Mittwoch, 13. Juli 2016

Eine Szene, die es nie in einen Roman schaffen wird

A: Hallo. Spreche ich mit dem Zimmerservice?
B: Hier ist der Zimmerservice. Mit welcher Nummer spreche ich?
A: Nummer? Ich habe keine Nummer, nur einen Namen. Stoffel Schnodderkopp. Aber meine Freunde nennen mich Moonface.
B: Ich glaube nicht, dass wir Freunde werden, solange ich nicht Ihre Zimmernummer bekomme.
A: Ach so. 412.
B: Gut. 412. Schreit in den Hintergrund: Kann jemand die verdammten Bohnen vom Herd nehmen?! Ich muss hier telefonieren, verfluchte Scheiße! Wieder zu A: Okay, was kann ich für Sie tun?
A: Ich hätte gerne eine große Portion Schwurps mit Gurgel. Vom freilaufenden Tapir.
B: Sonst noch was?
A: Ja. Können Sie mir das Essen in einem gebrauchten Spind der Ringermannschaft von Südkorea bringen?
B: Kein Problem. Wollen Sie auch was trinken?
A: Ja. Eine Bloody Mary aus Dodosaft. Mit Eiswürfeln, die aus den Tränen unglücklicher dänischer Prinzessinnen gemacht wurden. Bitte mit einem Schirmchen.
B: SONST NOCH WAS !?!
A: Nein.
B: Lecken Sie mich am Arsch! Legt auf.

Sollte die University of Northern Texas auf Kaffeetassen Werbung machen?


Kommentare:

  1. Das muss in einen Roman. Das liest sich wie bei Vesper in den Passagen von Die Reise, die er schon auf Drogen im Wahn gemacht hat. Bei uns war das Buch noch Pflichtlektüre in der Bibliothekarsschule, ich lese es gerade wieder.

    (Ich mag übrigens die Zombie-Texte wusste da aber nicht was zu kommentieren.)

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    1. Habe eben mal recherchiert. Pro und Contra gelesen. Und dann den Roman gebraucht für 4,48 inkl. Versand bestellt.

      Wehe, der ist nicht gut, Kollegin ;o)))

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    2. Laut Mainstream(?)-Presse (Heinrich Böll) ist das Ding der Nachlass einer ganzen Generation. Ich kann ihn aufgrund "Gnade der späten Geburt" daran nicht messen, aber ich halte Bernward Vesper unhabhängig davon für einen zwar illustren, aber interessanten Charakter. Roman ist es nur zum Teil würde ich sagen, da verwischt sich einiges und ist auch von der Form her nicht immer leicht lesbar. Und Achtung: lang! Zur Ergänzung, falls du merkst, dich interessiert das, vielleicht "Notstandsgesetze von deiner Hand", der Knastbriefwechsel mit Ennslin wegen dem Sorgerecht für den Sohn (ich find's interessant, weil man merkt wie unklar der immer schon im Kopf war) oder "Vor der Reise" von Henner Voss (auch da kommt durch, der war nie ganz auf der Erde). Oder für den Background (ich hab's gebraucht um den Zugang zur Person hinzukriegen) "Vesper, Ennslin, Baader" von Gerd Koenen (ob das so gut ist kann ich nicht beurteilen, ich habe dadurch aber überhaupt das Vesper-Buch kapiert), als Film darauf basierend (gut die ganzen Psychospiele in Szene gesetzt ohne aufdringlich oder belehrend zu sein) "Wer, wenn nicht wir" von Andres Veiel. Hat Herr Kollege eigentlich mal Frau Müller gelesen?

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    3. Ich hatte mir eins von Frau Müller bestellt, aber es ist nicht angekommen. Nach einigen Mails hatte ich wenigstens den abgebuchten Betrag wieder auf dem Konto. Habe es als Karma genommen und seither keins mehr von ihr bestellt. Kommt aber noch! Sie ist die einzige deutsche Nobelpreisträgerin, von der ich noch nix gelesen habe (die Jungs habe ich alle durch).

