Mittwoch, 24. August 2016

Wie ich zum Rebellen wurde

“Liang Shan Po, Symbol der Hoffnung für ein Volk unter dem Joch einer Regierung ohne Anstand und Moral.”
Das war der Anfang. So ging es los. Lange bevor ich von Leuten wie Che Guevara, Luke Skywalker oder Malcolm X überhaupt gehört habe. Ich war schon als Kind ein Rebell. Meine Lehrmeister hießen Lin Chung, der tapfere Krieger, Hu San-Niang, die Frau mit den zwei Schwertern, und Lu Ta, der trinkfreudige Kampfmönch. Neun Dutzend Helden, die gegen die finsteren Schergen einer korrupten Regierung kämpfen. Ihr Lager ist in den undurchdringlichen Sümpfen und Dschungeln des Liang Shan Po. Man nennt sie
Die Rebellen vom Liang Shan Po
Und mit diesen Worten beginnt jede Folge dieser japanischen Fernsehserie aus den siebziger Jahren, die in Deutschland im Dezember 1980 zum ersten Mal ausgestrahlt wurde:
„Es heißt in den Schriften der Weisen: Ihr sollt die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat. Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein Drachen wird, wie auch aus einem einzelnen Mann eine ganze Armee werden kann.“
So wie die Filme von Akira Kurosawa („Die sieben Samurai“, „Yojimbo - Der Leibwächter“, „Das Schloss im Spinnwebwald“) mich in meiner Kindheit zum Japan-Fan machten, machte mich diese Serie nach einer wahren Begebenheit, die bis heute in den chinesischen Volkssagen weiterlebt, zu einem Fan des alten China.
Die Luxus-Box aus schwarzem Holz, die neben den DVDs auch Aufkleber, Postkarten, ein Booklet, ein Hörspiel, eine Rebellenflagge, ein Poster und ein T-Shirt enthält, habe ich mir zum fünfzigsten Geburtstag geschenkt. Die Familienfeier ist am Wochenende, damit enden die Saturnalien zu meinem Jubiläum.
Wenn ich demnächst in diesem Blog zur Rebellion aufrufe, trauen Sie mir einfach. Finden Sie sich im Liang Shan Po aka Hunsrück ein. Wir schaffen das!
So, der Riesling ist offen. Folge 1: „Neun Dutzend Helden und ein Bösewicht.“ Das Abenteuer beginnt …
„Der Weg zum Ruhm führt durch den Palast, der Weg zum Reichtum führt über den Markt, der Weg zur Tugend führt durch die Wüste, der Weg des Gerechten führt durch die Schuld. So steht es geschrieben.“
https://www.youtube.com/watch?v=IMOK_gdb-W4

Kommentare:

  1. Gestern habe ich zweimal erfolglos jeweils 30 Minuten (mindestens) versucht zu kommentieren, aber recaptcha hat mich nicht gelassen. Vielleicht ist es heute gnädiger. Passiert mir derzeit auch bei anderen blogspot-Blogs, nicht nur hier.


    Was ich sagen wollte: Sehr gutes Geschenk! Ich bekam zum Dreißigsten von mir selber die damals frisch erschienene DVD-Box mit Fürst Nepomuk und Co., wie es scheint sind Runde Geburtstage für Kindheitshelden reserviert.

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    1. Hast du die Aufgaben nicht geschafft??? Hoffentlich bleibt das die Ausnahme.

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  2. Wenn da mal Aufgaben gewesen wären... Jedes Mal wenn die laden sollten kam eine Fehlermeldung ("recaptcha kann keine Verbindung herstellen" oder so). Ich schätze, der Fehler liegt an meiner Internetverbindung, hab das wie gesagt auch bei anderen blogspot-Blogs.

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    1. Ich habe hier - Kabel Deutschland sei dank - fast jeden Tag mindestens einen Netzausfall. Dann geht eine Stunde gar nichts. Seit Monaten!

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    2. Das kann kein Zufall sein *dreu*

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    3. Meinst du, NSA und BND wollen meine Texte schon ein paar Tage früher lesen?

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