Donnerstag, 8. Oktober 2015

Sinnlos

Hans-Werner von Sinnen? Diese Frage muss man sich stellen, wenn man die seltsamen Schlussfolgerungen liest, die der Münchner Ökonom aus dem aktuellen Bevölkerungszuwachs zieht. Aufgrund der Integrationskosten müsse das Rentenalter heraufgesetzt werden. Der Mindestlohn sei nicht mehr zu halten. Und wir brauchen mehr Ungleichheit. „Wir sollten lieber das Rentenalter heraufsetzen, um die Flüchtlinge zu ernähren“, spricht das Ifo-Münzorakel. „Wenn Geringqualifizierte zuwandern, wird die Einkommensverteilung ungleicher“, doziert der Herr Professor. Warum eigentlich? Die Flüchtlinge sind nur das Vehikel, um seine feuchten Träume von einem sadistischen Kapitalismus auszuleben. Die Leute sollen bis ins Grab für kleines Geld arbeiten. Das ist alles.
Lustig ist es auch, wie andere Konservative auf das Thema Nr. 1 reagieren. Plötzlich entdecken sie die Frauen und Homosexuellen – Transgender erreicht die Stammtische. Man sorgt sich um die Rechte von Menschen, die einem bis gestern noch völlig egal waren. Als Liebhaber sinisterer Gedanken ist die gespaltene Haltung von CDU/CSU – Chefin pro Einwanderung, Fußtruppen in Bund und Land contra – in meinen Augen ein raffinierter strategischer Trick, um die nächsten Wahlen zu gewinnen. Die wachsende Zahl der Flüchtlinge treibt der AfD neue Wähler zu und sie ziehen im nächsten Jahr in die Parlamente von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt ein. Rot-Grün, wie in Rheinland-Pfalz, wäre damit am Ende, und eine große Koalition oder Schwarz-Grün wären die einzig verbleibenden Möglichkeiten. In beiden Fällen würde die CDU als stärkste Partei den Ministerpräsidenten stellen.
Curtis Mayfield - Move On Up. https://www.youtube.com/watch?v=6Z66wVo7uNw

Kommentare:

  1. Ach lieber Herr Eberling, etwas mehr Wirtschaftsverständnis sollten Sie sich schon anlesen. Marx allein reicht schwerlich aus um sich die Welt erklären. :)

    Machen Sie mal ein Update. Treten Sie mal aus Ihrer Komfortzone.

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    1. Ach lieber Herr Anonymus,
      treten Sie sich doch lieber eigenbeinig in ihre Komfortzone:
      Wo steht denn da was von Marx? (*Augenreib).

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