Montag, 18. Juli 2016

Ach, herrje – auch das noch: Andy Bonetti erstickt

… in Fanpost. Bitte erheben Sie sich von Ihren Plätzen und begrüßen Sie mit einem warmen Applaus:
Blogstuff 56
“It's all about money, not freedom, y'all, okay? Nothing to do with fuckin' freedom. If you think you're free, try going somewhere without fucking money, okay?” (Bill Hicks)
Du weißt gar nicht, dass sie längst deine Entlassung beschlossen haben. Und du schnatterst immer noch fröhlich wie ein Delphin bei einem Geschäftsabschluss.
Hätten Sie’s gewusst? Bei den Lesungen von Andy Bonetti während seiner Dark Poet-Tour 1997 stand immer ein weißgeschminkter Pantomime neben ihm, der seine Vorstellung imitiert hat.
Petra – verlassene Felsenstadt in Jordanien oder vollbusige Blondine in der Mittelstufe an meinem Gymnasium? Diskutieren Sie mit!
Das Positive an der Alzheimer-Krankheit: du brauchst nur noch eine DVD.
Werbung: „Sieben gegen Marburg“ – diese Mischung aus Schwertkampfballade und fiktiver Autobiographie wird Ihnen präsentiert von Bonetti alkoholfrei.
Früher hatte ich Sommersprossen, jetzt sind es Altersflecken.
Unternehmen und Behörden machen mich in ihren Anschreiben immer zum „Herrn“, obwohl ich doch ein Knecht bin. Mit Frauen machen sie das nicht, die Anrede ist ganz schlicht „Frau“.
Im Nahen und Mittleren Osten wiederholt sich in den letzten Jahrzehnten die gleiche Tragödie, die Osteuropa im 20. Jahrhundert erlebt hat. Man denke an den Zerfall des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn oder das Ende der Griechen und Armenier in der modernen Türkei. Aus dem jahrhundertelangen Zusammenleben der Ethnien, Kulturen und Religionen wird ein geographisch penibel abgezirkelter Haufen von Nationalstaaten, deren Minderheiten überall stören und vertrieben werden. Jetzt also in Syrien, im Irak und zuvor schon in Israel. In Syrien gab es einst dreißig Prozent Christen und es hat keinen gestört, der Libanon war ähnlich multikulti. Bagdad mit seinen zwölf Millionen Einwohnern (Metropolregion) war früher ein Schmelztiegel der Religionen, Sprachen und Lebensweisen wie NYC. Vorbei. Es regieren überall die Spalter ...
Demokratie – Demagogie – Dekomagie. Ist doch alles das gleiche.
Werbung: Er saß gerade an seinem Schreibtisch, als ihn der Atomblitz traf. Der Tisch und er verschmolzen miteinander - und dann wurde aus ihm … Trommelwirbel … der Schubladenmann. DRAWERMAN. Die neue Serie. Jetzt bei Bonetti Media Unlimited.
Ich war neunzehn, als ich langsam in die Schnaps- und Meskalin-Szene (SM) abdriftete.
Hätten Sie’s gewusst? Schmitt’s Island ist die nördlichste Landfläche der Welt. Man nennt diesen Punkt auch Ultima Thule.
Neu: Wäsche trocknen mit Wind- und Solarenergie! Kaufen Sie die neue ultracoole „Wäscheleine“ – jetzt in Ihrem Apple-Store.
Kennen Sie eine Rockband namens „The Amazing Bottrop Experience“? Nein? Macht nix. Da haben Sie nichts verpasst. Hören Sie lieber „Silver Donut“! Mördermucke, ich schwör. Oder wie wär’s mit der Anti-Veganer-Band „The Meatles“ und ihrem Hit „Ich war die fünfte Bulette“?
Mal andersrum betrachtet: Krankenhäuser und Krankenschwestern bereichern sich am Elend anderer Menschen.
Buch-Tipp: „Vom Bauern zum Büroangestellten – deutsche Geschichte in Aphorismen und Aneurysmen“ von Prof. Hodenkobl-Dottersack.
Preisfrage: Was war zuerst da? Das Zebra oder der Zebrastreifen?
Tuvan Throat Singing. https://www.youtube.com/watch?v=qx8hrhBZJ98

Kommentare:

  1. Du hast es nicht anders gewollt: Weitere Bedeutung von Petra: a) Akte X-Fangirl und Brieffreundin meiner Jugend mit Geburtstahgang 1982 b) irgendeine Frauenzeitschrift c) eine Barbie-Puppe (gab's wirklich) d) irgendwas mit Haushaltgerätemarke e) Krabbelgruppengespielin vom Atelier-Kind-Bruder mit Geburtsjahrgang 2014. Da kriecht übrigens auch ein Matthias rum. f) kommt irgendeine bei Vesper in der Reise vor g) Ex-Kommilitonin von mir mit Geburtsjahrgang 1967, dürfte sofern nicht zwangsverfrachtet irgendwo in der Weinstraße in Rheinland-Pfalz leben.

