Samstag, 27. August 2016

Offizielle Wahlempfehlung von Bonetti Media Concept & The Gang

An alle Berliner! Schaut auf diesen Blog!
Der Emir der Empfehlung, der King of klare Kante, der Zar der Zerstörung, der Attila der Analyse, der Fürst der Verdammten, der Herzog der Hermeneutik, der Wortführer der Wahlbeteiligten, der Schrecken aller Scheißpolitiker hat sich die Unterlagen zur Berliner Landtagswahl kommen lassen. Denn auch in Schweppenhausen wird über das Schicksal der gescheiterten Metropole an der Spree entschieden. Warum? Weil Andy Bonetti als studierter Politikfuzzi die Lizenz hat, an allen Wahlen teilzunehmen. Dieser Mann wird überall gebraucht.
Der ursprüngliche Plan war, ein großes Anarcho-A auf den Wahlzettel zu malen plus einen coolen Spruch, der die Wahlhelfer in Berlin echt aufrütteln und zum Nachdenken bringen sollte. Ungültige Stimme ist das neue Nicht-Wählen! Aber was sehen meine von der Politik enttäuschten Augen auf Platz 24 des Stimmzettels?
„Menschliche Welt – für das Wohl und Glücklich-Sein aller“
Mööönsch, denke ich, das ist doch haargenau die Partei, nach der ich Aldi Jahre gesucht habe. Ich clicke ihr Programm an. Sie fordern die Verbesserung der gesellschaftlichen Systeme, eine Wirtschaft, die nicht auf Profitmaximierung aus ist, Frieden, Umweltschutz und die Überwindung der globalen Armut. Meine Rede! Und bei dieser Partei kann man sogar ein „Freiwilliges Spirituelles Soziales Jahr“ machen. Wie geil ist das denn?
Die Methode ist auch klar: Yoga und Meditation. Erst mal ’ne solide Reinigung der Chakren, Erdogan. Damit dir klar wird, wie uncool Kriege sind. Ein bisschen Ayurveda-Öl ins Toupet einmassieren, Trump. Und du wirst sehen: Mexikaner sind auch Menschen. „Bei der Verwirklichung unserer Ziele nutzen wir die sozio-ökonomische Theorie PROUT (PROgressive Utilization Theorie) des indischen Philosophen Prabhat Ranjan Sarkar.“ Die nehme ich schon seit Jahren, auch bei hartnäckigen Flecken. „Das Ziel von PROUT ist das Wohlergehen und Glücklich-Sein aller. (…) Spiritualität bedeutet die Anerkennung von Bewusstsein und dessen Entfaltung. (…) Neohumanismus.“ Total abgefahren.
Liebe Berliner! Wenn wir alle die „Menschliche Welt“ wählen, dann wird die Welt menschlicher.

Kommentare:

  1. Seit hier die Wahlplakate hängen, sehe ich regelmäßig Leute, die verzweifelt versuchen, sich die Augäpfel auszureißen.

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    1. „Dein Gott? Dein Sex? Dein Ding!“ habe ich im August schon in Berlin gesehen. Ich hab's noch nicht mal begriffen ... aber wer wählt schon die Claudia-Roth-Partei ...

      Mr. Kein-Gott-kein-Sex aus Dingenskirchen

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    2. Herrjeh, se sind aber ooch begriffstutzich! „Dein Gott? Dein Sex? Dein Ding!“ ist juveniles Neusprech für "Religion und Sexualität sind Privatsache."

      Im Übrigen: Wenn alle Berliner „Menschliche Welt“ wählen, dann wird nicht die Welt menschlicher, sondern nur Berlin. Sach ick mal so.

      Hochachtungsvoll,
      Prof. Dr. Klugschiss

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  2. Au ja!
    Die möchte ich gerne im Rathaus sehen, sich mit Henkel, dem Frauenrechtsvorkämpfer, auseinandersetzend.

    Die einen im Yogasitz, schweigend und nachsichtig in die Welt stierend, der andere mit Schaum vorm Maul.
    Live auf Phoenix, stundenlang.....

    "Freiwilliges soziales spirituelles Jahr" bedeutet übersetzt vermutlich: Der Freiwillige überschreibt erst mal seinen ganzen Besitz, um bei Wasser und Körnern dem/den Vorsitzenden beim Vögeln der Novizinnen zuzuschauen.

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  3. Ich hatte immer geahnt, dass es im Grunde genommen ganz einfach ist. Denn seien wir ehrlich, wer das Bewusstsein nicht anerkennt, kann kein guter Mensch sein.

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  4. Wenn ich hier lese - und ich lese hier gerne, dem kiezneurotiker sei dank - weiss ich: DADA ist.

    Hier fehlt noch musik - bitteschön

    Ach ja, das streben nach glück und sei es nur das glück, jetzt draussen zu sitzen und ein bier zu trinken, ach was eins ... prost.

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    1. Die Musik gefällt mir sehr gut.

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    2. Aber Bonetti Media wird sie nicht spielen, weil sie durch den Kontakt mit einem bis ins Mark duchkommerzialisierten Medienimperium jegliche Glaubwürdigkeit verlieren würde.

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