Sonntag, 8. Januar 2017

Blogger Battle of the Year

„Wie war denn das mit dem Nervenzusammenbruch? (…) Entblätter dich doch mal, Künstler, du hast nix zu verlieren, du sitzt in Schweppenhausen herum, irgendwer hält dich am Leben (ich vermute ja du bringst ein Erbe durch und gibst nebenbei den proletarischen Schöngeist) und du hast Zeit. Erzähl doch mal. Bring mal was von dir. Sag mal wer du bist. Wo du hin willst. Was noch kommen soll. Oder ob es das jetzt war. Das was jetzt ist. Pfälzer Provinz. Ab und zu Berlin. Bier. Hirschgulasch. Ein von viel zu wenigen Leuten gelesenes Blog im Internet, das nie entdeckt werden wird. Wie lebt es sich mit dem Scheitern? Mit der Niederlage? So mit Anfang 50 und nix erreicht. Hau das raus. Leide. Tu dir weh. Blute aus. Und schreib das auf. Das können ganz neue Ansichten eines Clowns werden.“ (Öffentliche Hinrichtung durch den Kiezneurotiker am 5.1.2017)

Sie erinnern sich noch an den Kampf der Titanen „Kiezschreiber gegen Kiezneurotiker“? Der Godzilla des Kalauers gegen den Destoroyah der Hatespeech? Die Blogger-Battle des Jahres und das Tagesgespräch im Internet.
Natürlich war das alles nur eine Inszenierung. Fake News. Colonel Clickbait hat wieder zugeschlagen. Aber Bonetti Media Unlimited hat erreicht, was das Unternehmen erreichen wollte: Wir haben Ihre Aufmerksamkeit.
Böhmermann und Erdogan haben diese Strategie im vergangenen Jahr ebenso erfolgreich angewandt. Erdogan bekam die Publicity, die er wollte. Seine Einschaltquoten gingen nach der Debatte über Lyrik und die Grenzen der Satire durch die Decke.
Kaufen Sie jetzt das neue Buch des Kiezschreibers Matthias Eberling:


Das ist der sensationelle Teaser zum Verkaufsstart:
„Schreiben ist wie Cunnilingus: dunkle, einsame Arbeit. Und darum geht es in diesem Buch. Knallhart recherchiert und auf den Punkt gebracht? Oder ist es nur eine Illusion, die der Unterhaltung des Publikums dient? Wer kann das heute noch sagen? Manche Geschichten spielen nachts in der U-Bahn, andere im grellen Licht eines Sommertags im australischen Outback. Es riecht nach Schweiß und billigem Parfüm, nach Diesel und Fritteuse. Szenen voll menschlicher Größe oder niederschmetternder Trostlosigkeit. Es hört nicht auf, es wird nie langweilig. Jedenfalls nicht oft. Wattenscheid nach der Revolte.“
Nur 4,80 Euro. Als E-Book bei Kindle. Die ersten hundert Leser dürfen sich als Gewinner fühlen. Zertifizierte Freunde des Kiezneurotikers können mir für 9,99 Euro ins Gesicht spucken – plus Selfie!
Danke! Vielen Dank! Ich darf nochmal alle Künstler auf die Bühne bitten: Andy Bonetti, Johnny Malta, Heinz Pralinski und Lupo Laminetti. Ich danke Euch allen für die phantastische Arbeit. Ohne Euch wäre dieses Buch nicht möglich gewesen.

Depeche Mode - The Things You Said. https://www.youtube.com/watch?v=b2jcODtphhI
P.S.: Das Medienbusiness ist unglaublich brutal, das können Sie mir glauben. Wie hat es der Kiezneurotiker in einem Interview mit Zeilensturm vor einigen Monaten so treffend formuliert: „Ich steige nicht aus. Wenn Sie da drin sind und schwimmen gelernt haben, ohne sich von den anderen unter Wasser ziehen zu lassen, versaut Sie der ganze Zirkus irgendwann auch mental. Sie werden chronisch misstrauisch und vermuten hinter jeder Nettigkeit einen doppelten Boden, eine Falle oder einen Dolch. Ich bin so vergiftet, dass mich das giftige Klima beruhigt, weil ich wenigstens weiß, wie es funktioniert. Ich glaube, ich könnte gar nicht mehr in einem Umfeld arbeiten, in dem sich die Menschen gut behandeln.“ Und jetzt kommt der Clou: Der „Borgwürfel“, für den der Kiezneurotiker arbeitet, ist Bonetti Media Unlimited. Sein wirklicher Name ist übrigens Stefan Koslowski und er ist bereits seit 2009 im Unternehmen. Seine neuesten Texte können Sie in „Wattenscheid nach der Revolte“ lesen. Jetzt kaufen! Nur 4,80 €. In diesem Buch werden Sie alle Antworten finden.

Eines der wenigen Fotos des Kiezneurotikers Stefan Koslowski.
Lesen Sie morgen exklusiv auf Kiezschreiber Plus™: Der Scoop des Jahres. Alle Fakten, alle Hintergründe. Kiezschreiber Plus™–Leser wissen immer mehr.

Kommentare:

  1. "Natürlich war das alles nur eine Inszenierung. Fake News."

