Montag, 26. Dezember 2016

Grundriss der norwegischen Skepsis, Kapitel 5

„Als ich 1994 zum ersten Mal online war, kam ich mir vor, als wäre ich in der Welt der CB-Funker gelandet. Dicke Männer ohne Sex, die eine geheimnisvolle neue Technik benutzten, ohne dass die Welt das mitkriegt. Aber heute ist ja Hinz und Kunz im Netz und schon stürzen sich Staaten und Konzerne auf die Sache.“ (Emil Zigeunersoße, Wichtelbach)


Blogstuff 99
Er setzte der deprimierenden Trostlosigkeit dieses Ortes seine niederschmetternde Gleichgültigkeit entgegen und so gelang es ihm, eine ganze Weile in Lüdenscheid zu leben.
„Alle Wege des Internets führen zu Bonetti“ – Werbeplakat zur Medienkampagne für das neue Werk „Aufstieg und Fall des Toastbrots“. Ein Meisterwerk, das in keiner literarischen Sammlung fehlen darf. „Die zeitlose Schönheit vollkommener Erkenntnis – für nur 4,99 als E-Book.“
Die Arbeit eines Propheten gleicht einer Lotterie. Nehmen wir die Ökonomen als Beispiel. Jedes Jahr schreit ein Teil dieser Zunft: „Jetzt kommt die Wirtschaftskrise!“ Und irgendwann kommt dann tatsächlich mal wieder eine Wirtschaftskrise wie 2008 und dann gilt der Ökonom, der als letztes vor ihrem Ausbruch „Krise“ geschrien hat, als der Guru seiner Zunft. Merkwürdigerweise kann genau dieser Mensch aber die darauffolgende Wirtschaftskrise nicht mehr voraussagen. Macht aber nix, denn du musst in dieser Lotterie ja nur einmal gewinnen. Plötzlich bist du Bestsellerautor und ein gefragter Mann in den Medien.
Was macht eigentlich Heinz Pralinski? Er betreut Aussteiger aus der Bonetti-Szene und versucht, sie in die Welt der literaturfreien Existenzbewältigung zurückzuführen.
Mal ganz blöd gefragt: Warum sitzen an den Schaltstellen des Staates z.B. in Deutschland, den USA und Großbritannien eigentlich Menschen, die den Staat schwächen wollen? Die Schutzheiligen des Konzernkapitalismus Merkel, Trump, May und all die anderen Witzblattfiguren sind auch noch demokratisch gewählt. Kaum zu glauben.
SPIEGEL-LESER WISSEN NICHTS.
Jimmy, der Hellseher, ist eine Nervensäge. Egal was ich ihm erzähle, von ihm kommt immer der gleiche Spruch: „Ja, ich weiß.“
Wenn ich durch die Fußgängerzone gehe, stecken mir schöne Frauen immer Zettel mit Telefonnummern zu. Es sind die Nummern von Pizzalieferdiensten.
Früher hatte der heterosexuelle weiße Mann keine Feinde innerhalb der Gesellschaft. Höchstens den bösen Iwan in Moskau, die rote Gefahr in Peking und Haifische im Ozean. Jetzt gibt es Emanzen, Schwule, Migranten, linke Spinner und andere Gefahrenquellen. Darum wählt er jetzt rechts. Sagt man.
Schwedische Biathletinnen im Liegend-Schießen – der pure Sex.
Nach meinen Berechnungen habe ich bisher 440.000 Stunden Lebenszeit hinter mir. Gearbeitet im Sinne von abhängiger Erwerbstätigkeit habe ich davon etwa 15.000. Dazu kommen grob gerechnet 15.000 Unterrichtsstunden in der Schule.
Kleiner Hinweis an alle sogenannten Terrorexperten und Verschwörungstheoretiker von letzter Woche: Dschihadisten hinterlassen häufig ihre Ausweispapiere oder andere Hinweise (Handy u.a.) am Tatort, um eindeutig mit dem Anschlag identifiziert zu werden. Sie wollen nicht unerkannt bleiben wie ein gewöhnlicher Verbrecher, sie wollen den Ruhm in der Presse (ihr Gesicht und ihre Lebensgeschichte auf Seite 1 von New York bis Tokio) und in ihrer „Bewegung“, außerdem werden die Familien der „Märtyrer“ finanziell unterstützt.
Für den verstorbenen Rick Parfitt: Status Quo ‎– In The Army Now. https://www.youtube.com/watch?v=v6qMD1lIWT0

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