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    4. Deshalb hatte ich gefragt, du hattest ja noch gesagt, dass du es bestellt hattest und das ist ja nun schon 'ne Weile her. Fang wie gesagt nicht gerade mit den "Großen" ("Herztier" - mein persönlicher Liebling, 35x gelesen, kommt aber nicht jeder mit klar -, "Atemschaukel") an, sonst könntest du schnell enttäuscht sein, sie ist sprachlich eigenwillig. Das was du bestellt hattest ist wie gesagt für den Eistieg gut. Der Kollege Rose - liest du bei ihm? Falls nicht weißt du überhaupt wer gemeint ist? - hat vor einer Weile Herrndorf probiert und war wie du von "Tchick" begeistert. Mein Stiefvater verzweifelt gerade an "Sand" (hab ich nicht gelesen und will ich auch nicht, da für mich komplett genrefremd-uninteressant).

      Meine Herren Zusatzprotagonisten drüben haben die "Drohung" ausgesprochen mich falls tatsächlich die nächste OP ansteht in der Rekonvaleszenz mit Camus zu "nerven", wie schief gehen, den habe ich zwar lange nicht gelesen, aber ich fand ihn gut.

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    5. 35 x gelesen? Ach du liebes bisschen, ich komme bei Kafkas Schloss gerade mal auf 4x, mein Rekord ...

      Rose kenne ich nicht. "Sand" ist nicht gut, habe ich vor kurzem gelesen. Derzeit: "Jakob von Gunten" von Robert Walser.

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    6. Ist möglicherweise unter dem Namen seines Blogs etwas bekannter,bloggt unter dem Namen Stefan Rose, ich bin mit dem nicht näher blogbekannt und folglich nicht auf Du, hier ist seine Rezension: http://fliegende-bretter.blogspot.de/2016/06/sommerlekture.html (Damals war ich beim Kommentieren in Wordpress eingeloggt, deshalb zeigt der Kommentar den Blognamen und nicht den Schreibernamen an)

      Ich habe heute - Empfehlung einer Mit-Bloggerin, Jutta Reichelt könntest du bei mir in der Kommentarspalte mal begegnet sein - von Per Olov Enquist "Ein anderes Leben" geliefert bekommen, das kommt wohl nach der Reise dran - oder nach der OP, je nachdem was und wann gemacht wird und wie es mir dann geht, Kopf ist ja immer etwas naja-, Walser meine ich irgendwann mal gelesen zu haben, weiß aber nicht mehr wann. Letztens waren Auszüge auf Brainpickings.org, zwar in Übbersetzung, aber es kam mir zumindest vor als hätte ich das schon mal gelesen.

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    7. Ich drücke dir die Daumen, dass bei der OP alles gut geht.

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    8. Danke. Es entscheidet sich Dienstag ob die es überhaupt machen - das ist für die eine Kosten-Nutzen-Frage und eine Frage des Geschicks des Operateuers - und dann geht das Theater mit Anträgen bei der Krankenkasse los. Normalerweise macht man das unter Teilanästhesie, geht bei mir behinderungsbedingt aber nicht und es kann gut und gerne sein, dass die Krankenkasse mit die Vollnarkose und Nachsorge verweigert. Ich bin sehr froh, dass ich mit meinen beiden Herren wenigstens hilfreiche Hände habe. Hatte ich bei der ersten damals nicht und das Erlebnis brauche ich nicht nochmal. Das ist ganz toll: Die sagen dir, du sollst zu Hause - stationär machen die das nicht mehr - liegen bleiben, damit das nicht auseinander geht oder verrutscht oder was weiß ich und dann stehst du da mit deinem Haushalt und täglichem Bedarf und musst zwangsläufig belasten...

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  2. Scheiße. Jetzt habe ich Hunger auf Schwurps mit Gurgel.

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    1. Und jetzt willst du also das Rezept zu dieser Hunsrücker Spezialität, zu der nix, aber auch gar nix in deinem Garten wächst :o)

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  3. Einer der bekannteren Absolventen der University of North Texas ist der Sänger Meat Loaf, dem die Idee zu seinem Künstlernamen vermutlich bei einem Teller Schwurps mit Gurgel kam.

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  4. den letzten Dodo hatte ich genossen. Ich presste ihn nicht erwartungsvoll aus, er hatte ob der liebevollen Behandlung nicht im dem Mixer ein paar augenbrauenrunzelnde Zwinkern in den Augen und schlurfte dann ab - ab in die Falkensteinkaserne nicht ohne noch der grüne Banane genüsslich schleckenden Tochter des Standortälstesten seine Visitenkarte zu hinterlassen.

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    1. Du warst das! Der letzte Dodo. Und natürlich ganz alleine ausgetrunken ...

      Weinen könnte ich, weinen ...

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