Dienstag, 5. April 2016

Zitat der Woche: Samuel Meir Lewi

„Aus Juden wurden Israelis, aus Verfolgten ein Volk – und dieses Volk besitzt alle Kennzeichen eines Staatsvolkes, dazu gehören eben auch Rassismus und Unterdrückung. Warum wird diese Normalität, die wir aus den westlichen Staaten kennen, beispielsweise aus der amerikanischen oder deutschen Geschichte und Gegenwart, so beklagenswert sie der Einzelne auch empfinden mag, Israel verweigert? Dieser Staat ist das Ergebnis der gescheiterten Integration der Juden in Europa. Warum sollte also gerade Israel ein Beispiel gelungener Integration der muslimischen Araber sein? Die Araber haben jahrzehntelang versucht, den demokratischen jüdischen Rechtsstaat mit allen militärischen und diplomatischen Mitteln von der Landkarte zu tilgen. Sie wollten einen zweiten Holocaust. Aber dieses eine Mal in der Geschichte haben die Juden sich gewehrt, sie haben zurückgeschlagen.“ (Samuel Meir Lewi: Kamingespräche mit Andy Bonetti)
Journey - Don't Stop Believin'. https://www.youtube.com/watch?v=HOEKsQVvqfM

Kommentare:

  1. Das Thema ist zu komplex für die paar Sätze. Schieb es auf die Engländer.

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  2. Wieso komplex ?
    Irgendwann sagten sich die Juden ( jetzt Israelis ) so, und jetzt iss Schluss.
    Wir lassen uns nicht mehr verarschen.
    Und das ziehen die durch.
    Bis in Unsere Tage.
    Und dabei führen Sie sich so Deutsch auf, wie ja oben auch geschrieben.
    Und keiner mag Sie. ( wie die Deutschen )
    Israelis im Ausland ? In Thailand ? Oh je. ( wie die Deutschen )
    Militärstaat ( wie die......)
    Irgendwie absurd.

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  3. Ist es nicht eher so, dass Israel gar nicht verweigert werden soll, Rassismus und Unterdrückung zu praktizieren, dass sich Israel aber genau wie alle anderen Staaten, in denen dies praktiziert wird - eben wie auch USA und Deutschland - dafür kritisieren lassen muss?

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    1. Das ist richtig, aber die Intensität der Kritik ist doch auffällig. Gerade die Linken arbeiten sich gerne an Israel ab, aber z.B. Frankreich hat mit seinen Banlieues - man könnte sie auch Townships nennen - ein regelrechtes Apartheidregime geschaffen, das überhaupt nicht kritisch hinterfragt wird. An Israel exekutieren wir gerne unsere Idealvorstellungen vom Staat, ohne die Nachbarschaft im Nahen Osten (failed states und Militärdiktaturen, mörderische Ayatollahs und Scheichs) zu berücksichtigen oder uns in Europa unsere Rechts-Regierungen (Polen, Ungarn usw.) näher anzuschauen.

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    2. Es ist sicher auch so, dass hinsichtlich Israel beim einen oder andern so etwas wie enttäuschte Liebe mitspielt. Ich erinnere mich an die durchaus zärtlichen Gefühle, die ich in den 70ern den Texten Kishons entgegenbrachte, bis mir klarer wurde, welch reaktionäre Grundhaltung hinter vielen von ihnen steckte. Die Texte und vor allem die kongeniale Übersetzung Torbergs bleiben aber formal hübsche kleine Stücke - ich mag sie nur nicht mehr lesen.

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    3. Mit Kishon fing es bei mir auch an. Dann kamen die unsäglichen Eis-am-Stiel-Filme :o)))

      Aber die enttäuschte Liebe der Linken bezieht sich eher auf die Kibbuzim. Das Kibbuz war tatsächlich kommunistisch und keine Diktatur wie die Sowjetunion, China und ihre ganzen Satellitenstaaten. Inzwischen ist Israel genauso kapitalistisch wie der ganze Strafplanet namens Erde.

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    4. Die enttäuschte Liebe durchzieht unser Leben: 1980 habe ich Biermann bewundert und noch zum Geburtstag gratuliert (Antwort erhalten und hochgehalten!), 1986 Broder für sein "Der ewige Antisemit" geschätzt und ihn verteidigen müssen. Parteipolitisch während der 90er meine Hoffnung in Schröder und Fischer gesetzt, im Kabarettbereich noch vor gar nicht so vielen Jahren in Dieter Nuhr. Alle ab von links unten nach rechts oben. Dass ich jahrelang SPIEGEL und Stern gesammelt habe, kann mir heute aber keiner mehr beweisen.

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    5. Das nennt man wohl eine Serie. So ein Schicksal hätte mich auch zum Zweckpessimisten gemacht. SPIEGEL und ZEIT waren in den 80ern/90ern meine Leib- und Magenlektüre und den STERN habe ich bis zu den Hitler-Tagebüchern gelesen. Heute schaue ich nur noch in den SPIEGEL, wenn ich im Restaurant auf das Essen warte und er irgendwo ausliegt. Und eines Tages wird mein Zynismus so groß geworden sein, dass ich gleich zur GALA greife.

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    6. Wenn jetzt noch mein Hausgott Max Goldt anfängt, für Frauke Petry zu schwärmen... Er ist leider politisch ziemlich unmusikalisch.

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  4. Oh jetzed... "sich kritisieren lassen muss.........."
    Hey Man, wenn man sich aufführt wie eine offene Hose braucht man sich nicht zu wundern, wenn mal einer was sagt.
    Man braucht halt nicht nur die Eier, was unbequemes zu tun, man muss auch die Wiederrede aushalten.

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