Samstag, 10. September 2016

Igitt!

Hier in meinem Kellerverschlag, in dem ich mein Dasein als Blogger friste (“Villa Bonetti”), gibt es unglaublich große Spinnen. Handtellergroß. Gut, es sind die Handteller von kleinen Kindern, aber es sind keine Netzspinnen, sondern äußerst bewegliche Tiere, die des Nachts vermutlich aus meinen Mundwinkeln trinken. Gerade habe ich eine von ihnen erwischt. Sie lief vom Bett hinüber zum Fernseher. Kurz bevor ich über ihr mit meiner bleichen Todeshand auftauchte, hielt sie inne. Was dachte sie in diesem Moment. „Gott der Spinnen, nun trete ich dir gegenüber“? „Vielleicht erwischt der Riese mich nicht, wenn ich mich nicht bewege“? „Was für ein Scheißtag“? „Du kommst in deinem nächsten Leben als Spinne zur Welt – in diesem Zimmer“?