Montag, 26. Oktober 2015

Kochstudio Berlin

Viele Köche verderben den Brei, heißt es. Das gilt auch für die Politik. Ungelegte Eier schießen wie Pilze aus dem Boden. Politiker sind eigentlich ganz arme Würstchen, die auch nur mit Wasser kochen. Viele ihrer vollmundigen Versprechen sind geschmacklos oder einfach nur kalter Kaffee. Der aufmerksame Bürger riecht den Braten und gibt keinen Pfifferling auf das Geschwätz von Politikern, die nur Rosinen im Kopf bzw. in ihrem Erbsengehirn haben. Bevor wir in den sauren Apfel beißen, versalzen wir ihnen lieber die Suppe, die sie uns eingebrockt haben. Dieser Käse macht den Kohl auch nicht fett – und dann wollen sie auch noch eine Extrawurst gebraten haben! Sie sind immer wie aus dem Ei gepellt und finden ein Haar in jeder Suppe. Wie die Katze schleichen sie um den heißen Brei herum und spielen gerne die beleidigte Leberwurst, dabei ist doch alles klar wie Kloßbrühe. Diese Ulknudeln hauen sich gegenseitig in die Pfanne und leben wie die Made im Speck. Obwohl Schmalhans Küchenmeister ist und der Bürger nichts zu beißen hat, soll er für sie die Kastanien aus dem Feuer holen. Man könnte Hackfleisch aus diesen Pfeffersäcken machen, die offensichtlich Tomaten auf den Augen haben. Obwohl sie nur ganz kleine Brötchen backen, sind sie für einen Apfel und ein Ei zu haben. Vor den Wahlen, wenn es um die Wurst geht, schmieren sie uns Honig ums Maul, nehmen den Mund ganz schön voll und können uns plötzlich aus der Hand fressen. Aber nur in Ausnahmefällen zeigen diese treulosen Tomaten sich von ihrer Schokoladenseite und können uns ihre Schnapsideen schmackhaft machen, die plötzlich weggehen wie warme Semmeln. Doch meistens haben wir von ihnen die Schnauze voll und könnten vor Wut kochen. Mein Tipp: abwarten und Tee trinken. Mahlzeit!
The Andrews Sisters - Rum And Coca-Cola. https://www.youtube.com/watch?v=WiayZdPESno
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Kommentare:

  1. Nach den Wahlen merkt der Bürger oft, dass er sich ganz schön die Finger verbrannt hat. Da kann man nur hoffen, dass der Bissen nicht im Hals steckenbleibt. Mehr Wahrheit im Wein würde auch den Politikern guttun. Leider ist dermaßen Saure-Gurken-Zeit, dass nur gegessen wird, was auf den Tisch kommt.

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    1. Was für eine Sprache, oder? Kein Wunder, dass mehr als die Hälfte der Deutschen übergewichtig ist. Man bekommt ja schon beim Lesen wieder Hunger ;o)

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  2. ne nette Bildersprache :)

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  3. Schöner Text.

    Und übrigens: zu viele Köche verderben die Köchin :-)

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