    Aber du machst eindeutig Fortschritte mit deiner Vermarktung der notwendigen Dinge als "Coole Sau"-Produkte für die Hipster.

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    1. Danke. Diese Woche gibt's noch mehr Notizbuchgerümpel. Muss den Schreibtisch leerkriegen, bevor ich in Urlaub fahre :o)

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    2. Kenn ich, also ähnlich. Ich schmeiße gerade das ein oder andere für die Nach-OP-Zeit (ich kann mir nicht vorstellen, dass der mir morgen erzählt da wird absolut gar nichts gemacht) zusammen, eventuell landet das ein oder andere im Blog. Oder ich mache einen Stichwort-Aufruf, also so was wie bei der "Auftragsarbeit", nur dass mir dann jemand Stichworte liefern soll, für Klein-Fiktionen unter meinen Lesern. Ich habe keine Ahnung ob ich anderweitig Post-OP so neutral-gesprächig sein werde wie sonst und bevor ich dann eventuell den ganzen August brachliegen lasse, schmiere ich lieber alle paar Tage in zehn Minuten irgendwas als Fiktions-Fingerübung hin.

      Wann fährste?

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    3. Am Freitag geht's los: Hamburg, Berlin, Ansbach. Am 15. August komme ich zurück, am 16. August bin ich dann wieder online, wenn alles klappt.

      Schreibtechnisch bin ich seit Samstag im Urlaub. Die Texte bis Freitag dieser Woche sind schon fertig. Dann ist kein Text mehr in der Pipeline. Neuer Stoff wird mich dann auf der Reise anspringen.

      Wie wäre es mit einem fiktiven Interview? Habe ich schon ein paar Mal gemacht, weil mir im echten Leben kein Journalist Fragen stellt. Ich habe ein Künstler-Interview aus dem Internet genommen und Bonetti hat auf die Fragen geantwortet.

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    4. So'n Proust-Fragebogen oder so was, das tikerscherk da vorgestern hatte? Ich könnte natürlich auch ein Interview mit Frau Jelinek (ich weiß, noch so eine mit der außer mir kein Mensch klarkommt) als Vorlage nehmen, dürfte nicht sehr ergiebig werden. Wer wird/wurde denn sonst noch interviewt, hm? Müller redet zu viel über Rumänien, so viel weiß ich darüber nicht und über das Schweigen gibt es in den Fädenrissen schon genug, ich muss mal schauen, vielleicht finde ich was inspirierendes bei Ulay.

      Mir sind zwar diverse Male von Journalisten Fragen gestellt worden, aber das passt nicht, weil es entweder Fragen sind, die irgendwas mit Behindertensozialisation oder -politik zu tun haben und da habe ich schon das ein oder andere in den Fädenrissen (ich erwähne immer wieder wie viel Stress das Scheiß-Gesetz macht, das muss reichen) oder mit meinem Vater. Und der hat in den Fädenrissen nichts zu suchen. (Der Satz ist doppeldeutig, der Kerl stalkt gern, können diverse Facebook-Kontakte meines Bruders ein Lied von singen). Hm... Ich könnte natürlich das Atelier-Kind interviewen, aber was sollte ich den Fragen, das die Leser interessiert.

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    5. http://kiezschreiber.blogspot.de/2016/02/interview-mit-welt-der-literatur.html

      http://kiezschreiber.blogspot.de/2014/06/interview-mit-andy-bonetti-auf-benfm.html

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    6. Natürlich. Ich muss nur noch den Mut finden, um deine Hand anzuhalten.

      Du hast hoffentlich kein Problem mit dicken, alten Versagern ohne Einkommen? Ich biete Humor ... und, äh ... Humor. Außerdem ist meine Mutter tot und sie hat beschissen gekocht. Das ist ein Pluspunkt für jede Ehe, das musst du zugeben!

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    7. Unsere Hochzeitsreise machen wir nach Eisenhüttenstadt. Da wollte ich schon immer mal hin!

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  2. Das mit der Entlassung erinnert mich an den "Sinn des Lebens" (Monthy Python). Die Fische im Aquarium ... "Morgen!" "Morgen!" "Morgen!" ...

