Montag, 8. Februar 2016

Schaffen wir das? Integration in Ingelheim

„Ein intelligenter Mann ist manchmal dazu gezwungen betrunken zu sein, um Zeit mit Idioten zu verbringen.“ (Ernest Hemingway)
Es ist beschlossen, der Bürger hat abgestimmt, die Integration kommt. Ingelheim steht in den nächsten Jahren vor einer gewaltigen Aufgabe: Die Integration von insgesamt 10.000 Wackernheimern und Heidesheimern. Bezogen auf die Population von 25.000 Bio-Ingelheimern ist das ein unglaublich hoher Prozentsatz von Migranten, den ich so schnell gar nicht ausrechnen kann.
Wie kann diese Integration bewältigt werden? Was wissen wir von unseren Neubürgern? Viele von ihnen sprechen kein Hochdeutsch. Ihre Esskultur ist eine völlig andere. Die Ingelheimer essen ihren selbstangebauten Spargel, während die Wackernheimer jede Menge Kirschen essen. Von den Heidesheimern wissen wir im Augenblick noch zu wenig. In Ingelheim wird traditionell der eigene Rotwein getrunken, während die Neubürger häufiger zum Weißwein greifen, den sie gerne mit Wasser mischen. Ein seltsamer Brauch, denn der Ingelheimer weiß von alters her: Wasser ist nur zum Waschen da.
Wir brauchen eine Willkommenskultur für die Neu-Ingelheimer aus dem äußerst nahen Osten. Einige schlagen vor, sie von der indigenen Urbevölkerung am Ortseingang in Ober- und Nieder-Ingelheim mit Luftballons und Teddybären begrüßen zu lassen, andere fordern – angesichts des unglaublichen Reichtums der Stadt – ein Begrüßungsgeld in vierstelliger Höhe. Auch sollen sogenannte Integrationslotsen den Heidesheimern und Wackernheimern helfen, sich in ihrer neuen Heimat zurechtzufinden. Sie bekommen die Neue Mitte gezeigt und werden an den zahlreichen Baustellen über das zukünftige Bild ihrer Stadt informiert.
Ich bin optimistisch, dass die Integration gelingen wird. Die Ingelheimer Leitkultur, die sich mit den Sätzen „Weck, Worscht und Woi“ und „Morgen ist auch noch ein Tag“ kurz umreißen lässt, wird sich auch im Kreise der Neubürger schnell durchsetzen, spätestens, wenn sie einmal das Ingelheimer Rotweinfest besucht haben. In diesem Sinne: herzlich willkommen und Prost!
Shakatak - Down On The Street. https://www.youtube.com/watch?v=fu9CVxoZE0A

Aus nichtigem Anlass möchte ich Ihnen Oswaldo vorstellen. Er ist aus Peru und macht ein dreimonatiges Praktikum in der Kiezschreiber-Redaktion. Er mag Selfies und Gras.

Kommentare:

  1. Ach scheiß Integration.
    Wenn ich das schon höre.
    Schon mal eine Engländer integriert ? Gut, das geht noch.
    Aber einen Franzosen ??
    Italiener ? Da sprechen manche jetzt noch kein Deutsch.
    "Mein" griechische Wirt ? Vergiss es.
    Anderer Ansatz: wie viele Idioten, um nicht zu sagen Arschlöcher gibt es unter den Deutschen ? Genau.
    Wird der Prozentsatz bei anderer Herkunft signifikant anders sein ?
    Eben.
    Nein, ich kann es nicht mehr hören. Ich hab die Schnauze voll.
    Macht den Amis endlich klar, daß Sie mit dem Scheiß aufhören sollen.
    Immer überall rum zu zündeln.
    Man.
    Schluss mit dem Krieg da unten.
    Und dann die Leute heimschicken.
    Zum wieder aufbauen.
    Oder zum im Teehaus rum hocken.
    Das können die am besten. Ich weiß es.
    ich hab's mit eigenen Augen gesehen.

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  2. Oswaldo ist glücklich. Er raucht glückliches Gras von glücklichen Auen.
    Diese Neubürger werfen wahrscheinlich überständiges Rindfleisch in den Rotwein und geben dem Ganzen so Namen, wie Böfflamott.
    Gespritzttrinkern ist nicht zu trauen. Die verwässern alles.

