Montag, 24. Oktober 2016

Das Kenotaph – Zur Ikonografie der autoreferenziellen Spätmoderne

Ist mal wieder zu hoch für Sie, oder? Lieber was Einfaches?

Blogstuff 84
„Da Mensch is guad, abr d’Leit san schlecht.“ (Zen-buddhistisches Paradoxon aus Bayern)
„Die Mitte“ als Obsession. Wo fühlt sich das Schaf in der Herde am sichersten und damit am wohlsten? Genau in der Mitte.
Ich kann mich an meine Führerscheinanfängerzeit (100 Scrabble-Punkte) erinnern, in der ich mit netten Leuten einfach durch die Gegend gefahren bin (damals Alfa Romeo-Pilot mit einem verhängnisvollen Hang zu Blondinen). Da ging es von Ingelheim mal eben nach Straßburg oder Köln. Das Auto war früher ein Erlebnisort, heute reden wir über die Entmündigung des Fahrers durch neue Technik.
Würstchen: Ich kaufe immer die „Strammen Jungs“ von Dörffler. Den Namen hat bestimmt eine Schwulette erfunden.
Hätten Sie’s gewusst? Erlangen ist die schlaueste Stadt Deutschlands mit einem Akademikeranteil von fast 32 Prozent an den „Beschäftigten“ (herrlich blödes Wort). Damit kommt die fränkische Stadt auf Platz 2 der zukunftsfähigsten Städte Deutschlands (laut „Wirtschaftswoche“), geschlagen nur von – Tusch! – Darmstadt. Wer hätte das gedacht? Schlusslicht im Ranking ist übrigens Gelsenkirchen.
Warum gibt es eigentlich keine Bananenmarmelade? Oder Birneneis?
Der neue heiße Scheiß: Die Sachs Pistols. Punk statt Porzellan aus Meißen!
Cocktailparty-Wissen: Das älteste Restaurant in Portland (Oregon) ist „Huber’s Cafe“, 1879 gegründet. Die Spezialität des Hauses ist Truthahn in allen Variationen mit Kartoffelbrei, Cranberry-Soße und Salbei.
Wenn man sich den US-Wahlkampf anschaut, könnte man vermuten, dass selbst die Debatten über ein Baseballspiel der Buffalo Beans gegen die Miami Muffins gehaltvoller sind.
Ich verstehe gar nicht, was da immer von „sozialer Mischung“ gefaselt wird, wenn man das Thema Gentrifizierung diskutiert. Man muss sich doch nur den Prenzlauer Berg anschauen: da gibt es Rechtsanwälte UND Zahnärzte, Menschen aus Baden UND aus Württemberg. Es ist doch eigentlich ein sozialer Fortschritt, wenn das Dienstpersonal nicht mehr in der Kammer oder im Hinterhaus wohnt, sondern eigene Stadtviertel wie Moabit oder Neukölln hat.
Du bist die Gerda in meinen Gerdanken.
Barack Obama bekommt einen Nobelpreis für Frieden, den es in seiner Regentschaft nie gab. Bob Dylan bekommt einen Nobelpreis für Literatur, obwohl er keine einzige Erzählung, kein Gedicht und keinen Roman geschrieben hat. Es wird höchste Zeit, dass wir einen Nobelpreis für Musik bekommen – und einen für politische Heuchelei, den man an amerikanische Präsidenten vergeben kann.
Sugar Hill, ein paar Häuserblocks nördlich der 145th Street in Harlem. Ghettoblaster auf der Schulter, groß wie Samsonite-Koffer. Hier hat Andy Bonetti Ende der Siebziger den Rap gelernt, der später seine Lieder über Äppelwoi prägen sollte.
Der echte Berliner hält die Anmache von Schnorrern, Zeitungsverkäufern, Religionsvertretern, Nutten und Tierschutzfaschos locker aus – den Zugezogenen erkennen Sie an den riesigen Ohrschützern, die dumpfe Rhythmen abstrahlen.
Früher war die Klassengesellschaft klar definiert: Die feinen Leute saßen im Zug in der ersten Klasse, die anderen Leute saßen in der zweiten Klasse. Heute ist das zum Glück anders: die feinen Leute sitzen in der ersten Klasse im Jumbojet, die anderen Leute rollen mit der Regionalbahn durch die Pampa.
Schleichwerbung im Atlas: die Fuji-Inseln.
Wie geil ist das denn !?! Kurzsichtigkeit ist ein Zeichen von Intelligenz:
http://www.gmx.net/magazine/gesundheit/kurzsichtigkeit-folge-intelligenz-31959610
Bill Haley & His Comets - Rock Around The Clock. https://www.youtube.com/watch?v=ZgdufzXvjqw&spfreload=5



Kommentare:

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  2. IHR ZITAT DES TAGES:

    Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.
    Joachim Ringelnatz

    *fröhlichenZWINKERZwinkerGRUßabstell*

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  3. Bitte,soviel blöde Fotos mit Tellergerichten können Dir die Menschen doch nicht geschickt haben!? Mach doch lieber wieder so schöne Reklamebilder von ..., über die konnte ich nachdenken, die waren z.T. orginell und zum Lachen! Das letzte Bild heute ist gut.

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    1. Hätte ich nur geschrieben, dass mich die Obszönität der vielen Fressbilder im Internet ankotzt, hätte es niemanden interessiert.

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  4. das mit gelsenkirchen stimmt. ich kenne keine stadt, wo so viele olle, unter den jahrzehnten gelittene trainingsbuxen rumlaufen, von adidas, und da drin stecken kettenraucher, die buchstäblich nichts mehr im kopp haben, ausser der nächsten kippe. sorry schalke. is so.

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    1. Dann sollte die Stadt Ziel einer Bonetti-Studienreise werden. Ich habe mich mal beim IAT in Gelsenkirchen beworben und hätte die Stelle auch haben können - habe dann aber doch zurückgezogen. Glück gehabt.

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