Dienstag, 9. September 2014

Blut für Kerosin

Wir erfahren auch im heute veröffentlichten Untersuchungsbericht einer internationalen Kommission immer noch nicht, wer das Flugzeug der Malaysia Airlines vor zwei Monaten über der Ukraine abgeschossen hat. Waren es die Russen, waren es die Ukrainer oder waren es ukrainische Russen? Etwa dreihundert Menschen sind ermordet worden. Es muss einen Täter geben. Einen Auftraggeber. Jemand hat einen Knopf gedrückt, jemand hat den Befehl dazu gegeben. War es eine geplante Eskalation des Bürgerkriegs? Wollte man andere Staaten in den Konflikt ziehen?
Was an diesem Massaker wirklich unglaublich ist – und was merkwürdigerweise in den Medien nur sporadisch thematisiert worden ist: Warum lässt man monatelang hunderte Linienflüge mit zehntausenden Passagieren über diesem Kriegsgebiet überhaupt zu? Warum umfliegt man das Kriegsgebiet nicht einfach? Für die Profitmaximierung der Fluggesellschaften, die ansonsten mehr Geld für Kerosin ausgeben müssten, hat man das Leben all dieser Menschen riskiert. Bis es eines Tages schief gegangen ist. Aber ich vermute, dass diese Überlegungen auf den Golfplätzen keine Rolle spielen.
Baaba Maal & Mansour Seck – Lamtooro. https://www.youtube.com/watch?v=vtx2DzaQiOI

Kommentare:

  1. Wir wünschen uns irgendwie einen finsteren Auftraggeber, der die Menschen ermordet hat. Das würde es uns einfacher machen.
    Aber vielleicht war es auch nur ein nervöser Offizier, der MH-17 für eine feindliche Militärmaschine gehalten hat. Er war rappelig und wollte befördert werden.

    Als wahre Schuldige sehe ich auch die Fluggesellschaften. Ähnlich wie die Reedereien, die ihre Seeleute der Entführung, Folter und Ermordung aussetzen, um Schiffsdiesel und Zeit zu sparen, anstatt die gefährlichen Seegebiete zu umfahren.

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  2. Diese Vermutung habe ich auch. Es ging nicht um den Abschuss einer Linienmaschine. Damit schadet man den eigenen Kriegszielen nur. Vielleicht waren es aber auch Söldner, Frank? ;o)

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