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  3. EINE LIEBESGESCHICHTE!!1!!!
    Oh Gott – wie romantisch ist das denn??? Und mit Ringetauschen auch noch! Daß ich das noch… Und während er in seinem Licht scheffelt, ist sie ganz die Schüchterne. Da mag man gar nicht hingucken, so turtel wie sie sind. Laßt mich bitte der erste Gratulant sein! Das kann ich fast so gut wie Off Topic und da lobt man mich bekanntlich widerwillig.
    Eisenhüttenstadt? Eine gute Wahl, möchte ich meinen! Jede Straße wie ein Kanal – wer möchte da noch ins absaufende Venedig? Ich kenne da eine vegane Döner-Schreinerei: Wenn’s soweit ist, laßt es mich wissen – ich geb Euch die Adresse. Ein Geheimtip vor dem Herren! Direkt neben der örtlichen NSDAP-Geschäftsstelle. Sie haben die Spieße ganz hoch angebracht, daß die Einheimischen mit hoch erhobenen rechten Arm darauf zeigen können »das da bitte, mein Imbiss-Führer!«

    Früher hieß das Städtchen am Rande der Endmoräne ja Stalinstadt, ein Name, der leider während der Revolution verloren ging. Dafür hat man dort heute mehr Fußballclubs als SPD-Mitglieder. Auch eine Leistung!
    Als Hotel für die Täubchen empfehle ich das Lunik, mit eigenem Intershop und stolzer Geschichte – letztes Haus am Platze, was auch damit zusammenhängen mag, daß dies die allermeisten Besucher »mit Internet« verwechselten. Aber wer braucht schon Internet, wenn er Spreewaldgurken und Hering erwerben kann. Samstags mit Bratkartoffeln, wenn man sich nur pünktlich genug anstellt.
    Und abends, wenns etwas Kultur sein soll, ins polnische Cybinka, eine halbe Stunde Fußmarsch und zum Lohn eine entzückende Bushaltestelle! Da sollte man sein Dosenbier getrunken haben!

    Ach, ich gerate wieder ins plaudern – dabei wollt Ihr jetzt sicherlich allein sein! Viel Glück Euch beiden und eine rosige Zukunft, die in Eisenhüttenstadt sicher ihren glanzvollen Start nehmen wird.

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    1. Sieh an! Hier hat sich gerade jemand als Trauzeuge beworben. Mit seinen profunden Ortskenntnissen wird er während der Hochzeitsreise auch den Reiseführer spielen können. Aber wer wird sich derweil um die Schrottpresse, den Redaktionszoo und den Fuhrpark kümmern?

      Aber du hättest auch eine schöne Story: eine Romanze, die im Kommentarbereich von Kleinbloggersdorf begonnen hat. Gäbe es einen romantischeren Ort - vom Parkplatz einer McDonalds-Filiale einmal abgesehen - für eine solche Geschichte?

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  4. *pantoufle feuerflammig*
    Echt jetzt? Kein Meineid? Ich darf bezeugen? Ich bin ja so gerührt. Und geehrt natürlich auch; immerhin passiert das nicht alle Tage und mir schon gar nicht.
    Ja, sage ich auf dieses hochherzige Angebot, Ja mit Inbrunst und nochmal ja, weil Ihr vielleicht einen Anwalt findet, der das irgendwann wieder rückgängig macht, aber ich werde immer sagen: »Ich hab gehört wie sie sich ewig die Treue…«

    Das mit meinem Streichelzoo ist überhaupt kein Problem! Wir lassen einfach die Dosen und andere Pfandbehälter weg, geben sie den Hochzeitsgästen, damit sie das beim Rewe-Getränkemarkt einlösen können und nehmen statt dessen einfach einen Hänger hinter Euer Auto. Ich fahr mit der Karre, damit ich Euch nicht störe – Ehrensache!
    O.K. : Der Redaktionskampfhund Oskar haßt Autofahren. Aber das Kotzen hört normalerweise nach 200, 300km wieder auf, wenn man ihn nicht füttert. Das Redaktionsschwein Schnitzel ist ziemlich pflegeleicht! Ihr werdet es lieben. Habt Ihr eigentlich was gegen Hühner?

