Donnerstag, 11. Mai 2017

Inemuri


„Der Schlaf ist doch die köstlichste Erfindung.“ (Heinrich Heine)
Inemuri ist ein japanischer Begriff und bedeutet Anwesenheitsschlaf. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Schüler und Studenten im Unterricht oder in der Vorlesung schlafen. Auch bei Besprechungen in Unternehmen ist es durchaus üblich, zwischendurch ein kleines Nickerchen zu machen. Der Schlafende wird nicht gestört und auch von den Kollegen nicht verachtet. Das Schlafbedürfnis gilt ganz im Gegenteil als Zeichen der Erschöpfung, da der Schlafende sich offenbar für seine Firma den ganzen Tag ins Zeug legt. Schläft der Vorgesetzte in einem Meeting oder während eines Referats ein, geht die Veranstaltung ganz normal weiter. Es wird nicht als Beleidigung gegenüber dem Vortragenden oder den Untergebenen gesehen, sondern positiv als Zeichen für die entspannte Atmosphäre gedeutet. Erlaubt ist das Schlafen im Sitzen, wobei man gerne auf der Tischplatte oder an eine Wand gelehnt schlafen kann, nicht jedoch das Liegen auf oder unter dem Tisch. Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln wird in Japan gerne geschlafen, wobei es erlaubt ist, den Kopf auf die Schulter des Nebenmannes oder der Nebenfrau zu betten. In allen Fällen gilt: Den Schlafenden bitte nicht wecken.
P.S.: Seit einigen Jahren gibt es sogenannte „Cuddle-Cafés“, in denen man gegen Geld in den Armen einer attraktiven Frau schlafen kann. Dies gilt nicht als sexuelle Dienstleistung, die unsittliche Berührung der Damen ist streng verboten.

DAF – Der Räuber und der Prinz. https://www.youtube.com/watch?v=jDQPVXUegPs

1 Kommentar:

  1. “Das ganze All ist wie Schlafengehen. Und jetzt komm mit.”

    - Die Gräfin -

    AntwortenLöschen