Donnerstag, 27. Oktober 2016

Ein Abschied für immer?

Nein. Colonel Clickbait forever.
Bis 23. November bin ich in Franken und Berlin.
Euch allen wünsche ich eine schöne Zeit.
Der Kiezschreiber
„Und selbst die Geschichte stürzt einen nur in Bekümmernis. Man lernt, man liest, dass da eine Zeit der Not hereingebrochen ist; die Menschen sind unglücklich; sie raffen ihre Kräfte zusammen, arbeiten, hasten, leiden schrecklich und mühen sich ab und suchen sich bessere Tage zu schaffen. Nun haben die besseren Tage begonnen – wenigstens nun könnte die Geschichte selbst sich erholen: aber nein, wieder erscheinen dunkle Wolken, das Gebäude stürzt zusammen; es muss wieder gearbeitet und gehastet werden ... Die besseren Tage verweilen nicht; sie laufen davon – und so fließt das Leben immer, alles fließt, ist fortwährend in der Umänderung begriffen. (…) Es kam auch vor, dass er von Verachtung des menschlichen Lasters, der Lüge, der Verleumdung und all des in der Welt verbreiteten Bösen ergriffen und von dem glühenden Wunsche erfüllt wurde, die Menschen auf ihre Wunden hinzuweisen; und plötzlich flammten in ihm Gedanken auf und gingen in seinem Kopfe hin und her wie die Wogen im Meere; dann wuchsen sie zu Vorsätzen heran und erhitzten sein ganzes Blut (…). Aber siehe da, der Morgen ging vorüber, der Tag neigte sich schon zum Abend, und gleichzeitig verlangten auch Oblomows ermüdete Kräfte nach Ruhe: die Stürme und Aufregungen beruhigten sich in seiner Seele; der Kopf wurde nach der Trunkenheit des Denkens wieder nüchtern; das Blut strömte langsamer durch seine Adern. Oblomow drehte sich in stillem Sinnen auf den Rücken herum, richtete einen melancholischen Blick durch das Fenster nach dem Himmel und verfolgte traurig mit den Augen die Sonne, die hinter einem vierstöckigen Hause versank. (…) Niemand sah und kannte dieses innere Leben Ilja Iljitschs: alle meinten, Oblomow liege nur so da und esse nach Herzenslust; weiter könne man von ihm nichts erwarten; es stecke kaum ein Gedanke in seinem Kopfe. So redeten über ihn alle, die ihn kannten.“ (Iwan Gontscharow: Oblomow)
Chitty Chitty Bang Bang Theme Song. https://www.youtube.com/watch?v=ZTTzcXSLjhI

Kommentare:

  1. Ich wünschte ich wäre Iwan. So ein schöner Text. Danke! Und Dir auch eine schöne Zeit bei Fritten und Pommes mit Mayo und Nese. Schirrmi

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  2. ... und HOFFNUNG keimte (ړײ) immerfort !!!

    ღ♥ .. DIR
    ☻).. eine
    ( ▌.. sinnerfüllte ZEIT
    ./ I.. https://www.youtube.com/watch?v=E9W6m_PhXq4 * winkewunke *

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  3. ... und HOFFNUNG keimte (ړײ) immerfort !!!

    ღ♥ .. DIR
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  4. Der feine Herr schon wieder auf Reisen. Viel Spaß.

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  5. HASS! Eine Hassmail gehört dazu.

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  6. Gute Reise und viel Spaß und neue Erkenntnisse und Überraschungen wünsche ich! Du fehlst mir, warte auf die Rückkehr!

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  7. Jetzt ist aber gut, Matthias. Es ist praktisch schon der 23te. Schau mal auf den Abreißkalender… ja, den da neben Jörg, dem Porzellangott auf dem Klo.
    (Was steht da drauf? Ach, das ist ja interessant! »Sinnsprüche zu Weihnachten aus aller Welt«: Hahuga hara heri hura, da heri njam-njam. Fidschi-Inseln. Hmmmm! Übersetzung auf der Rückseite? Ne, da steht nix. Hier muß doch irgendwo die Übersetzung sein! Oder gips die erst nächstes Jahr? »Sinnsprüche zu Weihnachten aus aller Welt - die Übersetzung«. Das wäre mal Kundenbindung! Wobei man dann natürlich alle Zettel aufbewahren müßte, auch dann, wenn alles andere Papier auf dem stillen Örtchen… – nicht zum Ausdenken! So still ist der Ort dann nicht, wenn dieses Ereignis eintritt. »Das Papier ist alle! Scheiße!«
    Wobei ja jeder, der diese Botschaft hört, verzweifelt einen semantischen Zusammenhang sucht, einen witzigen und einprägsamen. Das beides miteinander zu tun hat, ist die eine Sache, eine andere aber einen Slogan zu finden, der prägnant und witzig daherkommt und sowohl das Wort Scheiße wie auch Papier beinhaltet.

    Papier an sich ist ja im Gegensatz zu Scheiße eher selten geworden. Ein mehr als unausgeglichenes Verhältnis in Zeiten von Smartphone und Tablets… Hast Du schon mal überlegt, wieviele Menschen sinnend auf dem Klo ihr Smartphone lüstern ansahen, wenn das Papier alle war? Was sie dabei wohl gedacht haben? Vermutlich haben sie in Gedanken 100mal das Wort »Fortschritt« an die Türe geschrieben statt mittels der Häufigkeitsanalyse versucht, die frohe Fidschi-Botschaft zu dechiffrieren.
    Denk nicht einmal daran: Google-Translate läßt Dich ohne einen Fetzen Papier, geschweige denn einer Übersetzung sitzen! Ha! Fidschi! »Matanitu Tu-Vaka-i-koya ko Viti«! Das heißt nämlich »Republik Fidschi-Inseln«! Viel mehr kriegst Du da nicht raus! »O du fröhliche«? Fehlanzeige! Und wen interessiert schon, daß »ai vola tabu« die Bibel bezeichnet? Obwohl die Aufgrund ihres Umfanges wenigstens eines Deiner Probleme lösen würde, nach Aussagen berufener auch noch viele andere, wobei das stark umstritten ist. Das ist wie mit den Globuli, nur daß man nicht gleich massakriert wird wenn man den Zuckerkram für Schwachsinn hält.
    Wobei ich ja gerade eine Statistik gelesen habe, nach der mehr Menschen an Globuli als an die Bibel glauben, natürlich mit regional starken Unterschieden. Außerdem haben sie auch nicht explizit nach der Bibel, sondern nach den Zuckerkügelchen gefragt. Wenn aber prozentual so viele Menschen an die Bibel wie an Naturheilverfahren glauben würden, müßten die Kirchen anbauen. Oder Open-Air-Bereiche zur Verfügung stellen, Public-Viewing und zum Schluß ein schönes Feuerwerk. Ersatzweise gibt’s Kekse, wobei auch das wiederum nicht unumstritten ist. Vegan, halal, koscher, linksdrehend oder glutenfrei: Man kann ja heutzutage gar nicht vorsichtig genug sein, wenn man Kekse zu Weihnachten anbietet. In Zeiten von Terror und… ähh, ja, Terror eben!)

    Hach, jetzt hätte ich beinahe vergessen, die schließende Klammer zu setzen. Die Ortographie, die Orthographie – was wären wir nur ohne sie!
    Was wollte ich sagen? Ja. Meld’ Dich mal, wenn Dir vor der Tastatur langweilig wird.

    Das Pantoufle

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