Samstag, 15. Oktober 2016

Aleppo und so

Im syrischen Bürgerkrieg gibt es nach Auskunft der staatstragenden Medien und Politikern wie Özdemir von den transatlantischen Grünen nur eine Möglichkeit: das Ende der Aktivität der syrischen Regierung. Aber dieser Bürgerkrieg ist nicht alternativlos. Die Bombardierung der belagerten Rebellen (oder, je nach Herkunft: Terroristen – kommt immer auf die Trademark der Kämpfer an) könnte ja auch ein anderes Ende finden. Warum geben die Rebellen nicht auf? Ihre Stadt ist umzingelt und sie nehmen die Zivilbevölkerung als Geisel. Sie könnten einfach aufgeben, einen Abzug verhandeln und die ganzen Frauen und Kinder in Aleppo wären in Sicherheit. Aber diese Möglichkeit wird bei uns ja noch nicht einmal diskutiert. Wir machen da ein neues Stalingrad auf und wundern uns wenig später, warum wir mal wieder verloren haben.

Kommentare:

  1. Die Verhandlungen aller Beteiligten sollten nicht in Lausanne, sondern in Aleppo stattfinden! Wie sähe dann (in welcher Zeit?) das Ergebnis aus?

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    1. Ganz richtig. Die Zivilbevölkerung sollte nicht zwischen den Fronten stehen und die Friedensverhandlungen sollten nicht ohne diese Menschen als Zeugen stattfinden.

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    2. Aleppo, als Verhandlungsort wurde nach langen, reiflichen Überlegungen wieder gestrichen.

      Die Beteiligten hatten sich die Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht, man hatte sogar tragfähige Lösungen für den unbeschadeten Transport des täglich frisch gefangenen Wildlachses gefunden.

      Einzig der Einspruch der albanischen Mafia, die für die Gestaltung des anspruchsvollen Animationsprogramms der Verhandelnden zuständig sind hatte die Sache platzen lassen.

      Weil, die Edelnutten weigerten sich einmütig, weil es in Aleppo keinerlei Shoppingmöglichkeiten und Friseurläden mehr gibt.

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  2. Aleppo ist mir völlig egal, seid dem Völkermord in Ruanda und dem Scheitern des Westens in Somalia ist diese ganze Politik verlogen, verlogen, verlogen. Gebt mir eine Truppe von 10 000 Mann und ich räume auf. Heiligst, euer Hermann der Cherusker.

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  3. Der Krieg zwischen zwei gebildeten Völkern ist ein Hochverrat an der Zivilisation.

    Carmen Sylva

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