht verstehen." (Arabisches Sprichwort)
In Japan gibt es Tiercafés, in denen wahlweise Katzen, Hunde, Ziegen oder Kaninchen gestreichelt werden können, die frei im Gastraum herumlaufen. Viele Japaner können sich in ihren kleinen Wohnungen keine Haustiere leisten und das Streicheln baut bekanntlich Stress ab.
Die winkende Katze (maneki neko), die sich auch in Europa verbreitet hat, soll Geld herbeiwinken. Ursprünglich standen sie nur am Eingang von Bordellen. Seither verbreitet sie sich vor allem in Geschäften und Restaurants, wo sie die Kunden anlocken soll.
Japan ist das Land der Verkaufsautomaten, es gibt 5,5 Millionen. Das heißt: auf 23 Einwohner kommt ein Verkaufsautomat. Entgegen den Gerüchten, die sich hartnäckig bei europäischen Männern halten, gibt es keine Automaten für gebrauchte Damenunterwäsche.
Geradezu unheimlich ist der Einfluss Japans auf unsere Jugend. Es begann mit dem Sony-Walkman, den Nintendo-Spielen und der Atari-Playstation, es folgten Tamagochi, Manga, Anime, Hello Kitty, Karaoke, Trading Cards und Pokemon Go.
Nur Pachinko – das Lieblingsspiel der Japaner – hat sich bei uns nicht durchgesetzt. Dabei schaut man einer verchromten Metallkugel zu, die sich ihren Weg nach unten durch ein Labyrinth von Hindernissen sucht, ohne Einfluss auf das Geschehen zu haben. Zu gewinnen gibt es – noch mehr Metallkugeln. Der Lärm in den Pachinko-Spielhallen ist ohrenbetäubend bis gesundheitsschädlich. Manche Spieler haben kleine Plastikwannen voller Kugeln neben sich stehen. Gewinner können die Kugeln gegen Sachpreise wie Sake, Zigaretten oder Spielzeug eintauschen.
Daisuke Inoue war ein unbedeutender Schlagzeuger, der mit seinen Kollegen in den Bars von Kobe auftrat. Immer wieder wollten Gäste auf der Bühne mitsingen, also bastelte er einen Lautsprecher, ein Mikro und einen Kassettenrekorder zusammen und nannte seine Erfindung „Karaoke“ („leeres Orchester“). Leider hat er seine geniale Idee nie patentieren lassen, so dass er kein Geld mit der neuen Technik verdiente. Immerhin nahm ihn das Time Magazine 1999 in die Liste der hundert bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts auf.
Falls Sie jemals nach Japan reisen sollten, nehmen Sie auf jeden Fall ein Kissen mit. Japanische Kissen sind mit getrockneten Bohnen, Buchweizen und Schlimmerem gefüllt. Es ist, als würde man seinen Kopf auf einen Stein legen. Das können Sie übrigens auch in Europa erleben: in einem Schweizer Hotel habe ich mal ein Pillow Menu gesehen, bei dem man Kirschkerne oder frischgehobelte Arvenholzspäne als Füllung angeboten bekam.
Roxy Music – Same Old Scene. https://www.youtube.com/watch?v=vXOgQN1a7bE

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen