Freitag, 24. Februar 2017

Unterm Dirndl wird gehobelt – Frauen im Handwerk

Colonel Clickbait hat wieder zugeschlagen. Sie kennen das.

Blogstuff 115
„Man ist jung, solange man sich für das Schöne begeistern kann und nicht zulässt, dass es vom Nützlichen erdrückt wird.“ (Jean Paul)
Beginn der geplanten Biographie einer Sekretärin: „Herr Mehlich ist der Vorgesetzte von Herrn Kowalski. Herr Kowalski ist der Vorgesetzte von Herrn Sutter. Herr Sutter ist der Vorgesetzte von Herrn Blum. Herr Blum ist mein Vorgesetzter. Ich bin die Vorgesetzte von niemandem. Seit zwanzig Jahren. In Japan nennt man meine Position Ochakumi. „Amt des ehrenwerten Teeservierers“. Und so bringe ich Herrn Blum jeden Morgen seinen Kaffee ins Büro. Ein wenig Milch, kein Zucker …“
Hätten Sie’s gewusst? Loriot lebte als Kind sieben Jahre lang in meinem Kiez. Pariser Str. 55. In der Nachodstraße 17 ging er zur Schule.
Traum: Ich werde vom Klappern einer Schreibmaschine wach. Als ich mich vom Bett erhebe, bemerke ich, dass ich in einem Gartenpavillon geschlafen habe. Ich sehe aus dem Fenster, es ist tiefe Nacht und der Mond steht fahl am Himmel. Ich gehe eine kleine Steintreppe herab und sehe einen Mann, der auf dem Rasen an einem Tisch sitzt und auf der Maschine schreibt. Ich gehe zu ihm und sage: „Nur noch diese Seite, dann bist du erlöst und der Text wird sein langes Leben alleine weiterführen.“
Zwanzig Liter Wein trinkt der Deutsche im Schnitt pro Jahr. 2017 war für mich schon Ende Januar vorbei.
Schöne Erklärung eines Polizisten in Dodge City zum Thema Waffenbesitz: „Nimmt man den Bürgern die Waffen, nimmt man ihnen die Möglichkeit, eine Revolution zu machen und die Regierung zu stürzen.“ So habe ich es noch gar nicht gesehen. Leider werden in der Realität die Waffen zu anderen Zwecken verwendet.
Ein Babyphone ist doch auch irgendwie Abhörtechnik, oder?
Es gibt humane Politik und humanoide Politik, letztere ist oft nicht gleich zu erkennen. Flüchtlingslager in Libyen zu bauen, damit die Leute nicht im Meer ertrinken, ist nicht human, sondern humanoid, d.h. nur menschenähnlich, aber eben nicht menschlich.
Traum: Ich stehe auf dem Balkon und schaue auf den Garten hinab. Aus dem Rasen quillt Rauch, nicht viel, aber er bildet eine beständige Rauchfahne. Irgendwo muss dort eine Maschine laufen oder es brennt. Das Haus mit seinen Anbauten ist riesig, ich habe es von einem Erfinder übernommen, der für jedes Projekt wieder eine neue Werkstatt eingerichtet hat. So wuchs der Bau und selbst unter dem Gartenhaus ist eine Werkstatt. Dort vermute ich die Quelle. Zum Untergeschoss ist eine Art Einfahrt gegraben, die jedoch nie fertig wurde und mit Gerümpel zugestellt ist. Man sieht vom Garten aus eine blaugestrichene Stahltür, zu der ich keinen Schlüssel besitze, und rechts von ihr eine Wand aus undurchsichtigen Glasbausteinen. Ich gehe also von der anderen Seite in die Hütte. An der Seite des Vorraums ist eine Tür, von dort führt eine Treppen in eine Werkstatt, die komplett mit Geräten und Regalen vollgestellt ist. Der Boden ist mit Müll übersäht. Ich gehe weiter und komme an eine riesige Maschine, die ein brummendes Geräusch von sich gibt und in der einige schwache Lichter glimmen. Von hier scheint der Rauch zu kommen.
Würden wir nicht eine Menge Zeit sparen, wenn wir gleich Ruinen bauen?
Hätten Sie’s gewusst? Der Genius war bei den alten Römern der persönliche Schutzgeist eines Menschen, von dem man sich Hilfe und Inspiration erhoffte. Heute spricht man von Schutzengeln, die heidnische Vorstellung ist immer noch weit verbreitet. Auch Orte konnten einen solchen Schutzgeist haben (Genius loci) oder Kollektive (z.B. Genius populi Romani). Im antiken Griechenland gab es als Pendant das Daimonion, den Schutzgeist in Form einer inneren Stimme göttlichen Ursprungs.

MG-Nest Bahnhof Wannsee (Danke, Harri)
Früher hatten die Städte Mauern aus Stein, um die Menschen fern zu halten oder um sie einzuschließen, heute haben sie Mauern aus Geld. Es ist wie ein Herzmuskel oder eine Lunge: Es gibt so etwas wie ein Aus- und Einatmen des Bürgertums in der Großstadt. Mal verlassen die besserverdienenden Bürger die Stadt und ziehen nach Suburbia oder in die Dörfer, mal ziehen sie zurück in die Stadtzentren. In der 1970er/1980er Jahren gingen sie, in den letzten zwanzig Jahren sind sie zurückgekehrt. Für die Armen stellt sich dieses Phänomen des Ein- und Ausatmens ganz anders dar: Sie haben Chancen in der Innenstadt, wenn die Bourgeoisie auf Stadtflucht ist, oder ihnen droht die Deportation, wenn die Mieten explodieren, weil die Bourgeoisie wieder zurückkehrt.

Eurythmics - For The Love of Big Brother. https://www.youtube.com/watch?v=DiYnLh_PXIo

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