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  3. Oswaldo ist super.
    Auf jeden Fall.

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  4. Ich wusste doch, dass Oswaldo die Herzen der Leserschaft im Sturm erobert :o)

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  5. Einen Praktikanten vorzustellen ist kein nichtiger Anlass. Chefs nutzen den in sozislen Einrichtungen gerne um stundenlang sinnlos zu schwafeln. So was kann nie und nicht sinnlos sein ;) Und diesen Prakti vorzustellen erstrecht nicht, er könnte ja dafür sorgen, dass die Neubürger sich weniger fremd fühlen. Ist ja auch kein Einheimischer. Kann der schon Deutsch? Wenn nicht: Hola Oswaldo, como esta?!

    (Schul-Spanisch ist laaange her.)

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    1. Oswaldo spricht leider nur peruanisch und den Begriff "Leitkultur" quittierte er mit einem wiehernden Lachen.

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    2. Meines Wissens nach ist in Peru Spanisch die Amtssprache. Gesprochen zwar etwas anders als in Spanien, aber geschrieben ebenso. Wie gesagt laaange her, kann mich leider nicht als Doplmetscher zur Verfügng stellen.

      Gib acht, dass der nicht spuckt. Das ist eine Verhaltensstörung durch Domestizierung, normalerweise spucken die nicht. Wenn er also zu spucken anfängt weißt du, dass die Assimilation begonnen hat.

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  6. <<„Ein intelligenter Mann ist manchmal dazu gezwungen betrunken zu sein, um Zeit mit Idioten zu verbringen.“ (Ernest Hemingway)>>
    Eine meiner vielen Ausreden beim Arzt und zahllosen anderen Gelegenheiten.

    Wenigstens keine Katzenbilder. Im Bonetti-Imperium werden also nicht nur Angestellte und die treue Leserschaft gequält. Jetzt macht man dort auch vor Tieren nicht mehr halt. Und natürlich musste er aus Peru sein. „Toitscher“ Feldhase reicht nicht, was? Aber er wird sich wehren, die spucken nämlich die Peruaner, nicht nur auf gepflegten Fußballrasen....

    Mit Alkohol in ausreichenden Mengen klappt jede Integration und „Et hätt schon emmer johd jejange“ hilft auch.
    Viva la ...
    Nein, hier und jetzt nicht.

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    1. Im Reich des Medienmoguls Bonetti geht die Sonne nie unter. Der Feldhase macht gerade ein Praktikum bei unserem Lateinamerikakorrespondenten Lupo Limanetti.

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  7. Bloß aufpassen auf Oswaldo. Nicht, dass die neuen ihn stehlen, schlachten und am Lagerfeuer verspeisen, man hört von derlei Vorfällen allenthalben.

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    1. Im Nachbardorf haben die "Neuen" mitten im Wohnzimmer ein Lagerfeuer gemacht. Zur Freude des Hausbesitzers ...

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  8. Na das haben UN-Abordnungen aus Afrika in den 50ern auch schon in New York in Hotelzimmern fertig gebracht.
    Insofern ein Plagiat.

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    1. Wenn man Schweppenhausen zukünftig in einem Atemzug mit New York nennt, wenn auch nur als Plagiat, hätte das City-Marketing von Bonetti Media sehr viel erreicht.

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  9. Redaktionskonferenz bei Ackerbau in Pankow: "Was ist da los? Die Klickzahlen halbieren sich, die Werbeeinnahmen sind parterre." "Chef, der Kiezschreiber hat jetzt knuffige Tiere, da haben wir mit unserem Gemüsescheiß keine Chancen mehr..." "Sofort zum Kinderbauernhof, irgendwelche Viecher klauen und niedliche Fotos machen, zack, zack!"

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    1. Und ich habe noch ein paar Katzen im Köcher. Grumpy Cat hat exklusiv bei Bonetti Media unterschrieben.

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    2. Na toll, jetzt dürfen sich die Redaktionssklaven in Pankow wieder Schnurhaare ankleben und müssen für Katzenfotos posen.

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