Montag, 2. November 2015

Dealerlatein - Wo der Frosch die Locken hat

Eigentlich habe ich gar keinen Bock, mich zum Affen zu machen, aber die Geschichte ist wirklich zum Mäusemelken:
Wir dachten, Wolfgang wäre ein alter Hase, mit dem man Pferde stehlen könnte. Weiß der Kuckuck, wie wir darauf gekommen sind. Allen Unkenrufen zum Trotz machte er sich bei dieser Bullenhitze im Affenzahn auf den Weg. Da ist der Hund begraben, dachte die alte Leseratte. Und es ist ja nur einen Katzensprung entfernt. Das ist des Pudels Kern, ich habe einen dicken Fisch am Haken! Eine Gans, die goldene Eier legt. Und er wollte den Löwenanteil behalten, um sein Schäfchen ins Trockene zu bringen. Er sagte zum Abschied: Wenn du nicht mausetot sein willst, musst du der Hecht im Karpfenteich sein und darfst nicht mit den Wölfen heulen.
Wer hätte damals schon ahnen können, dass man ihm die Flügel stutzen würde und dass er Federn lassen müsste? Heute wissen wir: Er hatte einen Vogel. Mit diesem lammfrommen Bücherwurm hatten wir den Bock zum Gärtner gemacht. Dabei pfiffen es die Spatzen von den Dächern, dass er nur ein Papiertiger war. Mit diesem Pechvogel haben wir Perlen vor die Säue geworfen. Da beißt die Maus keinen Faden ab, die Kröte müssen wir schlucken. Bei diesem Katzenjammer könnte ich heulen wie ein Schlosshund und schimpfen wir ein Rohrspatz. Er hielt sich für einen tollen Hecht, aber er war ein Hasenfuß, der keiner Fliege was zuleide tun konnte. Er dachte, er wüsste, wie der Hase läuft, aber am Ende war er der Sündenbock. Er hatte sich bei seinen Hamsterkäufen zum Esel gemacht, und sie hatten ihm die Hammelbeine langgezogen. Wir mussten ihm nach seiner Rückkehr die Geschichte wie Würmer aus der Nase ziehen und hätten ihn am liebsten den Wölfen zum Fraß vorgeworfen.
Ich muss die Katze aus dem Sack lassen, weil es mir tierisch auf die Nerven geht: Dieser Schluckspecht hat auf das falsche Pferd gesetzt und bei diesem Kuhhandel einen Bock geschossen. Diese krummen Hunde haben ihn ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Man hat ihm einen Bären aufgebunden, und er stand da wie ein begossener Pudel. Es war alles für die Katz. Aus die Maus! Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt, aber wir hatten eben kein Schwein gehabt. Er spielte natürlich das Unschuldslamm, aber wir haben ihn richtig zur Sau gemacht. Heute kräht kein Hahn mehr nach der Geschichte, obwohl es mich immer noch wurmt.
P.S.: Wer’s immer noch nicht kapiert hat: Wolfgang hat sich am Frankfurter Hauptbahnhof für fünfzig Euro einen Beutel Oregano andrehen lassen.
The Farm - All Together Now. https://www.youtube.com/watch?v=k-DxHWCOCq0

Kommentare:

  1. Nun schuck fer a bissl gryns. Der is schee beganefft worn. Gab's Zores?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Bagaasch hat sisch werklisch dabbisch ogestellt weesche der Dutt Gras. De Dollbohrer, wo se geschickt hunn, hod gefudddelt - geknorzt hodder! Die Frankfodder Lumbesäckl habbe dem uffgestumpte Spitzkligger de ganse Schotter abgenomme ...

      Zores gab's konnä. Lebbe geht weider.

      Löschen
  2. Oregano passt aber auch gut zu Nudeln.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Und man hat für fünfzig Euro einen schönen Vorrat ;o)

      Löschen