    In den Hänger sollten wir außerdem noch Euer Hochzeitsbett packen. Die Betten im Lunik sind… na ja… so lala! Und natürlich das gute Kaffee-Geschirr! Das habe ich von meiner Mutter und es ist Meißen. Nicht dieses Zeug für die Touristen! Echte Vorkriegsware! Wenn wir geschickt stapeln, kriegen wir auch noch das Surfboard und die Drehbank unter. Nichts gegen Eisenhüttenstadt, aber ohne meine Drehbank verlasse ich das Haus nur höchst ungern. Jaja, ich weiß, daß sich Annika jetzt wohl mißtrauisch melden wird: Aber wir können sie ja ganz unauffällig unters Bett packen. Da bleibt noch Platz für tonnenweise Klamotten und Schminke.
    Was sich in Brandenburg als unerläßliches Utensil herausgestellt hat, ist übrigens ein eigener Grill! Nicht diese Urzeitgrills, die praktisch alle 50 Meter entlang der Landstraße stehen, bewacht und befeuert von den Aborigines dieses ansonsten schönen Bundeslandes. Von ihrer Wurst muß ich - so leid es mir tut! - dringend abraten. Pferd mit Spreewaldgurken, Karzinom vom Schwein und Bisamratte: Es ist nicht alles Gold, was da schwarz kokelt. Eigener Herd ist Goldes Wert: Nie war dieser Satz so wertvoll wie in Eisenhüttenstadt und dem Weg dorthin.

    Eisenhüttenstadt: Diese schöne Stadt an der Oder! Es grinst der Tümpel, er läd zum Bade! Gepumpt mit Berliner Luft sollten auch die Gummi-Fluchtbadetiere noch Platz auf dem Anhänger finden. Redaktionkampfhund Oskar kann den Grill bewachen, während wir baden. Endlich kein Auto mehr! Interessanterweise kann man bei anfallenden Gelegenheiten das fertige Grillgut unbesorgt dem Hunde überantworten: Ein Hort der Zurück- und Zuverlässigkeit!


    Lamera und Schreibmaschine werden dieses Hochamt würdevoll begleiten. Ich danke für die Ehre und das Vertrauen, das ich nicht verunstalten werde. Ich sag nur schnell noch den Kumpels Bescheid und dann kann’s losgehen. Ihr sollt eine ordentliche Motorrad-Eskorte bekommen, wie Ihr es verdient habt! Wir saufen Beck’s, Flens und Schierker Feuerstein! Is aber kein Problem: Wir haben ja einen Hänger!

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    1. Das klingt großartig! Ich bin sofort dabei. Zufällig bin ich "augenblicklich" beruflich nicht so stark eingespannt. Von mir aus sind wir schon am Wochenende dort, fangen Wildschwein mit dem Speer und Bierfässer mit dem Lasso. Jetzt muss nur noch Annika "Ja" sagen.

      Mein Herz klopft, der Grill scheppert, der Redaktions-Pokemon grinst.

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  5. Annika? Die wohnt doch in Helmstedt? Drei mal lang hinfallen von mir entfernt! Ich mach den Boten:

    Die Liebe siehet durch die Phantasie,
    Nicht durch die Augen, und deswegen wird
    Der goldbeschwingte Amor blind gemalt.
    Geflügelt ohne Augen deutet er
    Der Liebe Hastigkeit im Wählen an;
    Und weil sie leicht verlässt was sie erkohr,
    So stellt man ihn als einen Knaben vor;
    Wie Knaben oft beym Spiel meineydig werden,
    So scherzt des Knaben Amors Leichtsinn auch
    Mit seinen Schwüren.

    Ick bin Profi!

    Annika wird es lieben! So oft war sie bestimmt noch nicht verheiratet, als daß sie nicht herzsehnend einem Grillurlaub in Brandenburg entgegenfiebert.

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    1. Welche Frau könnte da noch nein sagen? Die muss noch geboren werden!

      Pantoufle, you made my day. Ich möchte euch beide heiraten, lässt sich das machen?

      Wir könnten immerzu zwischen Helmstedt und Eisenhüttenstadt pendeln und zwischendurch fahren wir nach Bad Zwischenahn oder in den Vogelpark Walsrode. Und das alles mit Geschirr aus Meißen. Ich seh das alles schon vor mir. Hach...

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    2. Eine ménage à trois? Sehr reizvoll. Wir würden ein Leben führen wie in einem französischen Spielfilm aus den sechziger Jahren :o)

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    3. "Matti und Panti" aka "Jules et Jim".

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    4. Im Hänger wird allerdings kein Platz für die Drehbank sein (sorry Panti), aber das Pony muss mit.

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    5. Mein Rhönrad muss auch mit!

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    6. Natürlich, das Pony muss trainiert werden. Es gibt nichts Besseres dafür. Dann ist es schwindelfrei und kotzt uns nicht alles voll, vielleicht ist es damit ein Vorbild für Oscar, dem Redaktionshund.

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