Samstag, 15. Oktober 2016

Werbung, die ich mag

A: Wenn du das Meer gemacht hättest, hättest du es zahm gemacht?
B: Nein, ich hätte es alkoholhaltig gemacht.
A: Wenn du den Wind gemacht hättest, hättest Du ihn lau gemacht?
B: Ich sage nur: Passiv rauchen macht Laune.
A: Und wenn du ein Bier gemacht hättest, wie hättest Du das gemacht?
B: Dann hätte ich ihm nicht so einen schwachsinnigen Namen wie „Jever Fun“ gegeben. Schon mal den Ausdruck „bierernst“ gehört? Terminator-Trippelbock – wie klingt das?

Kommentare:

  1. Ach ja, das Jever. War früher mal ein gutes Bier. Gehört seit 1994 zur Dortmunder Brau & Brunnen-Gruppe und ist seit dem - ich will verdorren, wenn es nicht stimmt - immer flacher und maintreammäßiger geworden. Heute nicht mehr trinkbar. Ich war gerade wieder auf Spiekeroog und dort bietet man noch das Deichinger Pilsener an. Wenn man in der Schlickgegend ist (Hannover ist ja nicht weit), sollte man es versuchen, es wird nur dort ausgeschenkt.

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    1. Die ganzen Industriebiere werden immer flacher und schmecken alle gleich - wie die Parteien ;o)

      Ich fahre in zwei Wochen wieder nach Franken. Mit einem Freund niste ich mich für ein paar Tage beim Herold in Büchenbach ein, da wird in einem Haus gebraut, gebacken und Wurst aus eigener Schweinezucht gemacht. Alles aus einer Hand. Die Biere in den winzigen Käffern schlagen jede Brauerei, die TV-Werbung macht.

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  2. Ähh – ich weiß ja nich von wo Ihr wech seit. Aber was Werbung für Bier angeht, so gips ja nur Flens, wenn Ihr mich fragt. Trinken tu ich ja am liebsten Becks vom Fass, was ich anstelle der Muttermilch immer…
    Aber jeder so wie er mag. Unrasierte Bank-Azubis, denen man Fragen stellt, die sie nich ma sümantisch kapieren. Und ihnen eine Buddel in die Finger klebt, damit sie damit auch laufen können.
    »Wenn Du den Wind gemacht hättest…?«
    »Ich hätte ihn fahren gelassen!«

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    1. Wichtig ist: vom Fass. Flaschenbiere sind Notbiere. Das ist ja das Fatale an Franken. Du musst zum Bier hinfahren und du kannst es nicht mit nach Hause nehmen. Da hat man es mit Wein leichter. Aber den trinke ich hier in den Weinbergen ja ohnehin. Fünfzig Meter von meinem Haus entfernt ist der erste Weinberg. Da prüfe ich im Herbst die Trauben und weiß, wann es mit der Lese losgeht. Heute roten Federweißen zum Mittagessen getrunken ... - vom Winzer um die Ecke.

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    2. Soso… Federweißer. »Voila, Primeur est arrivé«. Ich darf mal zitieren:

      »Primeur-Trinkern ist in der Regel nicht mehr zu helfen. Im Vergleich zur Teilnahme an Angriffskriegen, dem Handel mit Derivaten oder dem Bau von Atomkraftwerken ist ihr Vergehen allerdings vergleichsweise gering. Aber sie sollten konsequent sein. Allen Freunden turbovergorener Pseudoweine mit Bananengeschmack sei hiermit ein Supergetränk empfohlen. Eine Firma namens TSAG OHG bietet seit Jahren erfolgreich eine Mischung aus Rotwein und Cola namens „Kalte Muschi“ an.«

      Rainer Balcerowiak, Genuß ist Notwehr

      Sehr schön auch seine Gedanken zu »Glühwein: Warum nicht gleich Motoröl?«

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    3. Der Cola-Schoppen heißt bei uns auf dem Land "Ochsenblut".

      Fedi gehört hier zum Herbst wie der Spargel zum Frühling.

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    4. P.S.: Für den Laien nochmal eine Klarstellung: Federweißer ist nicht Boscholä Primör. Die Sitten beim Erbfeind sind uns hier völlig unbekannt und werden auch nicht kopiert.

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  3. Humor in der Werbung I.

    Ausgangs-Werbespot eines Optikers:

    "Sind's die Augen, geh zu Ruhnke!"

    Volksfortsetzung:

    "Besser noch, Du gehst zu Mampe,
    gießt dir or'ndlich einen auf die Lampe.
    Kannst dann alles doppelt seh'n,
    brauchst nicht mehr zu Ruhnke gehn."

    Humor in der Werbung II.

    Produktwerbung:

    "Feuer breitet sich nicht aus,
    hast Du Minimax im Haus"

    Des Volksmunds witzige Fortsetzung:

    "Aber Minimax ist Mist,
    wenn Du nicht zu Hause bist."

    Sprichworte
    Aus Berlin .... komme aber -> alleweil <- aus Frankfurt a.M. (ړײ)

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    1. Mampe gibt's leider kaum noch in Berlin. So wie Fassbrause.

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  4. Für den echten Weinkenner:

    http://shop.pahlgruberundsoehne.de/

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  5. »Original abgefüllt und verkorkt durch die Firma Pallhuber & Söhne«. Loriot hat ja schon vor Jahrenden gewarnt und eigentlich sollte es nun jeder wissen! Mittlerweile sind’s die Söhne, die die Drückerkolonnen auf die Straße scheuchen.
    Interessant ist aber trotzdem, daß die ihren Negativ-Entwickler Sulzbacher Nierentritt/Hohes Gewächs immer noch bottichweise verscherbeln. Man hat bis jetzt im Gegensatz zu Neckermann selbst das Internet überlebt – auch eine Leistung!

    Nächster konsequenter Schritt: Verkauf über AstroTV Shop! »Ich muß verrückt sein! Sie bekommen nicht ein, nicht drei, nicht sieben… Sie bekommen 12 Flaschen äh… Wein mit Kotflügelverbreiterung, tiefer und Einspritzung frei Haus! Und das Woche für Woche! Bis Sie sterben! Daran werden noch Ihre Enkel denken!«
    Dagegen ist Bofrost eine mildtätige Sozialtruppe.

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