Mittwoch, 19. Oktober 2016

Eilmeldung

„Eine Welt, in der ein Prozent der Menschen genauso viel besitzen wie die übrigen 99 Prozent, wird nie eine sichere Welt sein.“ (Barack Obama)
In den frühen Morgenstunden wurde ein Gebäude in Hanau von einer Kampfdrohne der US-Streitkräfte getroffen. In dem Mehrfamilienhaus waren Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan untergebracht. Nach Auskunft der zuständigen Polizeibehörde kamen bei dem Angriff siebzehn Menschen ums Leben.
Der Bericht unseres Reporters vor Ort, Thomas Hundt:
„Ich befinde mich hier am Eingang der Straße, in der die Flüchtlingsunterkunft ist. Sie ist vollständig abgesperrt, nur Feuerwehr und Krankenwagen dürfen an den Unglücksort. Der Pressesprecher der Polizei in Hanau teilte mit, das zwei Nachbargebäude Feuer gefangen hätten. Alle Bewohner der Straße sind evakuiert und wurden an einen unbekannten Ort gebracht, wo sie medizinisch und psychologisch betreut werden. Es sind noch nicht alle Opfer aus den Trümmern geborgen worden. Im Gebäude, das von einer amerikanischen Drohne getroffen wurde, waren aber siebzehn Flüchtlinge gemeldet, darunter vier Kinder. Der Grund für den Angriff der US-Streitkräfte ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar.“
Presseerklärung der US-Botschaft in Berlin:
„Heute haben die US-Streitkräfte einen terroristischen Anschlag auf einen Militärstützpunkt der amerikanischen Luftwaffe in Wiesbaden verhindert. Unsere Nachrichtendienste haben die Terrorzelle in Hanau ausfindig gemacht und vollständig zerstört. Das deutsche Innenministerium wurde über den Vorgang unmittelbar nach Abschluss der Aktion informiert.“
Am Nachmittag wird der amerikanische Botschafter im Bundeskanzleramt erwartet. Dann werden wir mehr zu den Details des Angriffs auf die Terroristen erfahren. Der Sprecher der Bundesregierung äußerte in der Bundespressekonferenz bereits Verständnis für die Aktion der Amerikaner. Es habe eine unmittelbare Gefährdung bestanden, da der Terroranschlag am gleichen Tag stattfinden sollte. Daher musste die Terrorzelle auch sofort ausgeschaltet werden. Die Drohne sei von Ramstein aus gesteuert worden.
Der Bundesinnenminister beglückwünschte in einem Interview die Amerikaner für ihren erfolgreichen Schlag gegen den Terrorismus, mit dem zahlreiche Menschenleben gerettet wurden. Er forderte zugleich eine Ausweitung der Überwachung der Flüchtlinge, vor allem der Muslime, und eine Verschärfung der Gesetze.
Der Bundesaußenminister traf seinen amerikanischen Kollegen am Rande einer NATO-Tagung in Brüssel und gab anschließend zu Protokoll, dass man in diesen schwierigen Zeiten an der Seite des NATO-Partners USA stünde und kündigte an, die Zusammenarbeit der beiden Staaten im Kampf gegen den Terrorismus zu vertiefen. Im Gespräch sei eine gemeinsame Task Force der US-Militärpolizei in Deutschland und der Bundespolizei.
Bundeskanzlerin Merkel kündigte für den Abend eine Presseerklärung an. Sie habe bereits mit dem amerikanischen Präsidenten telefoniert und ihm einen Lagebericht von der Unfallstelle gegeben.
Beth Hart – Leave the light on. https://www.youtube.com/watch?v=6Nyq5Dnq6dY

Kommentare:

  1. Terror ist nichts anderes als Gerechtigkeit,
    prompt, sicher und unbeugsam.

    Maximilien Marie Isidore de Robespierre
    (1758 - 1794 (hingerichtet)),
    fanatischer französischer Jakobiner, führte die Schreckensherrschaft zum Höhepunkt

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  2. Großartig! Und so wird es kommen. Heute morgen bissige Satire, beim Abendessen schon Realität, die gemeinsame Taskforce unter Führung amerikanischer Terrorexperten.

    Die jeweiligen Verlautbarungen von Bundeskanzleramt, Innen- und Außenministerium sind ja universell einsetzbar.

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    1. Es fehlen noch der zustimmende Kommentar der Atlantikbrücken-Grünen und eine Demo-Ankündigung der feministischen Antifa Berlin gegen US-Imperialismus ...

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  3. Mustergültig aus den Textbausteinen der Tagesschau abgekupfert.
    Von den gesellschaftlich relevanten Gruppen fehlt aber vielleicht doch noch das organisierte Christentum, das seit 9/11 lauthals dazu schweigt.

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    1. Würde man einen Gedenkgottesdienst für tote Muslime abhalten? Wäre die Drohne von einem Baptisten-Pfarrer gesegnet worden? Das wären die Fragen ...

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