    ...jetzt DOCH auch hier und - wieder einmal - sehr enttäuscht wurde
    + dessenthalben - zur eigenen SICHERHEIT - von diesem BLOG Abstand nehmen werd (ړײ)

    *allesGUTEweiterhinIHNENundIhrenvielenmultiplenPersönlichkeitenwünsch*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielleicht ist dieser Text aber auch nur ein Fake? Das Internet ist wie ein Labyrinth aus tausend Spiegeln. Nur Herr Bonetti kennt die Wahrheit und der kommt erst morgen wieder ins Büro. Ich habe hier nur die Sonntagsschicht im Kommentarbereich.

      Löschen
  2. Thorsten Emmerich8. Januar 2017 um 10:27

    Wir planen für die Zeit nach dem "Dschungelcamp" eine Art "Verstehen Sie Spaß?" mit Themen aus dem Internet. Haben Sie und Herr Koslowski Interesse, uns diese Story zu verkaufen?

    Bei Interesse bitte melden: thorstenemmerich@rtl.de

    AntwortenLöschen
  3. Nun ja,... warten wir es doch einfach mal ab.

    AntwortenLöschen
  4. Narzisstische Allianzen zwischen Kiezschreiber und Kiezneurotiker? Wer's glaubt... Das alles hier nervt langsam. Wer Arroganz ausstrahlt erntet künftige Ignoranz (siehe Angelnette). Auch ich nehme Abstand und suche mir neue Pausenclowns, Blogs, die ich während meiner Pause lese.
    Winkende Grüße aus Bayern

    AntwortenLöschen
  5. Winkende Grüße nach Bayern.Schließe mich an!

    AntwortenLöschen
  6. Nur noch Show und Kommerz. so habe ich mir die "Neuen Medien" nicht vorgestellt. Und die Adresse von RTL ist auch ein Fake.

    Winkende Grüße aus Darmstadt

    AntwortenLöschen
  7. Ich bin nicht anonym8. Januar 2017 um 14:45

    Langsam verstehe ich diesen Bonetti, diesen Strippenzieher und Pupppenspieler, diese Mischung aus dem talentierten Mister Ripley und Fantomas:

    Erst gibt es einen Streit und das ganze niedrige Volk von Gaffern läuft zusammen wie bei einem Verkehrsunfall. Sie freuen sich offen über die gegenseitige Verletzung und den Hass. In der zweiten Runde erzeugt Bonetti Mitleid für A und Zerknirschung bei B. Und jetzt in der dritten Runde verarscht er die Gaffer und erzeugt Empörung.

    Dieser gerissene Hund.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, so ist der sensationsgeile Pöbel. Er kam von den Lombardis zu den Kiezis und nächste Woche finden wir ihn beim Dschungelcamp.

      Löschen
  8. Ich kann das einfach nicht glauben! Ich kann einfach nicht glauben, dass das schon alles gewesen ist.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nicht für Kiezschreiber Plus-Leser. Zwinker-Smiley und ab.

      Löschen
  9. Besorgter Wutleser8. Januar 2017 um 20:23

    Ein Skandal, wie hier mit den Gefühlen der Leser gespielt wird! Wem kann man noch trauen? Überall nur postfaktisches Gefake … Ich lese ab jetzt nur noch Katzenblogs, Haustiere lügen nicht!

    AntwortenLöschen
  10. Ich war, trotz KNs allumfassenden und durchaus unterhaltsamen "Hass", sehr verwundert über seine Entgleisung Ihnen gegenüber (obgleich man den Tenor gewohnt ist) und las bisher auch hier gern mit.
    Doch einen Menschen zu denunzieren (egal, ob es nun als Jux und Marketinggag verbraten wird), und seine Privatspähre (zu der jeder Blogbetreiber berechtigt ist) zu zerstören, ist schlimmer als die Stasi, denn diese hatte ja im Unrechtsstaat ein "hehres Ziel".
    Das ist nicht "mit Kanonen auf Spatzen geschossen", denn
    Sie vernichten und denunzieren aus gekränkter Eitelkeit und offenbaren sich charakterlich unterirdisch.
    Wenn Sie sich nicht schon selbst im Spiegel angespuckt haben, dann blüht es Ihnen von einigen verlorenen Mitlesern in Berlin.
    Versprochen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Uiuiui. Ich habe hier ja einiges an Hatespeech von Anhängern des Kiezneurotikers gelöscht. Aber diese Drohung lasse ich einfach jetzt mal stehen.

      Ich nehme an, du holst mich mit ein paar anderen Braunhemden gleich am Bahnhof ab, wenn ich - am 7. März übrigens - wieder in Berlin ankomme.

      Und anonyme Briefe kannst du auch schon schreiben. Aber mal im Ernst: Ist Anspucken nicht doch ein bisschen zu sehr Mädchen? Warum drohst du mir nicht gleich mit dem aufgesetzten Genickschuss?

      Jetzt habe ich dich also als Mitleser verloren. Das ist natürlich höchst bedauerlich. Als Mitschreiber bleibst du mir sicher noch etwas länger erhalten, habe ich recht?

      Ein Vernichter und Denunziant, der schlimmer als die Stasi ist ;o)))

      Löschen